
Behinderte Menschen gehörten in die Mitte der Gesellschaft, das ist die Botschaft, die über die neue Wohnanlage gestellt werden kann. Unser Ziel ist es, dass Lippe in Sachen Lebensqualität für behinderte Menschen die Nase vorn hat", so Wilhelm Brinkmann, Leiter des Stiftungsbereichs Wohnen der Stiftung Eben-Ezer beim Richtfest der neuen Wohnanlage, die in knapp einem Jahr in Detmolds Boelckestraße fertig gestellt sein soll. Im Februar 2009 wurde der erste Spatenstich gesetzt und trotz einiger Baupausen, die dem langen und harten Winter geschuldet waren, war man in der letzten Woche so weit, dass der Richtkranz gehisst und der Grundstein gelegt werden konnte.

Die Wohnanlage wurde vom Team des Lemgoer Architekturbüros Brand für Menschen mit geringem bis mittlerem Hilfebedarf konzipiert. Die Anlage besteht aus verschiedenen Wohngebäuden, die sich um eine innere Grünfläche gruppieren. Im Eingangsgebäude sind die Räume der Förderstätte, der Mehrzweck- und der Hobbyraum sowie ein Büro zusammengefasst. Von dem inneren Vorplatz gelangen die Bewohner und Besucher bequem über offene Fußwege durch die Grünanlage zu ihren Wohnungen. Der Weg bis zum Baubeginn war

allerdings nicht ohne Stolpersteine, wie der Kaufmännische Direktor der Stiftung Udo Zippel bemerkte. "Die erste Hürde war der Bebauungsplan, der nur eine eingeschossige Bauweise vorsah – sehr ungewöhnlich für Wohnheime dieser Art. Aber dennoch: Entstanden ist eine sehr individuelle und im besten Sinne ungewöhnliche Wohnstätte."