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Helfende Zuwendung im Namen Gottes 30.11.2012

Kronenkreuzverleihung in der Stiftung Eben-Ezer
25 Jahre Zugehörigkeit zur Diakonie, dafür steht das Goldene Kronenkreuz. 30 Mitarbeitende der Stiftung Eben-Ezer konnten es vor kurzem von Landespfarrerin Renate Niehaus sowie dem Vorstand der Stiftung Pastor Hermann Adam und Udo Zippel entgegen nehmen. Die hohe Zahl kommentierte die Landespfarrerin beeindruckt: "So viele ausgezeichnete Mitarbeiter an einem Tag, das erlebt man selten." Pastor Hermann Adam hielt eine kurze Ansprache, in der er deutlich machte, wofür die kleine Anstecknadel vergeben wurde: "Ihr langjähriger Einsatz ist ein wertvolles Geschenk für diejenigen, die im Namen Gottes helfende Zuwendung erfahren haben."
Im feierlichen Rahmen waren die Jubilare, viele in Begleitung von Angehörigen und der nächsten Vorgesetzten, im Kirchlichen Zentrum von Neu Eben-Ezer zusammen gekommen, um diesen besonderen Lebensabschnitt zu feiern. Ilse-Lore Thamm und Reinhard Skiba, die schon seit vierzig Jahren ehrenamtlich und beruflich in diakonischen Diensten tätig sind, erhielten eine vom obersten Diakoniechef Johannes Stockmeier unterzeichnete Ehrenurkunde. "Ich habe das vorhin mal überschlagen, das sind rund 15.000 Tage", bemerkte Reinhard Skiba, der sich auf seinen Anfang nächsten Jahres beginnenden Ruhestand freuen kann. Renate Niehaus hielt eine kurze Andacht und dankte den Geehrten für ihr jahrzehntelanges Eintreten für die gute Sache: "Sie sind alle Engel, die für die gute Sache eintreten. Das sollten Sie für sich in Anspruch nehmen!"
Folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden geehrt:
Dirk Belke, Karin Brosewski, Edith Damerau, Katrin Decher, Annette Haferung, Karsten Haferung, Anja Hollstein, Annegret Jungeblut, Anke Kaschubowski, Kurt Kawohl, Rüdiger Kentsch, Silke Knöner, Reinhard Kuhlemann, Veronika Lempa, Irmtraud Müller, Susanne Müller, Cäcilia Ober, Volker Preuß, Andreas Reese, Christiane Reuter-Schewe, Petra Schmidt, Kerstin Sieker, Reinhard Skiba, Lena Slabon, Bettina Strate, Michael Sterna, Ilse-Lore Thamm, Marion Thiel, Heike Woywood, Reinhard Ziel, Manuela Zoschke.


