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"Lobt ihn mit Posaunen…" 14.10.2013

60-jähriges Jubiläum des Posaunenchors
Mit Bedacht hatten die Mitglieder des Posaunenchors des Stiftung Eben-Ezer den Termin für den Festgottesdienst zur Feier seines 60-jährigen Bestehens auf das Erntedankfest gelegt. Denn das, was einen solchen Jubiläums-Festtag ausmacht, lässt sich in diese zwei Worte fassen: Ernte und Dank.
Es war ein schönes Bild: Der von den Landwirten festlich geschmückte Erntedankaltar in der Kirche Neu Eben-Ezer, wie jedes Jahr ein Bild der Fülle. Seitlich davor die Bläserinnen und Bläser, die zu Ehren des Geburtstagskinds aus ganz Lemgo gekommen waren und zusammen einen beeindruckend großen und klanggewaltigen Chor bildeten, geleitet von Landesposaunenwart Christian Kornmaul.
Ernte und Dank waren die Themen, die sich in Wort und Lied durch den ganzen Gottesdienst zogen: "Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem HERRN. Drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn."
Pastor Dr. Bartolt Haase nahm in seiner Predigt das Gründungsjahr des Posaunenchores als Ausgangspunkt: 1953, das Jahr, in dem Königin Elizabeth die II. inthronisiert wurde, zum ersten Mal ein Mensch den Mount Everest bestieg, in der DDR am 17. Juni das Volk aufbegehrte – und in Lemgo der Posaunenchor gegründet wurde! Der Mount Everest ist im Laufe der Jahre von vielen Menschen bestiegen worden, die DDR gibt es nicht mehr. Lediglich die Queen und der Posaunenchor haben noch Bestand.
60 Jahre Posaunenchor, das ist Ernte: Unzählige Ständchen bei Geburtstagen, Jubiläen und Beerdigungen, zahlreiche festliche Gottesdienste, hunderte Kilometer im Auto auf dem Weg durch ganz Lippe, das sind schöne und manchmal anstrengende Proben – vor allem aber sind es Menschen, einige davon seit Jahrzehnten dem Chor treu verbunden. So ist Heinz-Wilhelm Depping in der langen Geschichte des Chores erst der dritte Chorleiter, ein gutes Zeichen der Beständigkeit.
60 Jahre – das sind auch Menschen, von denen der Chor Abschied nehmen musste. So wurde an diesem Tag besonders der beiden verstorbenen Mitglieder Walter Holzkämper und Walter Wecker gedacht.
Von der Erinnerung und dem Gedenken nicht zu trennen ist der Dank, sichtbar gemacht durch die Gaben des Erntedankaltars: "Es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott." Dank für all das, was Gott zum Wachsen, Gedeihen und Gelingen dazu tut. Dank auch für seine Begleitung in schweren Zeiten. Und, nicht zuletzt, für Gemeinschaft und Verbundenheit, die beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen im Wirtschaftsgebäude spürbar waren. Annelie Witter, langjährige Obfrau des Posaunenchores, hatte neben aller Vorbereitung im Hintergrund die Tische liebevoll herbstlich dekoriert. Langjährige Wegbegleiter des Chores waren der Einladung gefolgt und tauschten bei Speis und Trank Erinnerungen aus. Auch hier durfte der Dank nicht fehlen und wurde vom Vorstand, von Pfarrer Ernst-August Korf, von Annelie Witter und Heinz-Wilhelm Depping noch einmal deutlich ausgesprochen.
Damit dieser besondere Tag noch lange nachklingt, hatte sich der Vorstand ein schönes Geschenk ausgedacht: Jede Bläserin und jeder Bläser bekam ein Heft mit den gebundenen Erinnerungen in Wort und Bild an 60 Jahre Posaunenchor Eben-Ezer. Natürlich verbunden mit dem Wunsch, dass noch viele Bilder und Erinnerungen dazu kommen!
Fotos: Andreas Leber, Lemgo

