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Bilder vom Weihnachtsmarkt 30.11.2013

Der Weihnachtsmarkt 2013 war wieder ein Besuchermagnet. Hier finden Sie eine Bilderauswahl vom Markt, der traditionell am Samstag vor dem ersten Advent stattfindet.

Silber für das Ausbildungs-Ass Café Vielfalt 27.11.2013


Beim Wettbewerb der Wirtschaftsjunioren Deutschland für die besten Ausbildungsinitiativen hat das Café Vielfalt unter der Leitung von Ina Meise-Laukamp den zweiten Platz gewonnen. Das Café Vielfalt darf sich Ausbildungs-Ass 2013 nennen. Insgesamt hatten sich 185 Initiativen um die Auszeichnung beworben. Bis zur Preisverleihung am 25. November wussten Ina Meise-Laukamp und ihr Team nicht, ob sie Gold, Silber oder Bronze mit nach Hause nehmen würden. Gemeinsam mit Udo Zippel, Kaufmännischer Direktor der Stiftung, waren die beiden Auszubildenden Yvonne Schöpfer und Stefanie Diekmann mit Ina Meise-Laukamp nach Berlin gereist. Dort nahmen sie den mit 1.500 Euro dotierten Preis entgegen und wurden gemeinsam mit allen Preisträgern von Dr. Philipp Rösler,Link Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, geehrt. Mit auf dem Treppchen standen die Stiftung Fachkräfte für Brandenburg und die Wirtschaftsjunioren Memmingen-Unterallgäu.
Das Ausbildungs-Ass ist eine Auszeichnung der Initiative "Junge Wirtschaft" und besteht aus den Wirtschaftsjunioren Deutschland und den Junioren des Handwerks in Kooperation mit der INTER Versicherungsgruppe und dem Wirtschaftskurier. Der Preis wird in drei Kategorien verliehen. Ziel des Ausbildungs-Asses ist die Förderung und Anerkennung von herausragendem Engagement bei der Vorbereitung Jugendlicher auf das Berufsleben.
Im Café Vielfalt sind 16 Menschen beschäftigt, davon sechs mit einer geistigen Behinderung. Das Café Vielfalt überzeugte die Jury mit dem Konzept einer Ausbildung für junge Menschen, die es aufgrund ihres Lebenslaufes schwer haben, im Berufsleben Fuß zu fassen. Im Juli hatte sich Ina Meise-Laukamp um den Preis beworben, denn es gibt Ausbildungserfolge vorzuweisen. Jedes Jahr haben junge Menschen im Café Vielfalt die Möglichkeit, als Praktikantinnen und Praktikanten ins Berufsleben zu schnuppern und sich zu erproben. Durch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Förderschulen, Berufskollegs und Weiterbildungsträgern ist es möglich, vielen jungen Menschen Einblick in die Praxis zu geben. Viele kommen mit einem belasteten Lebenslauf. Einige haben schon verschiedene abgebrochene Versuche hinter sich. Mit einer Mehrheit von 90 Prozent der Praktikantinenn und Praktikanten ist es gelungen, zu einer pünktlichen und zuverlässigen Arbeitsweise zu kommen. Dies ist die Voraussetzung für Erfolgserlebnisse und Spaß an der Arbeit. Zwei ehemalige Praktikantinnen, die zuvor eine einjährige Einstiegsqualifizierung durchlaufen haben, sind nun Auszubildende: Eine junge Frau mit psychischer Beeinträchtigung qualifiziert sich seit September 2012 als Hauswirtschaftshelferin im Café Vielfalt. Alles deutet auf einen guten Abschluss hin. Eine weitere junge Frau mit Lernbehinderung ist erfolgreich in ihrer Ausbildung zur Fachfrau im Gastgewerbe. Möglich werden die Erfolge auch aufgrund der breiten Unterstützung durch das gesamte Team, zu dem auch ein Heilerziehungspfleger zählt, indem es die Auszubildenden neben dem lebhaften gastronomischen Betrieb mit betreut.
Udo Zippel, Ina Meise-Laukamp, Yvonne Schöpfer und Stefanie Diekmann freuen sich über die Anerkennung und natürlich auch über das Preisgeld. Udo Zippel: "Vor dreieinhalb Jahren haben wir mit dem Start des Café Vielfalt Neuland betreten. Wir waren sehr zuversichtlich, dass es gelingt, das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen noch ein bisschen selbstverständlicher zu machen, als es in Lemgo ohnehin schon der Fall ist. Das Café Vielfalt gehört heute zum lebendigen Stadtbild. Wir sind stolz, dass es gelungen ist, Menschen, die es nicht leicht haben, hier eine berufliche Perspektive, einen qualifizierten Arbeitsplatz und damit Teilhabe und Würde zu geben. Die offizielle Wahrnehmung in Berlin durch die Jury und den Minister ist eine große Bestätigung, auf diesem Weg weiter zu gehen. Wir wollen die vorhandenen Netzwerke stärken und mit unseren Partnern die Ausbildung junger Menschen weiter fördern. Im Café Vielfalt wird ein Stück Inklusion gelebt. Darauf sind wir stolz."