Eben-Ezer stellt Festschrift zum Jubiläum vor 22.11.2012

Rund drei Pfund ist sie schwer, in attraktivem Grün – der Logo-Farbe Eben-Ezers – erscheint die frisch aus der Druckerpresse gelieferte Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum der diakonischen Stiftung Eben-Ezer. "Für ein Leben in Vielfalt" so lautet der Titel und der Untersatz "Historische Einblicke und Einsichten in 150 Jahre Stiftung Eben-Ezer (1862-2012)" macht deutlich, um welch großen, geschichtsträchtigen Zeitraum es sich handelt. Die Gründung des Kaiserreichs, zwei Weltkriege, die große Inflation der 1920er Jahre und das NS-Regime sind nur einige der Herausforderungen, mit denen die Verantwortlichen konfrontiert waren.
Im Fokus der Festschrift stehen die zeitspezifische Wahrnehmung und Pflege von geistig und seelisch behinderten Menschen. Die Festschrift fußt auf gründlichem Quellenstudium und räumt mit mancher Legende auf. Sie beleuchtet nicht nur die Geschichte der Stiftung, sondern auch die soziale Frage in Lippe, die mit den politischen Vorgängen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland eng zusammenhängt. Den größten Teil der Arbeit, dieses 399 Seiten umfassende Werk zu erstellen, leistete der Bielefelder Historiker und Archivar der Stiftung Dr. Frank Konersmann. Neben ihm sind sieben weitere Autoren/innen, darunter aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie Gastautoren wie der Leiter des Lemgoer Museums Jürgen Scheffler mit Beiträgen vertreten.
Der Vorstand der Stiftung hatte 2008 beschlossen, das Jubiläumsjahr zum Anlass zu nehmen, die geschichtlichen Zusammenhänge, in denen die Arbeit Eben-Ezers für behinderte Menschen ihre Anfänge genommen und durch die Zeiten hindurch ihre heutige Gestalt gefunden hat, zu erschließen und Dr. Konersmann mit dieser Aufgabe zu betrauen. Mit der Festschrift, die gleichsam als Chronik verstanden werden kann, ist ihm dieser Brückenschlag eindrücklich gelungen.
"Wir sind dankbar für diese profunde wissenschaftliche Arbeit. Es hat uns überzeugt, wie Dr. Konersmann unser Anliegen aufnehmen und umsetzen konnte, die 150-jährige Geschichte Eben-Ezers in gründlicher Weise in den Kontext der Zeitgeschichte, der Sozialgeschichte, der Kirchen- und Glaubensgeschichte und der Diakoniegeschichte einzuordnen", so Pastor Hermann Adam, Theologischer Direktor.
"Die Festschrift bietet die Grundlage für weiter führende Diskussionen. Sie weist auft offene Fragen hin und lädt dazu ein, an dem einen oder anderen Punkt tiefer zu bohren", gab der Kaufmännische Vorstand Udo Zippel im Rahmen eines Pressegesprächs zu bedenken. Zum Beispiel sei der Aspekt "Hunger in Zeiten des Zweiten Weltkrieges", und was dieser Lebensumstand für so genannte "Unheilbare" bedeutete, auch für Eben-Ezer noch nicht abschließend erforscht.
Mit spannenden Beispielen gelingt es mit diesem Werk, den großen historischen Bogen von der Anfangszeit bis heute zu spannen. Dabei zeigte sich, dass die beiden Strömungen, von denen einer der Stiftungsgründer Simon August Topehlen geprägt war, nämlich die Erweckungsbewegung und der pädagogische Philanthropismus, gerade in dieser Kombination als Katalysatoren für ein soziales Denken und Handeln dienten. Diese machten die Entwicklung der Stiftung erst möglich.
Dr. Konersmann, der zu Beginn der über vier Jahre dauernden Forschungsarbeiten nur auf eine sehr dünne Quellenlage bauen konnte, machte sich mit wissenschaftlichem Eifer an die Sisyphosarbeit der Aktensichtung und Aktenerschließung. Das Archiv der Stiftung Eben-Ezer, das Stadtarchiv von Lemgo und das Staatsarchiv Detmold gaben nach und nach ein Puzzleteil nach dem anderem frei, bis sich ganz allmählich ein stabiles Gerüst an Daten heraus bildete, auf das er bauen konnte. "Die Niederschrift begann erst Anfang 2012, dann aber unter Volldampf. Das Käuzchen war zuletzt mein einziger Begleiter durch die Nacht", so Dr. Konersmann schmunzelnd. Wichtig ist ihm der Hinweis auf die ergebnisoffene Herangehensweise :"In der Festschrift geht es auch um die Vermittlung eines historischen Blickes, d.h. die Leser sollen möglichst ein Gefühl für die Bedingtheit und die Zusammenhänge der Vorgänge entwickeln, die einen Abstand zu eindeutiger Kategorisierung und Bewertungen herstellen. Dennoch ist natürlich nicht alles relativ, sondern es werden auch Fakten angeführt, die eine Beurteilung erlauben. Aber wir liefern keine in Stein gemeißelten Wahrheiten, andere Sichtweisen sind möglich und erwünscht." Außerdem weist er auf die außerordentlich hohe Qualität des Bildmaterials hin, die sich erst nach einer professionellen Bearbeitung einstellte. Einige der ausdrucksstark inszenierten Bilder wurden so noch nie veröffentlicht. Nach Ansicht Pastor Adams gehört die Festschrift in das Bücherregal jedes an Geschichte interessierten Lippers, sie dient aber auch als Arbeits- und Diskussionsgrundlage für Mitarbeiter, Interessierte und Partner. Und Pastor Adam fügt hinzu: "Wir halten hier ein Standardwerk in den Händen, das nicht nur für Lemgo und Lippe Relevanz hat, sondern im Bestand aller einschlägigen Fachbibliotheken gelistet werden wird".
Die Festschrift "Für ein Leben in Vielfalt" ist im Verlag für Regionalgeschichte erschienen und findet sich im Verzeichnis der hiesigen Bibliotheken und Archive. Die Festschrift kostet 24,00 Euro und ist im Buchhandel sowie in der Öffentlichkeitsarbeit und an der Pforte der Stiftung in Neu Eben-Ezer erhältlich. Am 1. Dezember beim Weihnachtsmarkt steht Dr. Frank Konersmann selbst am Büchertisch und beantwortet gern Fragen zur Geschichte.