So schön war unser Jahresfest 20.09.2013

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Viele Menschen strömten am 15. September auf das Gelände von Neu Eben-Ezer. Ein Jahr nach dem großen Innenstadtfest, mit dem die Stiftung mitten in Lemgo mit vielen Unterstützern und Tausenden Besuchern ihr 150-jähriges Jubiläum gefeiert hat, fand das 151. Jahresfest nun wieder am vertrauten Ort statt. Das Programm war bunt mit vielen großen und kleinen Aktionen für große und kleine Besucher: ein Flohmarkt mit dem Motto "Was noch gut ist", Kreativ-Angebote wie Graffity zum Mitmachen, eine riesige Hüpfburg, Ponyreiten, Bobby-Car-Rennen, Segways, Bogenschießen, Märchenerzähler und vieles mehr. Der Beginn wurde um 10:00 Uhr mit einem musikalischen Festgottesdienst in der Kirche St. Marien eingeläutet, an dem viele Menschen aus Eben-Ezer mitwirkten. Die Musik kam auch während des Festes nicht zu kurz: der Posaunenchor der Stiftung, die Big-Band des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums, ein Ensemble der Karla-Raveh-Gesamtschule und die Band StoppRock der Topehlen-Schule standen auf dem Programm. Das Theater-Musical "Warum bin ich auf der Welt?" wurde bereits am Freitag vor dem Jahresfest im Kirchlichen Zentrum aufgeführt und am Sonntag während des Jahresfestes wiederholt. Kinder und Jugendliche der Stiftung Eben-Ezer haben es unter Anleitung er Theaterpädagogin Christel Brüning nach dem Bilderbuch "Die große Frage" selbst erarbeitet. Das ebenso fröhliche wie nachdenklich stimmende Stück hat die Lebenserfahrung junger Leute zum Inhalt. Es geht um Vertrauen, Freundschaft, Lebensfreude, aber auch um den Tod. Unterstützt wurden die Schauspieler vom Chor der Topehlen-Schule unter Leitung von Lehrerin Chrsitane Humpert.
Im roten Trakt der Topehlen-Schule wechselten sich derweil die Märchenerzähler der Stiftung, erst vor kurzem hat eine Gruppe Mitarbeitende eine dementsprechende Ausbildung absolviert, mit der Präsentation von traditionellen und modernen Märchen aus aller Welt ab. Kinder und auch viele Erwachsene lauschten gebannt den lebendig vorgetragenen Geschichten. Ein besonderes Highlight war der Auftritt der Mitglieder der Gruppe "Heiden Spektakel". Die Mittelalterfans hatten im Eingangsbereich von Neu Eben-Ezer vor dem Kesselhaus ein uriges Lager, wie sie zur Zeit unserer Altvorderen üblich waren, aufgeschlagen und demonstrierten in typischen Gewändern und in alter Sprache sehr lebensecht das damalige Lagerleben. Eine sehr alte Flechttechnik, das Finger-Loopen, wurde gezeigt und konnte ausprobiert werden. Ein Feuerspucker führte sein Können vor, ein Ritter präsentierte stolz seine Waffen und erklärte die Rüstung, die damals im Kampf getragen wurde. "Ein Kettenhemd, wie ich es trage, wiegt rund 40 Kilo. Es zu tragen ist ein tolles Gefühl – wenn man sich daran gewöhnt hat", sagte er dem erstaunten Publikum.
Als Moderator und Walking Act hatten die Organisatoren Rapunzel verpflichtet, die samt Zopf und Turm und in Begleitung eines weiblichen Prinzen auf dem Gelände unterwegs war und schwatzend mit den Leuten in Kontakt trat. Rapunzel wurde von dem Schauspieler Matthias Mawick vom Stelzentheater Bielefeld dargestellt. Eine skurrile Performance, die bei großen und kleinen Gästen sehr gut ankam und für viele Lacher sorgte.
Das traditionelle Fußballspiel "Bewohner gegen Mitarbeiter" am Ende des Festes ging unentschieden aus (3:3).