Langjährige Zugehörigkeit zur Diakonie gewürdigt: 15.11.2013

24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden für 25 Jahre Arbeit in der Diakonie von Landesdiakoniepfarrer Gerhard-Wilhelm Brand und Stiftungsvorstand Pastor Dr. Bartolt Haase geehrt.

Die Jubilare aus den verschiedenen Stiftungsbereichen waren in Begleitung ihrer Angehörigen und nächsten Vorgesetzten zu ihrer Feierstunde ins Kirchliche Zentrum Neu Eben-Ezer gekommen.

Pastor Haase bezog sich in seiner Begrüßung auf den Erzähler Sir James Matthew Barrie, von dem Peter Pan stammt. "Gott schenkt uns Erinnerungen, damit wir Rosen haben im Dezember." Zu echten Rosen gehören auch Dornen. Haase wünschte den Jubilaren, dass ihre Erinnerungen an ihre Arbeit aber vor allem von Farben, Fröhlichkeit und Schönem geprägt sein mögen.

Pastor Brand nahm in seiner Ansprache vor der Verleihung die Jahreslosung 2013 auf: "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." (Hebräer 13,14)


Die Freundschaft zählt : Die Kinderoper Brundibár hatte Premiere . Am 11. und 12. 11. um 18:00 Uhr zwei weitere Aufführungen 12.11.2013

Zwei begeistert aufgenommene Aufführungen der Kinderoper Brundibár fanden am Wochenende in Lemgo statt: Die Premiere in der Kirche St.Marien und eine weitere Aufführung im Kirchlichen Zentrum der Stiftung Eben-Ezer hatten ein großes Publikum. Bevor die knapp 40minütige Oper über die Bühne ging, erinnerten Bürgermeister Dr. Reiner Austermann und der Vorstand der Stiftung Pastor Dr. Haase und Udo Zippel an die Reichspogromnacht im Jahr 1938, mit der die Nazis ihren Vernichtungswillen gegen das jüdische Volk in die Tat umsetzten.

Am 11.November um 18:00 Uhr wird die Kinderoper um 18:00 im Engelbert-Kaempfer-Gymnasium aufgeführt und am 12. November ebenfalls um 18:00 Uhr Grabbe-Gymnasium in Detmold. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Kinderoper Brundibár: vier Aufführungen um den 9. November 30.10.2013


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"Lobt ihn mit Posaunen…" 14.10.2013