Weiteres Verfahren zum Standort Ostschule 20.11.2012

Der Rat der Alten Hansestadt Lemgo hat am 10.10.2011 den einstimmigen Beschluss gefasst, das Budget für das Produkt Schulen schrittweise bis 2015 durch Aufgabe von Schulstandorten um 340 T Euro zu reduzieren. Für den Schulstandort Ostschule der Schulen am Schloss wurde dabei eine Bestandsgarantie bis 2014 beschlossen.
Der Schulausschuss hat am 25.10.2012 neben dem Beschluss zur Aufnahme von Verhandlungen mit der Stiftung Eben-Ezer die Verwaltung beauftragt, die Schulentwicklungsplanung anlassbezogen fortzuschreiben und das Planungsbüro zu bitten, die Absicht der Stiftung Eben-Ezer zur Gründung einer Grundschule mit inklusivem Unterrichtsangebot alternativ für den Standort Neu Eben-Ezer und den Standort Ostschule zu berücksichtigen.
Nach Vorlage der Ergebnisse ist nach Diskussion in Schulausschuss und Hauptausschuss möglichst zeitnah zu entscheiden, ob der städtische Schulstandort Ostschule weitergeführt oder aufgegeben wird.
Für den Fall der Aufgabe ist von der Stiftung Eben-Ezer zu entscheiden, ob sie den Standort für die Weiterentwicklung ihres Schulangebots durch Gründung einer Grundschule mit inklusivem Unterricht übernehmen wird oder dies, wie ursprünglich geplant, am Standort Neu Eben-Ezer realisieren wird.

Sozialpolitisches Forum "Soziale Balance als Voraussetzung für eine inklusive Gesellschaft" 16.11.2012