"Was gut ist" – 151. Jahresfest der Stiftung Eben-Ezer 15.09.2013

Ein Jahr nach dem großen Innenstadtfest, mit dem die Stiftung mitten in Lemgo mit vielen Unterstützern und Tausenden Besuchern ihr 150-jähriges Jubiläum gefeiert hat, findet das 151. Jahresfest nun wieder auf dem Gelände von Neu Eben-Ezer statt.
Das Programm ist bunt und bietet viele große und kleine Aktionen für große und kleine Besucher: ein Flohmarkt mit dem Motto "Was noch gut ist", Kreativ-Angebote wie Graffity zum Mitmachen, eine riesige Hüpfburg, Ponyreiten, Bobby-Car-Rennen, Segways, Bogenschießen, Märchenerzähler und vieles mehr. Der Beginn wird um 10:00 Uhr mit einem musikalischen Festgottesdienst in der Kirche St. Marien eingeläutet, an dem viele Menschen aus Eben-Ezer mitwirken. Die Musik kommt auch während des Festes nicht zu kurz: der Posaunenchor der Stiftung, die Big-Band des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums, ein Ensemble der Karla-Raveh-Gesamtschule und die Band StoppRock der Topehlen-Schule stehen auf dem Programm. Das Theater-Musical "Warum bin ich auf der Welt?" wird bereits am Freitag vor dem Jahresfest um 18:00 Uhr im Kirchlichen Zentrum aufgeführt und am Sonntag während des Jahresfestes um 14:00 Uhr wiederholt. Kinder und Jugendliche der Stiftung Eben-Ezer haben es unter Anleitung einer Theaterpädagogin nach dem Bilderbuch "Die große Frage" selbst erarbeitet. Der Eintritt ist frei.
Die offizielle Eröffnung erfolgt um 12:30 Uhr durch den Theologischen Vorstand Pastor Dr. Bartolt Haase. Die Stände sind schon ab 11:00, die Essstationen ab 11:30 Uhr geöffnet.

Download Flyer Einladung zum Jahresfest(363 KB)

"Wir machen Demokratie barrierefrei" 04.09.2013

Bundestagskandidaten stellen sich den Fragen von Menschen mit Behinderungen

Demokratie BarrierefreiMit großem Interesse erwarteten am 04.09.2013 ca. 100 Gäste die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Lippe I zu der Veranstaltung "Wir machen Demokratie barrierefrei". Diese hatten sich auf Einladung des Werkstattrates der Werkstatt für behinderte Menschen der Stiftung Eben-Ezer zusammengefunden, um ihre Programme Menschen mit Behinderung in leichter Sprache näherzubringen. Dazu stellten sich alle 5 Kandidaten den Fragen der Menschen mit Behinderung (u.a. der Stiftung Eben-Ezer und der Lebenshilfe Lemgo).
In der 2 Stunden dauernden Veranstaltung, die der Leiter der Werkstatt, Markus Toepffer, moderierte, beantworteten sie Fragen von "Wie sehen Sie den Stand der Inklusion?" über "Was sind ihre Aufgaben im Bundestag?" bis hin zu "Vor der Wahl werden viele Versprechungen gemacht, warum werden diese danach nicht gehalten?".
Mit viel Engagement und Aussagen wie "Ja, wir müssen Dampf machen" und "Inklusion ist das Normalste der Welt" vertraten die Kandidaten ihre Meinung in leichter Sprache und ernteten dafür viel Applaus und oft auch Zustimmung von den Zuhörern. Auch schwierige Themen, wie z.B. die Energiewende, Mindestlohn, Haushaltspolitik und der Syrienkonflikt wurden von den Kandidaten aufgegriffen und verständlich erklärt.
Koalitionsfähig über alle anwesenden Parteien waren die Antworten zu einer Frage, die aus Sicht der behinderten Mitarbeiter besonders wichtig ist: Wie sehen Sie die Zukunft der Werkstätten? Deren Notwendigkeit wurde einhellig und auch deutlich bejaht. Ihre Wertschätzung und Anerkennung der Arbeitsleistung der behinderten Mitarbeiter in den Werkstätten brachten alle Podiumsteilnehmer mehrfach zum Ausdruck.
Zusammenfassend sagte Herr Bleiß (Vorsitzender des Werkstattrates): Das war super. Wir haben viel verstanden. Das müssen wir wieder machen.



