Joachim Nauhauser, kaufmännischer Direktor der Stiftung Eben-Ezer vertrat die Lemgoer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung bei diesem ersten Zusammentreffen.
Alte Kronen, Brücken und Füllmaterial, die der Zahnarzt entfernen muss, können noch einen guten Zweck erfüllen. In manchen steckt ein wertvoller Kern: echtes Gold, und das steht zur Zeit besonders hoch im Kurs. "Ein Gramm Altgold bringt auf dem Markt 20 bis 30 Euro", weiß Sandra Wendschuh. Die Zahnarzthelferin hat zusammen mit ihren Kolleginnen Nina Böger, Nicole Bödeker, Larissa Harder und Barbara Ober ein Jahr lang alle Zahnersatzteile gesammelt, die in der Praxis ihres Chefs Dr. Kornel Lindemann anfielen. "Natürlich haben wir die Patienten gefragt, alle haben zugestimmt – der Erlös ist ja auch für einen guten Zweck", so Wendschuh. Gold im Gegenwert von 4.300 Euro war das Resultat der Sammlung. Diese Summe spendete Dr. Lindemann kurz vor Weihnachten jeweils zur Hälfte dem SOS-Kinderdorf Lippe und der Stiftung Eben-Ezer. Antonius Grothe, Leiter des SOS-Kinderdorfs: "Wir möchten den Kindern, die in unseren Dörfern leben, einen ganz normalen, geregelten Alltag bieten, in dem sie geschützt aufwachsen können. Rund 30 Prozent unserer Ausgaben sind nicht durch Entgeltsätze gedeckt und werden durch Spenden finanziert. Diese Summe ist daher ein ganz besonders schönes Weihnachtsgeschenk, das wir sinnvoll einsetzen werden." Pastor Hermann Adam, Vorstand der Stiftung Eben-Ezer, freute sich sehr über dieses Extrabudget, das er für seine Herzensangelegenheit, die Kulturarbeit mit Kindern, einsetzen will. "Mir fallen da gleich tausend Dinge ein: integrative Zirkus- und Theaterprojekte, Angebote im musischen und kunsthandwerklichen Bereich und vieles mehr. Im kulturellen Tun liegt eine heilende Wirkung, die sich zwar nur indirekt und ganz allmählich aber umso stärker auf die Persönlichkeitsbildung und das Selbstbewusstsein auswirkt."
Zwei Wochen nach der Feier ihres 20-jährigen Jubiläums besuchten acht Mitarbeiterinnen der Schlesischen Diakonie aus Cesky Tesin (Tschechische Republik) vom 20. bis 24. November die Stiftung Eben-Ezer. Die Schlesische Diakonie ist vom Standard her maßgeblich für die Arbeit mit behinderten Menschen in Tschechien. Einige Mitglieder der Delegation kannten die Stiftung bereits von früheren Besuchen, für andere war alles ganz neu. Die Gruppe setzte sich aus Mitarbeiterinnen aus Verwaltung, Schule, Werkstatt und Heimbereich zusammen. Schon im Vorfeld war großes Interesse an der Arbeit der Topehlen-Schule und der Werkstatt für behinderte Menschen geäußert worden. So enthielt das dreitägige Programm neben dem Gottesdienstbesuch und einer Eben-Ezer-Rundfahrt am Sonntag sowohl Hospitationen in beiden Bereichen, als auch Informations- und Diskussionsrunden über Themen, die in Eben-Ezer gerade gerade auf der Tagesordnung stehen wie zum Beispiel neue Entwicklungen im Wohnbereich oder Möglichkeiten der Integration durch kulturelle Aktivitäten. In diesen Informationsrunden entwickelten sich sehr schnell lebhafte Gespräche – nicht zuletzt ermöglicht durch die souveränen Übersetzungsleistungen von Pastor Miroslav Danys, dem Osteuropabeauftragten der Lippischen Landeskirche und Sona Kantorova, tätig im Projektmanagement der Schlesischen Diakonie. In den Gesprächen wurde deutlich, dass beide Einrichtungen einiges voneinander lernen können.
Der TBV Lemgo und die Stiftung Eben-Ezer beziehen in diesem Jahr erstmals eine gemeinsame Kläschenhütte. Direkt vor dem Ballhaus auf dem Marktplatz von Lemgo werden kulinarische Leckereien, Utensilien des TBV und Glühwein in extra für diesen Anlass entworfenen TBV-Bechern angeboten. Mit Chili con Carne und vegetarischer Tomatensuppe trifft die HAUS DER VIELFALT-Chefin Ina Meise-Laukamp sicher den Geschmack vieler Kläschenbesucher. "Bei dieser Kälte braucht der Mensch etwas Warmes", ist sie sich sicher. Regelmäßig werden aktive und ehemalige Spieler des TBV den Stand besuchen und Autogramme geben oder sich den Fragen der Fans stellen. Die Erlöse dieser Aktion werden der Integrativen Sportgemeinschaft ISG Eben-Ezer und der Handballjugend des TBV gespendet.