60-jähriges Jubiläum des Posaunenchors
Mit Bedacht hatten die Mitglieder des Posaunenchors des Stiftung Eben-Ezer den Termin für den Festgottesdienst zur Feier seines 60-jährigen Bestehens auf das Erntedankfest gelegt. Denn das, was einen solchen Jubiläums-Festtag ausmacht, lässt sich in diese zwei Worte fassen: Ernte und Dank.
Es war ein schönes Bild: Der von den Landwirten festlich geschmückte Erntedankaltar in der Kirche Neu Eben-Ezer, wie jedes Jahr ein Bild der Fülle. Seitlich davor die Bläserinnen und Bläser, die zu Ehren des Geburtstagskinds aus ganz Lemgo gekommen waren und zusammen einen beeindruckend großen und klanggewaltigen Chor bildeten, geleitet von Landesposaunenwart Christian Kornmaul.
Ernte und Dank waren die Themen, die sich in Wort und Lied durch den ganzen Gottesdienst zogen: "Alle gute Gabe kommt her von Gott, dem HERRN. Drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn."
Pastor Dr. Bartolt Haase nahm in seiner Predigt das Gründungsjahr des Posaunenchores als Ausgangspunkt: 1953, das Jahr, in dem Königin Elizabeth die II. inthronisiert wurde, zum ersten Mal ein Mensch den Mount Everest bestieg, in der DDR am 17. Juni das Volk aufbegehrte – und in Lemgo der Posaunenchor gegründet wurde! Der Mount Everest ist im Laufe der Jahre von vielen Menschen bestiegen worden, die DDR gibt es nicht mehr. Lediglich die Queen und der Posaunenchor haben noch Bestand.
60 Jahre Posaunenchor, das ist Ernte: Unzählige Ständchen bei Geburtstagen, Jubiläen und Beerdigungen, zahlreiche festliche Gottesdienste, hunderte Kilometer im Auto auf dem Weg durch ganz Lippe, das sind schöne und manchmal anstrengende Proben – vor allem aber sind es Menschen, einige davon seit Jahrzehnten dem Chor treu verbunden. So ist Heinz-Wilhelm Depping in der langen Geschichte des Chores erst der dritte Chorleiter, ein gutes Zeichen der Beständigkeit.
60 Jahre – das sind auch Menschen, von denen der Chor Abschied nehmen musste. So wurde an diesem Tag besonders der beiden verstorbenen Mitglieder Walter Holzkämper und Walter Wecker gedacht.
Von der Erinnerung und dem Gedenken nicht zu trennen ist der Dank, sichtbar gemacht durch die Gaben des Erntedankaltars: "Es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott." Dank für all das, was Gott zum Wachsen, Gedeihen und Gelingen dazu tut. Dank auch für seine Begleitung in schweren Zeiten. Und, nicht zuletzt, für Gemeinschaft und Verbundenheit, die beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen im Wirtschaftsgebäude spürbar waren. Annelie Witter, langjährige Obfrau des Posaunenchores, hatte neben aller Vorbereitung im Hintergrund die Tische liebevoll herbstlich dekoriert. Langjährige Wegbegleiter des Chores waren der Einladung gefolgt und tauschten bei Speis und Trank Erinnerungen aus. Auch hier durfte der Dank nicht fehlen und wurde vom Vorstand, von Pfarrer Ernst-August Korf, von Annelie Witter und Heinz-Wilhelm Depping noch einmal deutlich ausgesprochen.
Damit dieser besondere Tag noch lange nachklingt, hatte sich der Vorstand ein schönes Geschenk ausgedacht: Jede Bläserin und jeder Bläser bekam ein Heft mit den gebundenen Erinnerungen in Wort und Bild an 60 Jahre Posaunenchor Eben-Ezer. Natürlich verbunden mit dem Wunsch, dass noch viele Bilder und Erinnerungen dazu kommen!
Fotos: Andreas Leber, Lemgo