Doppelter Grund zur Freude: Abschlusszeugnisse an der Topehlen-Schule und im Berufskolleg der Stiftung Eben-Ezer 25.07.2013

In der Topehlen-Schule erhielten 18 Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlusszeugnisse, im Berufskolleg hielten 79 fertig ausgebildete Fachkräfte in Heilerziehungshilfe und Heilerziehungspflege ihren erfolgreichen Abschluss in Händen.
Topehlen-Schulrektor Klaus Hollmann stellte alle Absolventen einzeln mit einem augenzwinkernden Profil vor, das die Klassenlehrer vorbereitet hatten. Christoph Steinke dankte mit einer Rede, in der er keinen seiner Lehrer vergaß, dafür "dass Sie mich so gut gefördert haben". Der junge Mann lebt bereits in seiner eigenen Wohnung und wird ambulant betreut. Er wechselt nach der Schulentlassung mit vielen Mitabsolventen in den Berufsbildungsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen. Für die meisten steht auch ihr künftiges Zuhause im Wohnbereich für Erwachsene der Stiftung bereits fest. Vorfreude auf das Kommende aber auch Abschiedswehmut war beim Lehrerkollegium ebenso wie den Schülerinnen und Schülern zu merken.
Was kommt jetzt? Was ist mir wichtig für mein Leben. Die große Frage "Warum bin ich auf der Welt" beschäftigte 15 Jugendliche der Stiftung in einer Szenencollage, die sie mit der Theaterpädagogin Christl Brüning erarbeitet hatten. Mit phantasievollen Requisiten, witzigen Beamerspots und professionell wirkender Lichttechnik ging eine hinreißende, mal lustige, mal nachdenkliche Szenenfolge der Sinnfrage nach (Bildergalerie siehe unten). Der Schulchor mit allen Altersgruppen und begleitet von Percussioninstrumenten und Gitarren sorgte für einen flotten musikalischen Rahmen. Der Leiterin Christiane Humpert wurde ebenso wie dem technischen Leiter der Aufführung Dietmar Grascha, hauptberuflich Hausmeister in der Topehlen-Schule und im Berufskolleg, mit einem Blumenstrauß von Vorstand Pastor Dr. Haase gedankt. Bevor sich Haase in das fröhliche Gruppenfoto einreihte, sagte er: "Hier kann man erleben wie Gemeinschaft wunderbar gestaltet wird."
In seiner Rede für die Absolventen der Klassen Heilerziehungshilfe und Heilerziehungspflege und deren Angehörige in der voll besetzten Aula des Berufskollegs betonte der neue Theologische Direktor Eben-Ezers die Verantwortung der Stiftung für gute Strukturen bei der Ausbildung und der Gestaltung der Arbeitsverhältnisse. Die Verantwortung für gute Bedingungen und der harte Wettbewerb im sozialen Sektor sorge für eine permanente Herausforderung. Eine gute Orientierung und Motivation, diese zu bestehen, gebe die Erinnerung an christliche Grundlagen und an den Reichtum, den Gott schenkt. Rektor Klaus R. Berger und die Klassenlehrer gaben ihren Studierenden mit Beiträgen voller Erinnerungen an intensive Jahre und vorausblickenden Betrachtungen ihre guten Wünsche mit auf den Weg: "Die Schule macht nicht immer glücklich, aber sie ist der Schlüssel zu einem geglückten Leben", sagte Lehrerin Dagmar Brand, die ihrer Klasse neben den Abschlusszeugnissen auch Briefe aushändigte, die jede Studierende und jeder Studierende zu Beginn der Ausbildung mit den persönlichen Erwartungen und Zielen an sich selbst geschrieben hatte. Die Musik bildete auch im Berufskolleg einen festlichen Rahmen. Mit starken Stimmen legten Lehrerin Theda Austermann und ihre Kollegin Birgit Roeske mit Marlin Lennier und Jonatan Göldner viel Gefühl in ihre Vorträge am E-Piano. Ein schöner Zufall: In beiden Entlassfeiern wurden Lieder mit dem Refrain Shalom gesungen, dem hebräischen Segenswort mit den Bedeutungen Friede, Heilsein, Unversehrtheit, Glück und Wohlbefinden.
Besonders geehrt wurden Heilerziehungspfleger Matthias Peters und Heilerziehungspflegerin Larissa Zerr sowie Marcel Arff und Ida Brand vom Ausbildungsgang Heilerziehungshilfe für ihre 1 vor dem Komma beim Notendurchschnitt. Marcel Arff und Ida Brand werden sich weiter zur Heilerziehungspflegerin bzw. zum Heilerziehungspfleger qualifizieren. Berufskollegleiter Klaus R. Berger, sein Stellvertreter Reinhold Meyring sowie die weitere Mitglieder des Kollegiums Dr. Martin Humburg, Bianca Knappe und Dagmar Brand freuen sich mit ihnen.


