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Arbeitsplatzangebote

Die WfbM Eben-Ezer ist eine organisatorische Einheit innerhalb der Stiftung. Sie hat sich aus den Webereibeschützenden Werkstätten der Einrichtung entwickelt. Die amtliche Anerkennung nach dem Schwerbehinderten-Gesetz (SchwbG) durch die Bundesanstalt für Arbeit erfolgte im Jahr 1978. Mit dem Bau einer Hauptwerkstatt auf dem Gelände Neu Eben-Ezer wurden die einzelnen Werkstätten 1984 unter einem Dach zusammengeführt. Die Auflösung provisorischer Arbeitsräume, sowie die Schaffung neuer Förder- und Arbeitsplätze konnte mit dem Bau einer Zweigwerkstatt im Industriegebiet Lemgo / Lieme im Herbst 2001 erreicht werden.
Derzeit finden in der Werkstatt und den angegliederten Arbeitsbereichen Landwirtschaft und Gärtnerei / Garten- und Landschaftsbau über 500 Menschen mit geistiger Behinderung einen Arbeitsplatz. In der Betreuung, Verwaltung und Leitung arbeiten über 75 Mitarbeiter.

Neben dem Berufbildungsbereich und dem Arbeitsbereich für Schwerst- bzw. Mehrfachbehinderte verfügt die WfbM über 10 weitere Arbeitsbereiche:

Holzbearbeitung
Kindermöbel, Kindergarteneinrichtung und Holzspielzeug

Garten- und Landschaftsbau
Planung und Erstellung von Neuanlagen, Pflege von Gärten, Sport-, Spiel- und Parkanlagen
Gärtnerei, Topfblumen, Balkonkastenbepflanzung u.v.m.

Handweberei
Teppiche, Decken- Tischdecken, Sets, Servietten und dgl.

Elektro-Montage
Kabelkonfektionierung, Leuchtenmontage

Industrielle Montagen
Konfektionieren, Sortimentern, Brennermontagen, Montagen von Automobilteilen

Metallbearbeitung
Drehen, Biegen, Bohrungen

Hauswirtschaft
Reinigungsarbeiten, Speisesaal-Bewirtschaftung

Gemüseveredelung
Kartoffel-Schälung und dgl.

Landwirtschaft

Das Anforderungsprofil der einzelnen Tätigkeiten ist dabei sehr unterschiedlich und reicht von einfach strukturierten Montagetätigkeiten bis hin zu Arbeiten, die in erheblichem Maße Flexibilität und teilweise selbständiges Handeln verlangen. Durch eine individuelle Gestaltung der Arbeitsplätze und der Betreuungssituation wird versucht, jedem Behinderten - auch dem Schwerstbehinderten - je nach Art und Schwere der Behinderung eine adäquate Förderung in der WfbM zu bieten.

An das Produkt- und Dienstleistungsangebot einer WfbM werden die gleichen Maßstäbe angelegt, wie sie für jedes erwerbswirtschaftliche Unternehmen gelten. Preis, Qualität und Service bestimmen auch für eine WfbM die Wettbewerbsfähigkeit und -stärke. Aus den Umsätzen der Werkstatt werden die produktionsbedingten Kosten, darunter auch die Arbeitslöhne der Beschäftigten finanziert.

Um auch zukünftig zeitgemäß und optimal gerüstet zu sein, hat die WfbM ein Qualitätsmanagmentsystem (QMS) nach DIN EN ISO 9001:2008 aufgebaut. Im Unterschied zu rein erwerbswirtschaftlichen Unternehmen sind aber nicht nur die Produktionsprozesse der jeweiligen Arbeitsbereiche, sondern auch die Dienstleistung "Berufliche Rehabilitation" nach diesem strengen Normenwerk überprüft und zertifiziert worden.
Neben der konkreten beruflichen Förderung in den Arbeitsbereichen bietet die WfbM Eben-Ezer zusätzlich begleitende Maßnahmen an, die mehr persönlichkeits- und sozialbildenden Charakter haben. So hat z. B. jeder Beschäftigter die Möglichkeit, an Aktivitäten der Kunstwerkstatt teil zu nehmen. Ein regelmäßiges Sportprogramm im Gymnastikraum der WfbM für Einzelpersonen oder Gruppen runden das Angebot für die behinderten Mitarbeiter ab.

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Stiftung Eben-Ezer, Diakonie für ein Leben in Vielfalt, Lemgo