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Sozialpolitisches Forum "Soziale Balance als Voraussetzung für eine inklusive Gesellschaft" 16.11.2012

Am 13. November fand um 16:00 Uhr die Veranstaltung "Soziale Balance als Voraussetzung für eine inklusive Gesellschaft" mit den Referenten Dr. Frank-Walter Steinmeier und Walter Wüllenweber im Kirchlichen Zentrum der Stiftung Eben-Ezer statt. Die Veranstaltung war – kurz vor dem großen Weihnachtsmarkt am 1. Dezember – das letzte große Ereignis des mit großen Ereignissen prall gefüllten Jubiläumsjahres.
Dr. Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und Freund der Stiftung Eben-Ezer, hat vor zehn Jahren die Agenda 2010 mit auf den Weg gebracht. Ein Aspekt in seinem Vortrag waren die Herausforderungen an die Gesellschaft, die sich unter dem Druck der Finanzkrise noch verstärkt haben.
Der renommierte und mehrfach ausgezeichnete Journalist Wüllenweber beschäftigt sich vorwiegend mit gesellschaftspolitischen Themen vor allem von Randgruppen und analysiert, was den gesellschaftlichen Kitt stärkt oder zersetzt. Vor kurzem erschien von ihm das Buch "Die Asozialen", in dem er die provozierende These aufstellt, dass Ober- und Unterschicht als zwei Schichten zu identifizieren seien, die sich zunehmend in verschiedenen Aspekten angleichen und sich gleichzeitig von der bürgerlichen Mitte entfernen. .
Im voll besetzten Kirchlichen Zentrum, rund 300 Personen hatten sich angemeldet, darunter viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kirche, begrüßte der Theologische Direktor Pastor Hermann Adam die Referenten und Gäste. Auf dem Podium hatten außer Frank-Walter Steinmeier und Walter Wüllenweber auch Udo Zippel, Kaufmännischer Direktor der Stiftung Eben-Ezer, Professor Dr. Dierk Starnitzke, Vorstandssprecher vom Wittekindshof, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feiert, und die Moderatorin Christine Förster Platz genommen.
Der Stern-Journalist Walter Wüllenweber war beeindruckt ob der Größe seines Publikums, wie er bemerkte. Auch sei es das erste Mal, dass er einen Vortrag von einer Kanzel hielte, dies sei schon eine etwas aufregende Erfahrung. Er fand aber schnell den Einstieg in sein außerordentlich spannendes, manchmal provokantes Referat: Schon immer habe er über die unteren Schichten berichtet, seit der Finanzkrise aber den Suchscheinwerfer um 180 Grad gedreht und auch die Oberen Zehntausend ins Visier genommen und dabei erstaunt fest gestellt: "Hier läuft es ja fast genauso wie in Essen-Katernberg!" Beide Schichten – die obere und die untere – hätten sich in ihren jeweiligen Parallelwelten abgeschottet und mieden den Kontakt zur Mittelschicht. Beide Schichten lebten von leistungsunabhängigen Einkommen, die Unterschicht von Transferleistungen des Staates, die Oberschicht von den eigenen Kapitalerträgen – zum Teil schon seit Generationen. Wüllenweber, der seinen Zivildienst in einer Einrichtung der Behindertenarbeit absolviert hat, konstatierte: "Ein wesentliches Merkmal der Unterschicht ist die Überforderung. Die Überforderung, an wesentlichen Bereichen der Gesellschaft teilzunehmen. Der deutsche Sozialstaat hat zwar die materielle Not beseitigt, aber bei der Teilhabe hapert es noch."
Wie Walter Wüllenweber sieht auch Dr. Frank.-Walter Steinmeier ein Auseinanderdriften der Gesellschaft. Dies dringe sogar bis in die Keimzelle, die Familie vor. "In den Familien gibt es keine Rituale, keine gemeinsamen Plätze mehr. Sogar vor dem Fernseher versammelt man sich nicht mehr, weil jeder seinen eigenen Bildschirm vor sich hat." Für ihn ist Bildung das Mittel der Wahl, mit dem eine Gesellschaft zusammen gehalten werden kann, mit dem die Schere zwischen arm und reich geschlossen werden kann. Bildung, die schon in der Kita beginnen sollte, denn "Altersarmut ist die Folge von Erwerbsarmut ist die Folge von Bildungsarmut", so Steinmeiers Formel. Er plädiert daher dafür, Mehrausgaben in den Ausbau des Bildungssystems zu stecken. Doch woher bei gebotenem Spardiktat die Mittel nehmen? "Der Spitzensteuersatz sollte nicht tabu sein", so Steinmeier. Dem geborenen Brakelsieker kam viel Sympathie entgegen und oftmals wurde er durch spontanen Applaus unterbrochen, so auch bei seiner sehr deutlichen Haltung zum Betreuungsgeld, das in seinen Augen zynisch und verantwortungslos sei und sofort wieder abgeschafft würde, wenn seine Partei die Regierungsverantwortung bekäme.
Grundsätzlich ist der SPD-Fraktionsvorsitzende der Überzeugung, dass, "wenn wir das Thema Soziale Balance nicht ernst nehmen, wird das Gefühl für das gemeinsame Ganze – einem Grundpfeiler der Demokratie - verloren gehen."
Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zwischen Podium und Plenum. Udo Zippel brachte das Thema Inklusion und frühkindliche Förderung zur Sprache: Kinder und auch die Eltern sollten in inklusiven Familienzentren einen verlässlichen Partner finden, der den Kindern schon im U3-Bereich eine maßgeschneiderte Förderung ermöglicht und für die Eltern ein Berater bei allen familiären Problemen ist, so wie es die integrativen Familienzentren der Stiftung schon seit längerem anbieten. Walter Kern als Vertreter des Kinderschutzbundes hielt dagegen, dass Kinder bis zum Alter von zwei Jahren die Möglichkeit haben sollten, von Vater oder Mutter zu Hause betreut zu werden. Schlussendlich war man sich in dem Punkt einig, dass eine inklusive Erziehung in Kitas und Schulen, die sich über alle religiösen, gesellschaftlichen, sprachlichen und gesundheitlichen Barrieren hinweg setzt, die beste Voraussetzung für eine umfassende Teilhabe des Einzelnen an der Gesellschaft ist.