Ein besonders schöner Tag in der Geschichte Eben-Ezers 05.07.2013

Am 5. Juli wurde ab 11 Uhr der Theologische Vorstand der Stiftung, Pastor Hermann Adam, in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig wurde sein Nachfolger, Pastor Dr. Bartolt Haase, in den Dienst eingeführt. In einem Festgottesdienst im Kirchlichen Zentrum mit rund 500 geladenen Gästen hielt Pastor Dr. Haase die Predigt. Die Leitung des Gottesdienstes hatte Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann. Viel Prominenz aus Kirche, Wirtschaft und Politik war der Einladung gefolgt.
Nach dem Gottesdienst leitete der Aufsichtsratsvorsitzende der Stiftung eben-Ezer, Wolfgang Stückemann, zum "bunten" Teil der Veranstaltung über. Udo Zippel, Kaufmännischer Vorstand der Stiftung, übernahm die Moderation. Mit einer persönlichen Rede bedankte sich der Vorstand der Ev. Stiftung Volmarstein, Pfarrer Jürgen Dittrich, bei Pastor Adam für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit. 21 Jahre lang hat Pastor Adam die Stiftung geführt und vieles in Bewegung gesetzt. "21 gute Jahre", wie Pastor Dr. Haase in seiner Predigt betonte. Es habe wohl keine andere Zeit in der über 150-jährigen Geschichte der Stiftung gegeben, in der Qualität, Ausstattung und Vielfalt der Angebote und Dienste so hoch waren wie heute. Allerdings sei auch klar, so Dr. Haase: "Bei dem bisher Erreichten dürfen wir nicht stehen bleiben. Denn Eben-Ezer zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass es sich ständig weiter entwickelt, dass es sich immer wieder neu am Leben und seinen Herausforderungen orientiert." Pastor Dr. Haase kennt die Stiftung Eben-Ezer als gebürtiger Lipper und durch sein Vikariat, das er von 2004 bis 2006 in der Lemgoer Kirchengemeinde St. Johann und Eben-Ezer durchlief. Dr. Haase übte zuvor fünf Jahre lang die Tätigkeit des Assistenten des Vorstandsvorsitzenden der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Pastor Ulrich Pohl, aus und bringt umfangreiche Erfahrungen in der diakonischen Arbeit mit. Pastor Pohl, der "den klugen Kopf", so seine Worte im Dialog mit Wolfgang Stückemann, zwar vermissen wird, hat dennoch großes Verständnis für dessen Entscheidung für Eben-Ezer: "Es war immer klar: Nach den fünf Jahren muss er raus in die Welt." Zu den größten Erfolgen Dr. Haases in Bethel gehört sicherlich der Aufbau eines Kinderhospizes, das letztes Jahr in Betrieb genommen werden konnte, sagte Pohl.
