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150 Jahre Stiftung Eben-Ezer: Wir feiern die Vielfalt des Lebens 14.08.2012

Am 9. September feiert Eben-Ezer als Veranstalter in Zusammenarbeit mit der Alten Hansestadt Lemgo und Lemgo Marketing ein großes Fest in der Lemgoer Innenstadt. Gemeinsam mit Eben-Ezer richten Vereine, Schulen, Kindertages-einrichtungen, öffentliche und soziale Organisationen, Geschäftsleute und Gastronomen aus Lemgo und Umgebung ein buntes, inklusives Fest aus. Die Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen und die Gemeinschaft aller Generationen stehen dabei im Mittelpunkt. Vor kurzem gab es dazu eine Pressekonferenz in der Alten Ratsstube der Alten Hansestadt Lemgo.
"Mit dem Fest für alle Generationen setzen wir ein kräftiges Zeichen für die Gemeinschaft behinderter und nicht behinderter Menschen und die Teilhabe der Menschen, die für ihr Leben ein Netz aus abgestimmten Diensten und Hilfen brauchen. Kinder haben ein feines Gespür für den Wert von Gemeinschaft, die sich auch aus der Fähigkeit ergibt, Vielfalt zu erkennen, zu achten und zu genießen. Wir haben Schul- und Kita-Kinder bereits Anfang des Jahres eingeladen, Bilder zum Thema Gemeinschaft zu malen und sind begeistert davon, wie sie das aufgegriffen haben", sagte Pastor Hermann Adam, Theologischer Direktor Eben-Ezer.

"Mit dem gemeinsamen Stadtfest anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Stiftung zeigen wir auch unsere Freude und unseren Stolz. Eben-Ezer ist ein Stück Lemgo und hier ist der gemeinsame Alltag behinderter und nicht behinderter Menschen vielleicht selbstverständlicher als anderswo. Das ist ein guter Grund, auch gemeinsam zu feiern", unterstrich Bürgermeister Dr. Reiner Austermann.
Anfang September bringt die Agentur Sagner und Heinze, die die Stiftung bei der Organisation des Festes unterstützt, die Fahnen über der Mittelstraße an. Eine bunte, vielfältige Einladung an alle, zum Stadtfest zu kommen. Der Stadtfestsonntag beginnt um 10:00 Uhr mit dem Glockenläuten von St. Nicolai zu einem Ökumenischen Gottesdienst auf dem Marktplatz. Die Festpredigt halten der Präses der Lippischen Synode Pastor Michael Stadermann und der Vorsitzende des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen Lippe Pastor Günther Barenhoff. Für den Gottesdienst haben die Kantorin der Stiftung Anna Ikramova und Landesposaunenwart Christian Kornmaul einen Projektchor ins Leben gerufen, an dem Lemgoer Stadtgemeinden und Eben-Ezer beteiligt ist. Auch der Schulchor des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums wirkt mit.




Schulabschlüsse in der Stiftung Eben-Ezer 12.07.2012

Berufskolleg der Stiftung Eben-Ezer verabschiedet starken Jahrgang

Am Berufskollegs der Stiftung Eben-Ezer erhielten 84 frisch gebackene Heilpädagogen und Heilerziehungspfleger am 5. Juni ihre Abschlusszeugnisse. Damit verabschiedete die Schule den bisher stärksten Jahrgang in ihrer fast 20-jährigen Geschichte .
"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst": Ausgehend von diesem Jesuswort lud Schulleiter Klaus Berger die Zuhörerinnen und Zuhörer in seiner Abschiedsrede, mit ihm gemeinsam über Selbstbestimmung und innere Selbstständigkeit nachzudenken. Dabei spannte er den gedanklichen Bogen von der Frage, was es bedeutet, sein Leben selbst zu bestimmen, bis zur Aufforderung, sich selbst zum Thema zu werden und sich um sich selbst zu kümmern.
In einer separaten Feierstunde einen Tag vor den Sommerferien begrüßte Bildungsgangleiter Karl-Heinz Elbracht die 52 Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschule für Heilerziehungshilfe und ihre Gäste.
In seinen Abschiedsworten beschäftigte Schulleiter Klaus R. Berger sich mit dem Thema Vertrauen. Vertrauen in das Berufskolleg der Stiftung Eben-Ezer haben offensichtlich auch die Schülerinnen und Schüler. 35 von ihnen bleiben der Schule treu, sie werden im kommenden Schuljahr ihre Ausbildung am Berufskolleg Eben-Ezer fortsetzen und den Abschluss als Heilerziehungspfleger anstreben. Die Feierstunde wurde von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 1a mitgestaltet, die ihre Beiträge unter das Motto "Heiteres und Nachdenkliches rund um Schule und Lernen" gestellt hatten. Dabei interpretierten sie Texte von Goethe, Brecht und Wilhelm Busch in einer eigenwilligen und nicht immer ganz ernst gemeinten Fassung.