So schön war unser Jahresfest 20.09.2013

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Viele Menschen strömten am 15. September auf das Gelände von Neu Eben-Ezer. Ein Jahr nach dem großen Innenstadtfest, mit dem die Stiftung mitten in Lemgo mit vielen Unterstützern und Tausenden Besuchern ihr 150-jähriges Jubiläum gefeiert hat, fand das 151. Jahresfest nun wieder am vertrauten Ort statt. Das Programm war bunt mit vielen großen und kleinen Aktionen für große und kleine Besucher: ein Flohmarkt mit dem Motto "Was noch gut ist", Kreativ-Angebote wie Graffity zum Mitmachen, eine riesige Hüpfburg, Ponyreiten, Bobby-Car-Rennen, Segways, Bogenschießen, Märchenerzähler und vieles mehr. Der Beginn wurde um 10:00 Uhr mit einem musikalischen Festgottesdienst in der Kirche St. Marien eingeläutet, an dem viele Menschen aus Eben-Ezer mitwirkten. Die Musik kam auch während des Festes nicht zu kurz: der Posaunenchor der Stiftung, die Big-Band des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums, ein Ensemble der Karla-Raveh-Gesamtschule und die Band StoppRock der Topehlen-Schule standen auf dem Programm. Das Theater-Musical "Warum bin ich auf der Welt?" wurde bereits am Freitag vor dem Jahresfest im Kirchlichen Zentrum aufgeführt und am Sonntag während des Jahresfestes wiederholt. Kinder und Jugendliche der Stiftung Eben-Ezer haben es unter Anleitung er Theaterpädagogin Christel Brüning nach dem Bilderbuch "Die große Frage" selbst erarbeitet. Das ebenso fröhliche wie nachdenklich stimmende Stück hat die Lebenserfahrung junger Leute zum Inhalt. Es geht um Vertrauen, Freundschaft, Lebensfreude, aber auch um den Tod. Unterstützt wurden die Schauspieler vom Chor der Topehlen-Schule unter Leitung von Lehrerin Chrsitane Humpert.
Im roten Trakt der Topehlen-Schule wechselten sich derweil die Märchenerzähler der Stiftung, erst vor kurzem hat eine Gruppe Mitarbeitende eine dementsprechende Ausbildung absolviert, mit der Präsentation von traditionellen und modernen Märchen aus aller Welt ab. Kinder und auch viele Erwachsene lauschten gebannt den lebendig vorgetragenen Geschichten. Ein besonderes Highlight war der Auftritt der Mitglieder der Gruppe "Heiden Spektakel". Die Mittelalterfans hatten im Eingangsbereich von Neu Eben-Ezer vor dem Kesselhaus ein uriges Lager, wie sie zur Zeit unserer Altvorderen üblich waren, aufgeschlagen und demonstrierten in typischen Gewändern und in alter Sprache sehr lebensecht das damalige Lagerleben. Eine sehr alte Flechttechnik, das Finger-Loopen, wurde gezeigt und konnte ausprobiert werden. Ein Feuerspucker führte sein Können vor, ein Ritter präsentierte stolz seine Waffen und erklärte die Rüstung, die damals im Kampf getragen wurde. "Ein Kettenhemd, wie ich es trage, wiegt rund 40 Kilo. Es zu tragen ist ein tolles Gefühl – wenn man sich daran gewöhnt hat", sagte er dem erstaunten Publikum.
Als Moderator und Walking Act hatten die Organisatoren Rapunzel verpflichtet, die samt Zopf und Turm und in Begleitung eines weiblichen Prinzen auf dem Gelände unterwegs war und schwatzend mit den Leuten in Kontakt trat. Rapunzel wurde von dem Schauspieler Matthias Mawick vom Stelzentheater Bielefeld dargestellt. Eine skurrile Performance, die bei großen und kleinen Gästen sehr gut ankam und für viele Lacher sorgte.
Das traditionelle Fußballspiel "Bewohner gegen Mitarbeiter" am Ende des Festes ging unentschieden aus (3:3).


"Was gut ist" – 151. Jahresfest der Stiftung Eben-Ezer 15.09.2013

Ein Jahr nach dem großen Innenstadtfest, mit dem die Stiftung mitten in Lemgo mit vielen Unterstützern und Tausenden Besuchern ihr 150-jähriges Jubiläum gefeiert hat, findet das 151. Jahresfest nun wieder auf dem Gelände von Neu Eben-Ezer statt.
Das Programm ist bunt und bietet viele große und kleine Aktionen für große und kleine Besucher: ein Flohmarkt mit dem Motto "Was noch gut ist", Kreativ-Angebote wie Graffity zum Mitmachen, eine riesige Hüpfburg, Ponyreiten, Bobby-Car-Rennen, Segways, Bogenschießen, Märchenerzähler und vieles mehr. Der Beginn wird um 10:00 Uhr mit einem musikalischen Festgottesdienst in der Kirche St. Marien eingeläutet, an dem viele Menschen aus Eben-Ezer mitwirken. Die Musik kommt auch während des Festes nicht zu kurz: der Posaunenchor der Stiftung, die Big-Band des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums, ein Ensemble der Karla-Raveh-Gesamtschule und die Band StoppRock der Topehlen-Schule stehen auf dem Programm. Das Theater-Musical "Warum bin ich auf der Welt?" wird bereits am Freitag vor dem Jahresfest um 18:00 Uhr im Kirchlichen Zentrum aufgeführt und am Sonntag während des Jahresfestes um 14:00 Uhr wiederholt. Kinder und Jugendliche der Stiftung Eben-Ezer haben es unter Anleitung einer Theaterpädagogin nach dem Bilderbuch "Die große Frage" selbst erarbeitet. Der Eintritt ist frei.
Die offizielle Eröffnung erfolgt um 12:30 Uhr durch den Theologischen Vorstand Pastor Dr. Bartolt Haase. Die Stände sind schon ab 11:00, die Essstationen ab 11:30 Uhr geöffnet.