Viel Anerkennung wurde beiden zuteil, dem scheidenden und dem neuen Vorstand - aber auch der Humor kann nicht zu kurz. Der ein oder andere Lacher mischte sich immer wieder in die Vortragsreden und Grußworte. Gut kam dabei auch die Volte des Bürgermeisters Dr. Reiner Austermann an, der sowohl Pastor Adam als auch Pastor Dr. Haase eine Tasse mit Lemgomotiv überreichte – zur Verwendung für den einen zum Frühstückskaffee morgens um halb zehn und für den anderen zum ersten Kaffee nach der siebten Besprechung morgens um halb zehn.
Bei seinem Schlusswort war Pastor Adam deutlich die Rührung anzumerken. Er sei dankbar und ein wenig beschämt für die Würdigung und Anerkennung, die ihm entgegengebracht worden seien. Pastor Adam bedankte sich bei allen, die ihn in den letzten 21 Jahren unterstützt und zugearbeitet haben. Der Fußball-Fan schloss allerdings auch mit einem Lacher, dem "Jahrhundertwort" von Giovanni Trappatoni: "Ich habe fertig!"
Am Ende der Veranstaltung lud der Vorstand zum Mittagessen in die festlich geschmückte Sporthalle der Stiftung auf dem Gelände von Neu Eben-Ezer. Liebevoll gedeckte Tische, hübsche Blumenarrangements und ein tolles Buffet von Küchenchef Konrad Copei und seinen Team waren eine Augen- und Gaumenweide. Hinzu kam der nette Service, den gut gelaunte Mitarbeiter leisteten sowie eine stimmungsvolle musikalische Untermalung vom Mann am Klavier, Mitarbeiter Klaus Riemann. Am Nachmittag ging die Tafel in ein lockeres Beieinander von Kollegen, Bewohnern und Freunden über, die die Gelegenheit nutzten, den alten Vorstand zu verabschieden und den neuen zu begrüßen.
Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit ihrem Engagement bei der Gestaltung des Festes dazu beigetragen, dass der 5. Juli 2013 als ein besonders schöner Tag in der Geschichte Eben-Ezers in Erinnerung bleiben wird.
Predigt von Dr. Haase zur Einführung/Verabschiedung

Stand zur neuen Ostschule 28.06.2013

Am Samstag den 29.6. informiert die Stiftung Eben-Ezer zwischen 9.30 Uhr und 12:30 Uhr am Stand vor dem Lemgoer Rathaus über die angestrebte Gründung der neuen Ostschule. Pastor Dr. Haase, das pädagogische Fachteam Klaus Hollmann und Marion Höcker sowie weitere Stiftungsvertreterinnen und Befürworter der neuen Ostschule wollen mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und begründen, was dafür spricht, beim Bürgerentscheid Mitte August das Nein anzukreuzen.

Wer für die neue Ostschule in der Trägerschaft der Stiftung ist, kann es zeigen: Mit Aufklebern für fahrbare Untersätze und Buttons, die man mit einer professionellen Buttonmaschine auch selbst am Stand anfertigen kann. Auch Info-Flyer sind reichlich vorhanden. Alle Materialien zur Kampagne : Ja zur neuen Ostschule: Nein beim Bürgerentscheid erhält man auch am Samstagnachmittag und Sonntag beim Strohsemmelfest an den Eben-Ezer Ständen in der Breiten Straße.