Am 13. November fand um 16:00 Uhr die Veranstaltung "Soziale Balance als Voraussetzung für eine inklusive Gesellschaft" mit den Referenten Dr. Frank-Walter Steinmeier und Walter Wüllenweber im Kirchlichen Zentrum der Stiftung Eben-Ezer statt. Die Veranstaltung war – kurz vor dem großen Weihnachtsmarkt am 1. Dezember – das letzte große Ereignis des mit großen Ereignissen prall gefüllten Jubiläumsjahres.
Dr. Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und Freund der Stiftung Eben-Ezer, hat vor zehn Jahren die Agenda 2010 mit auf den Weg gebracht. Ein Aspekt in seinem Vortrag waren die Herausforderungen an die Gesellschaft, die sich unter dem Druck der Finanzkrise noch verstärkt haben.
Der renommierte und mehrfach ausgezeichnete Journalist Wüllenweber beschäftigt sich vorwiegend mit gesellschaftspolitischen Themen vor allem von Randgruppen und analysiert, was den gesellschaftlichen Kitt stärkt oder zersetzt. Vor kurzem erschien von ihm das Buch "Die Asozialen", in dem er die provozierende These aufstellt, dass Ober- und Unterschicht als zwei Schichten zu identifizieren seien, die sich zunehmend in verschiedenen Aspekten angleichen und sich gleichzeitig von der bürgerlichen Mitte entfernen. .
Im voll besetzten Kirchlichen Zentrum, rund 300 Personen hatten sich angemeldet, darunter viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kirche, begrüßte der Theologische Direktor Pastor Hermann Adam die Referenten und Gäste. Auf dem Podium hatten außer Frank-Walter Steinmeier und Walter Wüllenweber auch Udo Zippel, Kaufmännischer Direktor der Stiftung Eben-Ezer, Professor Dr. Dierk Starnitzke, Vorstandssprecher vom Wittekindshof, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feiert, und die Moderatorin Christine Förster Platz genommen.
Der Stern-Journalist Walter Wüllenweber war beeindruckt ob der Größe seines Publikums, wie er bemerkte. Auch sei es das erste Mal, dass er einen Vortrag von einer Kanzel hielte, dies sei schon eine etwas aufregende Erfahrung. Er fand aber schnell den Einstieg in sein außerordentlich spannendes, manchmal provokantes Referat: Schon immer habe er über die unteren Schichten berichtet, seit der Finanzkrise aber den Suchscheinwerfer um 180 Grad gedreht und auch die Oberen Zehntausend ins Visier genommen und dabei erstaunt fest gestellt: "Hier läuft es ja fast genauso wie in Essen-Katernberg!" Beide Schichten – die obere und die untere – hätten sich in ihren jeweiligen Parallelwelten abgeschottet und mieden den Kontakt zur Mittelschicht. Beide Schichten lebten von leistungsunabhängigen Einkommen, die Unterschicht von Transferleistungen des Staates, die Oberschicht von den eigenen Kapitalerträgen – zum Teil schon seit Generationen. Wüllenweber, der seinen Zivildienst in einer Einrichtung der Behindertenarbeit absolviert hat, konstatierte: "Ein wesentliches Merkmal der Unterschicht ist die Überforderung. Die Überforderung, an wesentlichen Bereichen der Gesellschaft teilzunehmen. Der deutsche Sozialstaat hat zwar die materielle Not beseitigt, aber bei der Teilhabe hapert es noch."
Wie Walter Wüllenweber sieht auch Dr. Frank.-Walter Steinmeier ein Auseinanderdriften der Gesellschaft. Dies dringe sogar bis in die Keimzelle, die Familie vor. "In den Familien gibt es keine Rituale, keine gemeinsamen Plätze mehr. Sogar vor dem Fernseher versammelt man sich nicht mehr, weil jeder seinen eigenen Bildschirm vor sich hat." Für ihn ist Bildung das Mittel der Wahl, mit dem eine Gesellschaft zusammen gehalten werden kann, mit dem die Schere zwischen arm und reich geschlossen werden kann. Bildung, die schon in der Kita beginnen sollte, denn "Altersarmut ist die Folge von Erwerbsarmut ist die Folge von Bildungsarmut", so Steinmeiers Formel. Er plädiert daher dafür, Mehrausgaben in den Ausbau des Bildungssystems zu stecken. Doch woher bei gebotenem Spardiktat die Mittel nehmen? "Der Spitzensteuersatz sollte nicht tabu sein", so Steinmeier. Dem geborenen Brakelsieker kam viel Sympathie entgegen und oftmals wurde er durch spontanen Applaus unterbrochen, so auch bei seiner sehr deutlichen Haltung zum Betreuungsgeld, das in seinen Augen zynisch und verantwortungslos sei und sofort wieder abgeschafft würde, wenn seine Partei die Regierungsverantwortung bekäme.
Grundsätzlich ist der SPD-Fraktionsvorsitzende der Überzeugung, dass, "wenn wir das Thema Soziale Balance nicht ernst nehmen, wird das Gefühl für das gemeinsame Ganze – einem Grundpfeiler der Demokratie - verloren gehen."
Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zwischen Podium und Plenum. Udo Zippel brachte das Thema Inklusion und frühkindliche Förderung zur Sprache: Kinder und auch die Eltern sollten in inklusiven Familienzentren einen verlässlichen Partner finden, der den Kindern schon im U3-Bereich eine maßgeschneiderte Förderung ermöglicht und für die Eltern ein Berater bei allen familiären Problemen ist, so wie es die integrativen Familienzentren der Stiftung schon seit längerem anbieten. Walter Kern als Vertreter des Kinderschutzbundes hielt dagegen, dass Kinder bis zum Alter von zwei Jahren die Möglichkeit haben sollten, von Vater oder Mutter zu Hause betreut zu werden. Schlussendlich war man sich in dem Punkt einig, dass eine inklusive Erziehung in Kitas und Schulen, die sich über alle religiösen, gesellschaftlichen, sprachlichen und gesundheitlichen Barrieren hinweg setzt, die beste Voraussetzung für eine umfassende Teilhabe des Einzelnen an der Gesellschaft ist.


Wladimir Naumez - Vom Zeichen zum Licht 13.11.2012

14.11.2012 - 28.02.2013
Ausstellungseröffnung am 13.11.2012 um 16.00 Uhr im Rahmen des sozialpolitischen Forums der Stiftung Eben-Ezer mit Dr. Frank-Walter Steinmeier.
Kirchliches Zentrum Neu Eben-Ezer Alter Rintelner Weg 32657 Lemgo.
Stiftung Eben-Ezer in Zusammenarbeit mit dem Sammler Dr.h.c. Lutz Teutloff.
Telefonische Anmeldung erforderlich unter 05261 - 215201 oder info@eben-ezer.de