Feierlicher Abschied der Topehlen-Schüler und Übergang ins Erwachsenenleben

15 Schülerinnen und Schüler der Förderschule der Stiftung Eben-Ezer mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung wurden jetzt feierlich verabschiedet. Für jeden der 15 jungen Erwachsenen hatte Schulleiter Klaus Hollmann einen persönlichen Beitrag vorbereitet. Die Schüler der Klassen, die noch auf dem Schulweg sind, begleiteten den Abschied der Absolventen musikalisch und tänzerisch. Eine Richtung für den Weg ins Arbeitsleben haben die meisten insofern schon, als die Abschlussklasse, die sogenannte Werkstufe, eng mit dem Berufsbildungsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen kooperiert und Praktika fest im Lehrplan verankert sind.



LiveDabei: Mit großem Vergnügen und bester Beteiligung ging das neunte Live Dabei über die Bühne in Alt Eben-Ezer an der Lageschen Straße 04.07.2012

Die letzten beiden Tage des Monats Juni gehörten LiveDabei. Vor neun Jahren hoben es die Wohnverbundleiter Wilfried Stock und Wolfgang Vogt das Open-Air-Musik-Event in Alt Eben-Ezer an der Lageschen Straße aus der Taufe, seitdem erfreut es sich wachsender Beliebtheit, nicht zuletzt, weil die Organisatoren ihren publikumsnahen Geschmack bei der Musikauswahl beweisen. Die Freunde des Schlagers und der eher volkstümlichen Klänge kamen ebenso auf ihre Kosten wie die des Blues. Die Band Blackout und Dieter Kropp, ein Meister des deutschsprachigen Blues, mit seiner Band zogen jeweils unterschiedliche Musikliebhaber an, auch das Lipperlandorchester am Samstagnachmittag hatte seine Fans. An beiden Tagen wurde vor der Bühne geschwoft und an den Buden und den locker gruppierten Tischen und Bänken geschlemmt und geschnackt. Ein Erfolg, der anspornt fürs nächste Mal, wenn es heißt 10 Jahre Live Dabei.