Download Flyer Einladung zum Jahresfest(363 KB)

"Wir machen Demokratie barrierefrei" 04.09.2013

Bundestagskandidaten stellen sich den Fragen von Menschen mit Behinderungen

Demokratie BarrierefreiMit großem Interesse erwarteten am 04.09.2013 ca. 100 Gäste die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Lippe I zu der Veranstaltung "Wir machen Demokratie barrierefrei". Diese hatten sich auf Einladung des Werkstattrates der Werkstatt für behinderte Menschen der Stiftung Eben-Ezer zusammengefunden, um ihre Programme Menschen mit Behinderung in leichter Sprache näherzubringen. Dazu stellten sich alle 5 Kandidaten den Fragen der Menschen mit Behinderung (u.a. der Stiftung Eben-Ezer und der Lebenshilfe Lemgo).
In der 2 Stunden dauernden Veranstaltung, die der Leiter der Werkstatt, Markus Toepffer, moderierte, beantworteten sie Fragen von "Wie sehen Sie den Stand der Inklusion?" über "Was sind ihre Aufgaben im Bundestag?" bis hin zu "Vor der Wahl werden viele Versprechungen gemacht, warum werden diese danach nicht gehalten?".
Mit viel Engagement und Aussagen wie "Ja, wir müssen Dampf machen" und "Inklusion ist das Normalste der Welt" vertraten die Kandidaten ihre Meinung in leichter Sprache und ernteten dafür viel Applaus und oft auch Zustimmung von den Zuhörern. Auch schwierige Themen, wie z.B. die Energiewende, Mindestlohn, Haushaltspolitik und der Syrienkonflikt wurden von den Kandidaten aufgegriffen und verständlich erklärt.
Koalitionsfähig über alle anwesenden Parteien waren die Antworten zu einer Frage, die aus Sicht der behinderten Mitarbeiter besonders wichtig ist: Wie sehen Sie die Zukunft der Werkstätten? Deren Notwendigkeit wurde einhellig und auch deutlich bejaht. Ihre Wertschätzung und Anerkennung der Arbeitsleistung der behinderten Mitarbeiter in den Werkstätten brachten alle Podiumsteilnehmer mehrfach zum Ausdruck.
Zusammenfassend sagte Herr Bleiß (Vorsitzender des Werkstattrates): Das war super. Wir haben viel verstanden. Das müssen wir wieder machen.



Doppelter Grund zur Freude: Abschlusszeugnisse an der Topehlen-Schule und im Berufskolleg der Stiftung Eben-Ezer 25.07.2013