Wladimir Naumez - Vom Zeichen zum Licht 13.11.2012

14.11.2012 - 28.02.2013
Ausstellungseröffnung am 13.11.2012 um 16.00 Uhr im Rahmen des sozialpolitischen Forums der Stiftung Eben-Ezer mit Dr. Frank-Walter Steinmeier.
Kirchliches Zentrum Neu Eben-Ezer Alter Rintelner Weg 32657 Lemgo.
Stiftung Eben-Ezer in Zusammenarbeit mit dem Sammler Dr.h.c. Lutz Teutloff.
Telefonische Anmeldung erforderlich unter 05261 - 215201 oder info@eben-ezer.de

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Bewegungsfest für Jugendliche mit schwersten Behinderungen 23.10.2012

Vor kurzem fand wieder das Bewegungsfest für schwerstbehinderte Schüler und Schülerinnen in der Sporthalle von Neu Eben-Ezer statt. Erstmals konnten die Jugendlichen bei dem alle zwei Jahre im Rahmen des Landessportfestes der Förderschulen mit dem Schwerpunkt "Geistige Entwicklung" statt findenden Event die tollen Möglichkeiten und die Ausstattung der neuen Zweifachsporthalle nutzen. Das Bewegungsfest ist für die Anforderungen und Bedürfnisse von schwerstbehinderten Kindern konzipiert. Balancieren, Schaukeln, Hüpfen oder einfach auf dem Air-Tramp, einem riesigen aufblasbaren Kissen, zu entspannen gehörten mit zum Programm. Außerdem konnte der große Snoezelenbereich der Stiftung im Haus Hohensonne genutzt werden. 42 Schüler und Schülerinnen der Topehlen-Schule im Alter von 6 bis 24 Jahren absolvierten von morgens bis mittags die vielen abwechslungsreichen Übungen und hatten großen Spaß dabei, diesen besonderen Schultag zusammen mit ihren Lehrern und weiteren Helfern zu verbringen.
Im Gegensatz zu den anderen Landessportfesten, die zentral an einem Ort statt finden, wird das Bewegungsfest in den rund 17 teilnehmenden Förderschulen individuell ausgetragen, teilweise in Kooperation. Die Topehlen-Schule führte das Bewegungsfest bereits zum dritten Mal durch.


Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besuchte Eben-Ezer 01.10.2012

Am 28. September besuchte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Stiftung Eben-Ezer, um sich mit dem Vorstand, Mitarbeitern und Bewohnern über die Entwicklungsmöglichkeiten der Stiftung, die Weiterentwicklung der Wohnangebote und den Aktionsplan der Landesregierung "Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv" auszutauschen.
Trotz der tagesaktuellen politischen Lage – die Nominierung von Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat und der Rücktritt von Kurt Beck waren gerade öffentlich geworden – nahm sich Hannelore Kraft zwei Stunden Zeit, in denen es nur um Eben-Ezer gehen sollte.
Es war sozusagen ein nachgeholter Geburtstagsbesuch, da die Ministerpräsidentin der Einladung zum Festakt im Mai, der anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Stiftung ausgerichtet wurde, nicht folgen konnte. Ein zweites Geburtstagskind konnte Frau Kraft gleich auf ihrer ersten Station bei dem Rundgang über das Gelände von Neu Eben-Ezer beglückwünschen. Der Bewohner Fritz Paul, der in einer erst kürzlich in Dienst gestellten Wohnanlage am Volkeningweg lebt, feierte an diesem Tag seinen 71. Geburtstag. Im Gespräch mit der Ministerpräsidentin berichtete er von der Wohn- und Lebensqualität in der hellen barrierefreien Wohnanlage. Herr Paul und elf weitere Bewohnerinnen und Bewohner leben hier seit Herbst vergangenen Jahres und genießen die Vorzüge eines eigenen Zimmers mit dazugehörendem Bad und direktem Zugang in den Garten.
Anders stellt sich die Situation im Haus Hohensonne dar, das die Ministerpräsidentin im Anschluss besuchte. In dem Haus, Baujahr 1981, leben schwerst- und mehrfach behinderte Menschen mit besonderem Assistenzbedarf in nicht mehr zeitgemäßen Wohneinheiten. Hier richteten sich das ganze Interesse und die Aufmerksamkeit der Ministerpräsidentin auf die Bewohner und insbesondere auf die Mitarbeiter, die diese schwierige Aufgabe tagtäglich und mit viel Engagement leisten. Sie ließ sich von den Mitarbeitenden die Behinderungen einzelner Bewohner erläutern. Wichtig war der Ministerpräsidentin von den Mitarbeitenden zu erfahren, wie sie Kontakt zu den zum Teil nicht ansprechbaren Bewohnern halten, wie sie zum Beispiel das Belastende der Aufgabe verarbeiten können, ob sie es abends mit nach Hause nehmen, wie die Familie damit umgeht. "Alle Mitarbeiter, die hier die so wichtigen aber auch anstrengenden Aufgaben erfüllen, haben meine höchste Anerkennung", so Kraft im Kreise von Mitarbeitern und Bewohnern.
Der Besuch endete im Haus der Vielfalt, das die Ministerpräsidentin kennen lernen wolle, ist ihr doch die Leiterin des Cafés, Ina Meise-Laukamp, aus deren aktiver politischer Vergangenheit als Abgeordnete im NRW-Landtag sehr gut bekannt. In einer Gesprächsrunde im integrativen Café Vielfalt, an der außer dem Vorstand Pastor Hermann Adam und Udo Zippel auch Ina Meise- Laukamp, der Aufsichtsratsvorsitzende der Stiftung Wolfgang Stückemann, Lemgos Bürgermeister Dr. Reiner Austermann und die Landtagsabgeordneten Walter Kern und Dennis Maelzer teilnahmen bestand rund eine halbe Stunde lang die Möglichkeit, sich intensiv mit der Ministerpräsidentin auszutauschen. In einem Statement, das Hannelore Kraft kurz vor ihrer der Abfahrt der Presse gab, betonte sie die wichtige Aufgabe der Regierung, die Inklusion in Nordrhein-Westfalen voran zu bringen. "Das Café Vielfalt ist ein Beispiel dafür, mit wie viel Herzblut das Thema Inklusion betrieben werden kann", so Kraft.

Tag der offenen Hofmolkerei 30.09.2012

Am Sonntag, den 30.September, lädt die Stiftung von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr ein zum Tag der offenen Hofmolkerei mit Besichtigungen der modernen Anlage im Halbstundentakt auf dem Meierhof der Stiftung Eben-Ezer in der Buchenstraße 52 in Lemgo-Luherheide. In der 2009 modernisierten Hofmolkerei wird ausschließlich lippische Milch in reiner Bioqualität verarbeitet und unter der Regionalmarke Lippequalität in zahlreichen Lebensmittelmärkten im Kreis Lippe vermarktet . In der Hofmolkerei sind 6 behinderte Menschen beschäftigt, insgesamt arbeiten 30 Menschen mit Behinderungen auf dem Meierhof.
Das Meierhof Team bietet am 30. September außer interessanten Führungen durch Molkerei und Stallungen ein buntes Programm rund um die Milch und die Bio-Landwirtschaft der Stiftung. Ein Steichelzoo, Strohburg und Lippilotta freuen sich auf viele Kinder. Kartoffelverkostung, ein Bio-Kulinarium im Grünen und vieles mehr erwarten die Besucher für lebendige Eindrücke und Informationen zu regionaler, nachhaltiger und gesunder Vielfalt. Der Tag der offenen Hofmolkerei findet im Rahmen der Kampagne "Tag der Regionen 2012 " statt.