Leben und Lernen in Vielfalt - der Flyer 26.06.2013


Open-Air-Konzert LiveDabei in Alt Eben-Ezer 21.06.2013

Schon zum zehnten Mal findet in der schönen Wohnanlage Alt Eben-Ezer an der Lageschen Straße das zweitägige Open-Air-Festival LiveDabei statt - ein kleines Jubiläum, auf das das Organisationsteam um Wohnverbundsleiter Wilfried Stock zu recht ein wenig stolz ist. Das Festival ist fest im Veranstaltungskalender der Stadt etabliert und beliebt bei großen und kleinen Bürgern.
Den Anfang macht am Freitag, den 21. Juni um 19:00 Uhr, die Partyband Dolce Vita und nicht – wie bereits angekündigt – die Vantasten. Diese mussten kurzfristig absagen, da ein Bandmitglied erkrankt ist. Glücklicherweise hatten die Musiker von Dolce Vita noch einen Termin frei und konnten einspringen. Die Band aus dem Raum Höxter zeichnet sich durch große Professionalität aus und ist in den Top 40 ebenso zu Hause wie in den verschiedenen Genres Rock, Pop und Schlager.
Am Samstag, den 22. Juni, geht es schon am Nachmittag ab 14:30 Uhr mit einem bunten Programm los: Musikalische Unterhaltung mit Helmut Reese, Square Dance mit den Lippe Roses und die Alpakas vom Alpakahof Sonneborn sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen.
Abends ab 19:00 Uhr wird dann die Partyband IN-SANE mit Pop, Rock, Oldies, Schlagern, Disco, Evergreens, Top 40 und mehr auf dem Innenhof rocken.
Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Fürs leibliche Wohl wird mit Leckereien vom Grill, frisch gezapftem Bier, erlesenen Weinen und diversen Kaltgetränken gesorgt.


Information und Bürger-Gespräch der Stiftung Eben-Ezer zur neuen Ostschule 11.06.2013

Rund 80 Gäste kamen kürzlich ins DRK-Gebäude zu der zweiten, vertiefenden Veranstaltung, mit der Eben-Ezer für die neue Schule mit inklusivem Unterrichtsangebot warb.. Nach der Begrüßung durch DRK- Geschäftsführer Michael Güttler und den Kaufmännischen Direktor Eben-Ezers, Udo Zippel, der auch den Abend moderierte, präsentierten das Fachteam Marion Höcker und Klaus Hollmann die Pläne für den Standort Ostschule mit konkreten Beispielen. Klaus Hollmann leitet die Topehlen- Schule der Stiftung, Marion Höcker ist stellvertetende Schulleiterin. Im Publikum herrschte gespannte Aufmerksamkeit, die sich in vielen konkreten Nachfragen äußerte.

Raumkonzept und Umbau Vorbehaltlich des Ausgangs des wahrscheinlichen Bürgerentscheids zur Ostschule wird Eben-Ezer mit den ersten Klassen der zweizügig geplanten Schule im Schuljahr 2014/2015 in das Erdgeschoss im Altbautrakt einziehen. Die Klassen haben jeweils einen Nebenraum und einen gemeinsamen Raum für Therapien und andere Aktionen. Die Klassen und Sanitärräume werden rollstuhlgerecht eingerichtet, die Zugänglichkeit zur Mensa mit Rampen ermöglicht. Die Umbaumaßnahmen sind für die Sommerferien 2014 geplant, sodass der reguläre Unterrichtsbetrieb nicht gestört wird.
Mit einer Animation zeigte Marion Höcker, wie ein barrierefreies flexibles Klassenzimmer aussehen könnte. Durch geeignetes Mobiliar lassen sich unkomliziert unterschiedliche Gruppensituationen ebenso wie ein klassisches Unterrichtssetting herstellen. Sideboards in kindgerechter Arbeitshöhe, digitale Whiteboards und runde Teppiche für Montessori Materialien sind vorgesehen. Direkt anschauen unter: www.rend.de/cdl/kvartet/
Die Sporthalle der Ostschule bliebe auch nach dem Trägerwechsel erhalten und würde dann selbstverständlich weiterhin wie gewohnt den Vereinen offen stehen.