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Bewegungsfest für Jugendliche mit schwersten Behinderungen 23.10.2012

Vor kurzem fand wieder das Bewegungsfest für schwerstbehinderte Schüler und Schülerinnen in der Sporthalle von Neu Eben-Ezer statt. Erstmals konnten die Jugendlichen bei dem alle zwei Jahre im Rahmen des Landessportfestes der Förderschulen mit dem Schwerpunkt "Geistige Entwicklung" statt findenden Event die tollen Möglichkeiten und die Ausstattung der neuen Zweifachsporthalle nutzen. Das Bewegungsfest ist für die Anforderungen und Bedürfnisse von schwerstbehinderten Kindern konzipiert. Balancieren, Schaukeln, Hüpfen oder einfach auf dem Air-Tramp, einem riesigen aufblasbaren Kissen, zu entspannen gehörten mit zum Programm. Außerdem konnte der große Snoezelenbereich der Stiftung im Haus Hohensonne genutzt werden. 42 Schüler und Schülerinnen der Topehlen-Schule im Alter von 6 bis 24 Jahren absolvierten von morgens bis mittags die vielen abwechslungsreichen Übungen und hatten großen Spaß dabei, diesen besonderen Schultag zusammen mit ihren Lehrern und weiteren Helfern zu verbringen.
Im Gegensatz zu den anderen Landessportfesten, die zentral an einem Ort statt finden, wird das Bewegungsfest in den rund 17 teilnehmenden Förderschulen individuell ausgetragen, teilweise in Kooperation. Die Topehlen-Schule führte das Bewegungsfest bereits zum dritten Mal durch.


Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besuchte Eben-Ezer 01.10.2012

Am 28. September besuchte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Stiftung Eben-Ezer, um sich mit dem Vorstand, Mitarbeitern und Bewohnern über die Entwicklungsmöglichkeiten der Stiftung, die Weiterentwicklung der Wohnangebote und den Aktionsplan der Landesregierung "Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv" auszutauschen.
Trotz der tagesaktuellen politischen Lage – die Nominierung von Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat und der Rücktritt von Kurt Beck waren gerade öffentlich geworden – nahm sich Hannelore Kraft zwei Stunden Zeit, in denen es nur um Eben-Ezer gehen sollte.
Es war sozusagen ein nachgeholter Geburtstagsbesuch, da die Ministerpräsidentin der Einladung zum Festakt im Mai, der anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Stiftung ausgerichtet wurde, nicht folgen konnte. Ein zweites Geburtstagskind konnte Frau Kraft gleich auf ihrer ersten Station bei dem Rundgang über das Gelände von Neu Eben-Ezer beglückwünschen. Der Bewohner Fritz Paul, der in einer erst kürzlich in Dienst gestellten Wohnanlage am Volkeningweg lebt, feierte an diesem Tag seinen 71. Geburtstag. Im Gespräch mit der Ministerpräsidentin berichtete er von der Wohn- und Lebensqualität in der hellen barrierefreien Wohnanlage. Herr Paul und elf weitere Bewohnerinnen und Bewohner leben hier seit Herbst vergangenen Jahres und genießen die Vorzüge eines eigenen Zimmers mit dazugehörendem Bad und direktem Zugang in den Garten.
Anders stellt sich die Situation im Haus Hohensonne dar, das die Ministerpräsidentin im Anschluss besuchte. In dem Haus, Baujahr 1981, leben schwerst- und mehrfach behinderte Menschen mit besonderem Assistenzbedarf in nicht mehr zeitgemäßen Wohneinheiten. Hier richteten sich das ganze Interesse und die Aufmerksamkeit der Ministerpräsidentin auf die Bewohner und insbesondere auf die Mitarbeiter, die diese schwierige Aufgabe tagtäglich und mit viel Engagement leisten. Sie ließ sich von den Mitarbeitenden die Behinderungen einzelner Bewohner erläutern. Wichtig war der Ministerpräsidentin von den Mitarbeitenden zu erfahren, wie sie Kontakt zu den zum Teil nicht ansprechbaren Bewohnern halten, wie sie zum Beispiel das Belastende der Aufgabe verarbeiten können, ob sie es abends mit nach Hause nehmen, wie die Familie damit umgeht. "Alle Mitarbeiter, die hier die so wichtigen aber auch anstrengenden Aufgaben erfüllen, haben meine höchste Anerkennung", so Kraft im Kreise von Mitarbeitern und Bewohnern.
Der Besuch endete im Haus der Vielfalt, das die Ministerpräsidentin kennen lernen wolle, ist ihr doch die Leiterin des Cafés, Ina Meise-Laukamp, aus deren aktiver politischer Vergangenheit als Abgeordnete im NRW-Landtag sehr gut bekannt. In einer Gesprächsrunde im integrativen Café Vielfalt, an der außer dem Vorstand Pastor Hermann Adam und Udo Zippel auch Ina Meise- Laukamp, der Aufsichtsratsvorsitzende der Stiftung Wolfgang Stückemann, Lemgos Bürgermeister Dr. Reiner Austermann und die Landtagsabgeordneten Walter Kern und Dennis Maelzer teilnahmen bestand rund eine halbe Stunde lang die Möglichkeit, sich intensiv mit der Ministerpräsidentin auszutauschen. In einem Statement, das Hannelore Kraft kurz vor ihrer der Abfahrt der Presse gab, betonte sie die wichtige Aufgabe der Regierung, die Inklusion in Nordrhein-Westfalen voran zu bringen. "Das Café Vielfalt ist ein Beispiel dafür, mit wie viel Herzblut das Thema Inklusion betrieben werden kann", so Kraft.