So wunderbar war unser Innenstadtfest 10.09.2012

Das Konzert der Gustav Peter Wöhler Band am 8. und das Innenstadtfest am 9. September waren ein voller Erfolg, der allen, die daran teilgenommen haben, noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Hier sehen Sie eine Bildauswahl der beiden Ereignisse

Und hier geht es zur Fotogalerie der Lippischen Landeszeitung Bilder LZ

Fotogalerie der Agentur sagner + heinze
Fotogarie von kik up media
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Endspurt zum Innenstadtfest am 8. und 9. September 24.08.2012

Vor über drei Jahren haben in verschiedenen Arbeitskreisen die Planungen begonnen, nun ist es in wenigen Tagen soweit. Am 8. und 9. September feiert die Stiftung mit Bürgern, Vereinen, sozialen Organisationen und Geschäftsleuten aus Lemgo ein großes Innenstadtfest. Viele Unterstützer wurden bei den Vorbereitungen mit einbezogen, die gute Kooperation mit der Stadt Lemgo und Lemgo Marketing erleichterte die Arbeit sehr und sorgte dafür, dass so manches Problem schnell und unbürokratisch aus dem Weg geräumt werden konnte. Viele Mitarbeiter der Stiftung waren intensiv mit der Gestaltung des Festablaufs beschäftigt, brachten Ideen, Zeit und Muskelkraft ein. Der "harte Kern", diejenigen, die als Vertreter ihres Bereichs die Aktivitäten koordinierten, startete symbolisch auf dem Alten Rintelner Weg zum Endspurt auf das Fest. Gut gelaunt und voller Vorfreude, denn das wird wirklich ein tolles Ereignis und eine würdige Krönung des 150-jährigen Jubiläums der Stiftung.

150 Jahre Stiftung Eben-Ezer: Wir feiern die Vielfalt des Lebens 14.08.2012

Am 9. September feiert Eben-Ezer als Veranstalter in Zusammenarbeit mit der Alten Hansestadt Lemgo und Lemgo Marketing ein großes Fest in der Lemgoer Innenstadt. Gemeinsam mit Eben-Ezer richten Vereine, Schulen, Kindertages-einrichtungen, öffentliche und soziale Organisationen, Geschäftsleute und Gastronomen aus Lemgo und Umgebung ein buntes, inklusives Fest aus. Die Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen und die Gemeinschaft aller Generationen stehen dabei im Mittelpunkt. Vor kurzem gab es dazu eine Pressekonferenz in der Alten Ratsstube der Alten Hansestadt Lemgo.
"Mit dem Fest für alle Generationen setzen wir ein kräftiges Zeichen für die Gemeinschaft behinderter und nicht behinderter Menschen und die Teilhabe der Menschen, die für ihr Leben ein Netz aus abgestimmten Diensten und Hilfen brauchen. Kinder haben ein feines Gespür für den Wert von Gemeinschaft, die sich auch aus der Fähigkeit ergibt, Vielfalt zu erkennen, zu achten und zu genießen. Wir haben Schul- und Kita-Kinder bereits Anfang des Jahres eingeladen, Bilder zum Thema Gemeinschaft zu malen und sind begeistert davon, wie sie das aufgegriffen haben", sagte Pastor Hermann Adam, Theologischer Direktor Eben-Ezer.

"Mit dem gemeinsamen Stadtfest anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Stiftung zeigen wir auch unsere Freude und unseren Stolz. Eben-Ezer ist ein Stück Lemgo und hier ist der gemeinsame Alltag behinderter und nicht behinderter Menschen vielleicht selbstverständlicher als anderswo. Das ist ein guter Grund, auch gemeinsam zu feiern", unterstrich Bürgermeister Dr. Reiner Austermann.
Anfang September bringt die Agentur Sagner und Heinze, die die Stiftung bei der Organisation des Festes unterstützt, die Fahnen über der Mittelstraße an. Eine bunte, vielfältige Einladung an alle, zum Stadtfest zu kommen. Der Stadtfestsonntag beginnt um 10:00 Uhr mit dem Glockenläuten von St. Nicolai zu einem Ökumenischen Gottesdienst auf dem Marktplatz. Die Festpredigt halten der Präses der Lippischen Synode Pastor Michael Stadermann und der Vorsitzende des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen Lippe Pastor Günther Barenhoff. Für den Gottesdienst haben die Kantorin der Stiftung Anna Ikramova und Landesposaunenwart Christian Kornmaul einen Projektchor ins Leben gerufen, an dem Lemgoer Stadtgemeinden und Eben-Ezer beteiligt ist. Auch der Schulchor des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums wirkt mit.