In der Topehlen-Schule erhielten 18 Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlusszeugnisse, im Berufskolleg hielten 79 fertig ausgebildete Fachkräfte in Heilerziehungshilfe und Heilerziehungspflege ihren erfolgreichen Abschluss in Händen.
Topehlen-Schulrektor Klaus Hollmann stellte alle Absolventen einzeln mit einem augenzwinkernden Profil vor, das die Klassenlehrer vorbereitet hatten. Christoph Steinke dankte mit einer Rede, in der er keinen seiner Lehrer vergaß, dafür "dass Sie mich so gut gefördert haben". Der junge Mann lebt bereits in seiner eigenen Wohnung und wird ambulant betreut. Er wechselt nach der Schulentlassung mit vielen Mitabsolventen in den Berufsbildungsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen. Für die meisten steht auch ihr künftiges Zuhause im Wohnbereich für Erwachsene der Stiftung bereits fest. Vorfreude auf das Kommende aber auch Abschiedswehmut war beim Lehrerkollegium ebenso wie den Schülerinnen und Schülern zu merken.
Was kommt jetzt? Was ist mir wichtig für mein Leben. Die große Frage "Warum bin ich auf der Welt" beschäftigte 15 Jugendliche der Stiftung in einer Szenencollage, die sie mit der Theaterpädagogin Christl Brüning erarbeitet hatten. Mit phantasievollen Requisiten, witzigen Beamerspots und professionell wirkender Lichttechnik ging eine hinreißende, mal lustige, mal nachdenkliche Szenenfolge der Sinnfrage nach (Bildergalerie siehe unten). Der Schulchor mit allen Altersgruppen und begleitet von Percussioninstrumenten und Gitarren sorgte für einen flotten musikalischen Rahmen. Der Leiterin Christiane Humpert wurde ebenso wie dem technischen Leiter der Aufführung Dietmar Grascha, hauptberuflich Hausmeister in der Topehlen-Schule und im Berufskolleg, mit einem Blumenstrauß von Vorstand Pastor Dr. Haase gedankt. Bevor sich Haase in das fröhliche Gruppenfoto einreihte, sagte er: "Hier kann man erleben wie Gemeinschaft wunderbar gestaltet wird."
In seiner Rede für die Absolventen der Klassen Heilerziehungshilfe und Heilerziehungspflege und deren Angehörige in der voll besetzten Aula des Berufskollegs betonte der neue Theologische Direktor Eben-Ezers die Verantwortung der Stiftung für gute Strukturen bei der Ausbildung und der Gestaltung der Arbeitsverhältnisse. Die Verantwortung für gute Bedingungen und der harte Wettbewerb im sozialen Sektor sorge für eine permanente Herausforderung. Eine gute Orientierung und Motivation, diese zu bestehen, gebe die Erinnerung an christliche Grundlagen und an den Reichtum, den Gott schenkt. Rektor Klaus R. Berger und die Klassenlehrer gaben ihren Studierenden mit Beiträgen voller Erinnerungen an intensive Jahre und vorausblickenden Betrachtungen ihre guten Wünsche mit auf den Weg: "Die Schule macht nicht immer glücklich, aber sie ist der Schlüssel zu einem geglückten Leben", sagte Lehrerin Dagmar Brand, die ihrer Klasse neben den Abschlusszeugnissen auch Briefe aushändigte, die jede Studierende und jeder Studierende zu Beginn der Ausbildung mit den persönlichen Erwartungen und Zielen an sich selbst geschrieben hatte. Die Musik bildete auch im Berufskolleg einen festlichen Rahmen. Mit starken Stimmen legten Lehrerin Theda Austermann und ihre Kollegin Birgit Roeske mit Marlin Lennier und Jonatan Göldner viel Gefühl in ihre Vorträge am E-Piano. Ein schöner Zufall: In beiden Entlassfeiern wurden Lieder mit dem Refrain Shalom gesungen, dem hebräischen Segenswort mit den Bedeutungen Friede, Heilsein, Unversehrtheit, Glück und Wohlbefinden.
Besonders geehrt wurden Heilerziehungspfleger Matthias Peters und Heilerziehungspflegerin Larissa Zerr sowie Marcel Arff und Ida Brand vom Ausbildungsgang Heilerziehungshilfe für ihre 1 vor dem Komma beim Notendurchschnitt. Marcel Arff und Ida Brand werden sich weiter zur Heilerziehungspflegerin bzw. zum Heilerziehungspfleger qualifizieren. Berufskollegleiter Klaus R. Berger, sein Stellvertreter Reinhold Meyring sowie die weitere Mitglieder des Kollegiums Dr. Martin Humburg, Bianca Knappe und Dagmar Brand freuen sich mit ihnen.


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Stiftung Eben-Ezer, Diakonie für ein Leben in Vielfalt, Lemgo