Tag der offenen Hofmolkerei 30.09.2012

Am Sonntag, den 30.September, lädt die Stiftung von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr ein zum Tag der offenen Hofmolkerei mit Besichtigungen der modernen Anlage im Halbstundentakt auf dem Meierhof der Stiftung Eben-Ezer in der Buchenstraße 52 in Lemgo-Luherheide. In der 2009 modernisierten Hofmolkerei wird ausschließlich lippische Milch in reiner Bioqualität verarbeitet und unter der Regionalmarke Lippequalität in zahlreichen Lebensmittelmärkten im Kreis Lippe vermarktet . In der Hofmolkerei sind 6 behinderte Menschen beschäftigt, insgesamt arbeiten 30 Menschen mit Behinderungen auf dem Meierhof.
Das Meierhof Team bietet am 30. September außer interessanten Führungen durch Molkerei und Stallungen ein buntes Programm rund um die Milch und die Bio-Landwirtschaft der Stiftung. Ein Steichelzoo, Strohburg und Lippilotta freuen sich auf viele Kinder. Kartoffelverkostung, ein Bio-Kulinarium im Grünen und vieles mehr erwarten die Besucher für lebendige Eindrücke und Informationen zu regionaler, nachhaltiger und gesunder Vielfalt. Der Tag der offenen Hofmolkerei findet im Rahmen der Kampagne "Tag der Regionen 2012 " statt.

So wunderbar war unser Innenstadtfest 10.09.2012

Das Konzert der Gustav Peter Wöhler Band am 8. und das Innenstadtfest am 9. September waren ein voller Erfolg, der allen, die daran teilgenommen haben, noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Hier sehen Sie eine Bildauswahl der beiden Ereignisse

Und hier geht es zur Fotogalerie der Lippischen Landeszeitung Bilder LZ

Fotogalerie der Agentur sagner + heinze
Fotogarie von kik up media
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Endspurt zum Innenstadtfest am 8. und 9. September 24.08.2012

Vor über drei Jahren haben in verschiedenen Arbeitskreisen die Planungen begonnen, nun ist es in wenigen Tagen soweit. Am 8. und 9. September feiert die Stiftung mit Bürgern, Vereinen, sozialen Organisationen und Geschäftsleuten aus Lemgo ein großes Innenstadtfest. Viele Unterstützer wurden bei den Vorbereitungen mit einbezogen, die gute Kooperation mit der Stadt Lemgo und Lemgo Marketing erleichterte die Arbeit sehr und sorgte dafür, dass so manches Problem schnell und unbürokratisch aus dem Weg geräumt werden konnte. Viele Mitarbeiter der Stiftung waren intensiv mit der Gestaltung des Festablaufs beschäftigt, brachten Ideen, Zeit und Muskelkraft ein. Der "harte Kern", diejenigen, die als Vertreter ihres Bereichs die Aktivitäten koordinierten, startete symbolisch auf dem Alten Rintelner Weg zum Endspurt auf das Fest. Gut gelaunt und voller Vorfreude, denn das wird wirklich ein tolles Ereignis und eine würdige Krönung des 150-jährigen Jubiläums der Stiftung.

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Stiftung Eben-Ezer, Diakonie für ein Leben in Vielfalt, Lemgo