Schulabschlüsse in der Stiftung Eben-Ezer 12.07.2012

Berufskolleg der Stiftung Eben-Ezer verabschiedet starken Jahrgang

Am Berufskollegs der Stiftung Eben-Ezer erhielten 84 frisch gebackene Heilpädagogen und Heilerziehungspfleger am 5. Juni ihre Abschlusszeugnisse. Damit verabschiedete die Schule den bisher stärksten Jahrgang in ihrer fast 20-jährigen Geschichte .
"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst": Ausgehend von diesem Jesuswort lud Schulleiter Klaus Berger die Zuhörerinnen und Zuhörer in seiner Abschiedsrede, mit ihm gemeinsam über Selbstbestimmung und innere Selbstständigkeit nachzudenken. Dabei spannte er den gedanklichen Bogen von der Frage, was es bedeutet, sein Leben selbst zu bestimmen, bis zur Aufforderung, sich selbst zum Thema zu werden und sich um sich selbst zu kümmern.
In einer separaten Feierstunde einen Tag vor den Sommerferien begrüßte Bildungsgangleiter Karl-Heinz Elbracht die 52 Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschule für Heilerziehungshilfe und ihre Gäste.
In seinen Abschiedsworten beschäftigte Schulleiter Klaus R. Berger sich mit dem Thema Vertrauen. Vertrauen in das Berufskolleg der Stiftung Eben-Ezer haben offensichtlich auch die Schülerinnen und Schüler. 35 von ihnen bleiben der Schule treu, sie werden im kommenden Schuljahr ihre Ausbildung am Berufskolleg Eben-Ezer fortsetzen und den Abschluss als Heilerziehungspfleger anstreben. Die Feierstunde wurde von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 1a mitgestaltet, die ihre Beiträge unter das Motto "Heiteres und Nachdenkliches rund um Schule und Lernen" gestellt hatten. Dabei interpretierten sie Texte von Goethe, Brecht und Wilhelm Busch in einer eigenwilligen und nicht immer ganz ernst gemeinten Fassung.

Feierlicher Abschied der Topehlen-Schüler und Übergang ins Erwachsenenleben

15 Schülerinnen und Schüler der Förderschule der Stiftung Eben-Ezer mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung wurden jetzt feierlich verabschiedet. Für jeden der 15 jungen Erwachsenen hatte Schulleiter Klaus Hollmann einen persönlichen Beitrag vorbereitet. Die Schüler der Klassen, die noch auf dem Schulweg sind, begleiteten den Abschied der Absolventen musikalisch und tänzerisch. Eine Richtung für den Weg ins Arbeitsleben haben die meisten insofern schon, als die Abschlussklasse, die sogenannte Werkstufe, eng mit dem Berufsbildungsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen kooperiert und Praktika fest im Lehrplan verankert sind.



LiveDabei: Mit großem Vergnügen und bester Beteiligung ging das neunte Live Dabei über die Bühne in Alt Eben-Ezer an der Lageschen Straße 04.07.2012

Die letzten beiden Tage des Monats Juni gehörten LiveDabei. Vor neun Jahren hoben es die Wohnverbundleiter Wilfried Stock und Wolfgang Vogt das Open-Air-Musik-Event in Alt Eben-Ezer an der Lageschen Straße aus der Taufe, seitdem erfreut es sich wachsender Beliebtheit, nicht zuletzt, weil die Organisatoren ihren publikumsnahen Geschmack bei der Musikauswahl beweisen. Die Freunde des Schlagers und der eher volkstümlichen Klänge kamen ebenso auf ihre Kosten wie die des Blues. Die Band Blackout und Dieter Kropp, ein Meister des deutschsprachigen Blues, mit seiner Band zogen jeweils unterschiedliche Musikliebhaber an, auch das Lipperlandorchester am Samstagnachmittag hatte seine Fans. An beiden Tagen wurde vor der Bühne geschwoft und an den Buden und den locker gruppierten Tischen und Bänken geschlemmt und geschnackt. Ein Erfolg, der anspornt fürs nächste Mal, wenn es heißt 10 Jahre Live Dabei.

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Stiftung Eben-Ezer, Diakonie für ein Leben in Vielfalt, Lemgo