Unterrichtskonzept und Elternarbeit Die Schule wird nach und nach jahrgangsübergreifend arbeiten. Die Klassenstärke beträgt maximal 20 SchülerInnen mit bis zu 5 Kindern mit einem ausgewiesenen Förderbedarf. Damit, so unterstrich Klaus Hollmann, entspreche die Schule den Voraussetzungen, die die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) als Gelingfaktoren für inklusiven Unterricht definiert habe. Auch mit weniger Kindern kann der Unterricht aufgenommen werden. Dies müsse spitz gerechnet werden, so Udo Zippel, aber hier habe man als Ersatzschule in privater Trägerschaft mehr Möglichkeiten als eine öffentliche Schule, zumal die Stiftung den Verwaltungsaufwand und den Überbau durch Synergien mit anderen Stiftungsbereichen wirtschaftlich gestalten könne.
Pro Klasse sind zwei Pädagogen im Dienst: eine Grundschullehrerin/ -lehrer und ein Sonderpädagoge/-pädagogin. Hier erläuterte Marion Höcker, dass die Fachkompetenz der Unterrichtsfächer bei Sonderpädagogen und Grundschullehrerkräften gleich sei, da die Unterrichtsfächer in der Uni gemeinsam studiert werden. Das Sonderpädagogikstudium dauert länger, weil es darüber hinaus noch die Fachrichtungen bzw. Förderschwerpunkte wie z. B. Geistige Entwicklung, einbezieht..
Das Konzept der neuen Schule fußt darauf, dass jedes Kind etwas zum Thema beiträgt und sich als Teil eines Teams versteht. Die Kinder lernen durch das differenzierte Unterrichtsangebot ein Gefühl für die eigenen Stärken und die der anderen zu entwickeln, soziale Situationen zu erfassen und aufeinander zu achten. Sie arbeiten am gleichen Thema, für das sie auf verschiedenen Anspruchniveaus ein unterschiedliches Tiefenverständnis entwickeln. Frau Höcker veranschaulichte dies am Beispiel des Besuchs eines Kompostierwerkes. Ein Kind, das nicht oder noch nicht lesen kann, kann Fotos über die Abläufe in eine Reihenfolge bringen. Das Ergebnis in Form einer Fotowand ist dann ebenso Teil des Projekterfolgs wie die Beschriftung der Bilder oder ein Aufsatz dazu. Eine konstruktive Feedbackkultur mit den Kindern und den Eltern wird gefördert und gefordert. Eine große Rolle spielt, dass die Kinder sich gegenseitig und auch den Eltern präsentieren, was sie gelernt haben. Der Lernentwicklungsbericht ist Grundlage für ein verbindliches Elterngespräch. Pastor Dr. Bartolt Haase, angehender Theologischer Direktor der Stiftung, unterstrich, dass die Lernziele und Voraussetzungen für weiterführende Schulen mit denen anderer Grundschulen identisch seien, nur sei der Weg dorthin etwas anders.

Übergang, Koexistenz und Abstimmung Der Unterricht wird bis 2017 an der Ostschule als Teil der Verbundschule am Schloss weiterlaufen und dann an der Hauptschule Brake erfolgen. Im Jahr 2015/2016 würde Eben-Ezer an die barrierefreie Gestaltung des Obergeschosses gehen, wiederum in den Sommerferien. Schulfeste, Pausen und anderes mehr könnten gemeinsam gestaltet werden. Das Angebot des offenen Ganztages für beide Schulformen wird wie für die bestehende Ostschule durch das Rote Kreuz geleistet.
Eben-Ezer gehe es mit der Schulgründung um Vielfalt in der Lemgoer Schullandschaft. Die Abstimmung mit anderen Schulen zu schulspezifischen Schwerpunkten spiele dabei eine große Rolle. "Wir wollen ergänzen, nicht konkurrieren", betonte Udo Zippel. Für einen gelingenden Prozess seien Dialog und Offenheit das Wichtigste.


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Stiftung Eben-Ezer, Diakonie für ein Leben in Vielfalt, Lemgo