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Aufbau der WfbM

Nach ihrer Aufgabenstellung gliedert sich die WfbM in drei Bereichen:

Eingangsbereich

Berufsbildungsbereich

Arbeitsbereich

Im Eingangsbereich, in der Regel ein mehrwöchiges Praktikum, wird festgestellt, ob die Werkstatt eine geeignete Einrichtung für die Eingliederung des Behinderten in das Arbeitsleben sein kann. Dabei ist zu ermitteln, welche Eignungen und Arbeitswünsche der Einzelne hat, um zu entscheiden, welche berufsfördernden und ergänzenden Maßnahmen zur Rehabilitation im nachfolgenden Arbeitstraining für ihn in Betracht kommen.

Maßnahmen im Berufsbildungsbereich dienen der Verbesserung der Eingliederungsmöglichkeiten in das Arbeitsleben unter Einschluss angemessener Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit des Behinderten. Spätestens nach der Teilnahme an einer Maßnahme muss der Behinderte in der Lage sein, ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung zu erbringen, um im Arbeitsbereich der WfbM beschäftigt zu werden.

Im Arbeitsbereich findet der behinderte Mensch einen regelmäßigen Arbeitsplatz. Eine WfbM sollte über ein möglichst breites Angebot an Arbeitsplätzen verfügen, um jedem Behinderten die Möglichkeit zu geben, je nach Art und Schwere der Behinderung, Eignung und Neigung sowie seiner Leistungsfähigkeit gefördert zu werden.

Eine angemessene Beteiligung der behinderten Mitarbeiter in den seinen Interessen berührenden Angelegenheiten der WfbM ist schon allein aus den gesetzlichen Grundlagen abzuleiten. Über die Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO) wird dieses Recht dem Werkstattrat übertragen, der sich für die Dauer von jeweils zwei Jahren aus gewählten Vertretern der verschiedenen Arbeitsbereichen zusammensetzt, und seinerseits den Werkstattsprecher und seinen Vertreter bestimmt.

Die Zusammenarbeit von Eltern, Betreuern und Werkstatt steht unter der Prämisse der gemeinsamen Aufgabe in der Förderung geistig behinderter Menschen.

Die Eltern - in analoger Übertragung auch die Mitarbeiter in den Wohnbereichen der Stiftung - haben im allgemeinen umfangreiche Kenntnisse über die Besonderheiten und den Werdegang ihrer erwachsenen Kinder. Dieses Erfahrungswissen ist von hohem Wert und ergänzt das Spezialwissen des Fachmannes in der Arbeit vor Ort. Das Engagement der betroffenen Eltern, die ein besonderes Interesse für die Belange ihrer Kinder - aber darüber hinaus auch allgemein für behinderte Menschen zeigen - ist für die Arbeit der Werkstatt eine wertvolle Hilfe.

Als Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Eltern, Betreuern und Werkstatt bieten sich darüber hinaus im Alltag der Werkstattarbeit an:
- informative Besuche der Eltern und Betreuer in der Werkstatt,
- das offene fallbezogene Gespräch,
- gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen zum gegenseitigen Kennen lernen und
- gemeinsame Beteiligungen an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen der Werkstatt.
Über dieses Zusammenwirken soll in der WfbM das Leben und Arbeiten kontinuierlich weiterentwickelt werden.


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Stiftung Eben-Ezer, Diakonie für ein Leben in Vielfalt, Lemgo