Open-Air Festival LiveDabei am 29. und 30. Juni 19.06.2012














Hier können Sie den Flyer herunterladen

150 Jahre Stiftung Eben-Ezer: Festakt zum Jubiläum 11.05.2012

Das Jubiläumsjahr begann mit einer vierteiligen Vortragsreihe zu historischen Themen rund um die Stiftung Eben-Ezer, die sich regen Zuspruchs erfreute. Ein "doppelter" Höhepunkt des Jubiläumsjahres fand mit dem Symposion am 10. Mai und dem großen Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Stiftung Eben-Ezer am 11. Mai statt.
Das Symposion stand unter der Überschrift "Wozu brauchen wir eine Geschichte der Diakonie?" und stellte die Aufarbeitung der Geschichte Eben-Ezers in einen größeren geschichtlichen Zusammenhang, der zwei Weltkriege, die Nazizeit und die Wiedervereinigung mit einschließt.
Rund 300 Personen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kirche - darunter viel PRominenz - waren der Einladung zum Festakt gefolgt.
Begrüßt wurden sie vom Vorstand und von einigen Bewohnern der Stiftung. Zum ersten Mal wurde in diesem Rahmen der extra für das Jubiläumsjahr produzierte Film "Dankbarer Dienst an Gottes Geschöpfen" gezeigt. Der Film gibt einen Blick auf die Menschen und Arbeit in der Stiftung, zeigt Erfolge aber auch Herausforderungen: "Oft begegnen uns noch Unwissenheit, Ängste und Barrieren gegenüber Menschen mit Behinderungen. Weitere Arbeit ist nötig, um die Rechte von behinderten Menschen in der Gesellschaft zu sichern", erklärt da Pastor Adam im Gespräch mit dem bekannten Journalisten Manfred Breuckmann.
Manfred Breuckmann, der die Stiftung schätzt und gerne unterstützt, moderierte auch den Festakt sehr lebendig und unterhaltsam.
Den Festvortrag hielt der Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier zum Thema "Fülle des Lebens – diakonische Antworten auf lebendige Verheißung" . Lemgo und Eben-Ezer gehörten prägend in seine Lebensgeschichte, so der Diakoniepräsident. In den sechziger Jahren ist er hier zur Schule gegangen. Mit seiner Tante Ursula Ohnsorg, die lange Jahre Musiklehrerin an der Topehlen-Schule war, ist er oft in Eben-Ezer gewesen und mit den Bewohnern in Berührung gekommen und "in das hineingewachsen, was heute ein Gesichtspunkt in dem großen Thema Inklusion ist."
In Gesprächsrunden mit Gästen, darunter die NRW-Kinder- und Jugendministerin Ute Schäfer und der Direktor des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe Dr. Wolfgang Kirsch standen besonders die zukünftigen sozialpolitischen Herausforderungen im Mittelpunkt. Ute Schäfer betonte, dass sich die Wege von Kindern mit und ohne Behinderungen nach einer gemeinsamen Zeit in der integrativen Kita mit dem Eintritt in die Schule nicht trennen werden dürften: "Deswegen ist Inklusion so wichtig!" Dr. Wolfang Kirsch versicherte, dass es mit ihm keine Standardabsenkung in der Eingliederungshilfe geben werde. Allerdings machte er als Vertreter des Kostenträgers LWL auch deutlich, dass die steigenden Ausgaben geschultert werden müssten.
Lemgos Bürgermeister Dr. Reiner Austermann dankte Eben-Ezer mit sehr persönlichen Worten: "Wir sind froh und dankbar diese Stiftung mit ihrem segensreichen Wirken in den Mauern unserer Stadt zu wissen", und lud Pastor Adam ein, sich in das Goldene Buch der Stadt Lemgo einzutragen.
Farbe und Leben brachten die Kinder der Eben-Ezer-Kitas aus Barntrup auf die Bühne, die ein besonderes Tanzstück eingeübt hatten. Auch die filmischen Einspieler mit Grußworten von Beschäftigten und Mitarbeitern waren teils nachdenklich, teils amüsant. – aber auf jeden Fall kurzweilig, hier drei Beispiele:
Udo Zippel, Kaufmännischer Vorstand der Stiftung, dankte allen Mitarbeitenden, die sich heute wie in der Vergangenheit mit all ihrem Engagement für die Bewohner einsetzen und eingesetzt haben. Michael Groß, Beschäftigter in der Stiftungsküche, sagte, dass Eben-Ezer ihm viel beigebracht hätte und sein Chef immer sehr zufrieden mit ihm ist; Reinhard Skiba, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, wünscht der Stiftung und ihren Mitarbeitern: "Sollten wir für unsere Arbeit Lorbeeren ernten, sollten wir sie immer an der richtigen Stelle tragen und uns nicht darauf ausruhen."
Anna Ikramova und Jörg Riemann sorgten mit ihrem Dialog zwischen Orgel und Klavier für ein akustisches Zusammenspiel von alt und neu, wie es passender für den Jubiläumsfestakt nicht hätte sein können. Ein Dialog, der durch Sequenzen historischer und aktueller Fotos noch optisch verstärkt wurde.
Nach einem geistlichen Wort von Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann und einem gemeinsamen Lied waren die Gäste herzlich zu einem festlichen Mittagessen eingeladen, das vom neuen Küchenchef der Stiftung Konrad Copei und seinem Team in Bufettform präsentiert wurde.
Auszüge der Festschrift, die zum 150-jährigen Jubiläum vom Archivar der Stiftung Dr. Frank Konersmann erstellt wird, konnten die Gäste in digitalisierter Form auf einem USB-Stick mit nach Hause nehmen.
Hier kommen Sie zur Bildergalerie der Lippischen Landeszeitung

Pressefrühstück: Eben-Ezer stellt Jahresbericht vor 24.04.2012

Inklusion - Arbeit für eine gemeinsame WeltAm 24. April gab der Vorstand der Stiftung Eben-Ezer im Rahmen eines Pressefrühstücks in der Kunstwerkstatt im Haus der Vielfalt Auskunft über den aktuellen Jahresbericht, der seit kurzem vorliegt. Zahlreiche Vertreter der regionalen Medien wie Lippische Landeszeitung, Unsere Kirche, epd, Lippe aktuell, Lippe news und WDR waren der Einladung gefolgt und folgten interessiert den Ausführungen der beiden Vorstandsvertreter. Das Jahr 2011 stand für Bewohner und Mitarbeiter der Stiftung Eben-Ezer unter der Überschrift Inklusion - Arbeit für eine gemeinsame Welt. Die Verknüpfung der Stiftung und ihrer Bereiche mit der Gesellschaft in Lippe, die kulturelle und soziale Einbeziehung der von der Stiftung betreuten Menschen in die bürgerliche Gemeinschaft vor Ort sind Themen, die Pastor Hermann Adam und Udo Zippel auf den Nägeln brennen, was in dem Bericht sehr stark zum Ausdruck kommt. "Inklusion ist in aller Munde. Wir reden nicht nur darüber, wir arbeiten handfest an ihrer Verwirklichung", stellte der Kaufmännische Vorstand Udo Zippel gleich zu Beginn des Pressegesprächs ganz unmissverständlich klar.
"’Diakonie für ein Leben in Vielfalt’ ist unser neuer Leitsatz. Unsere Dienste schließen neue Zielgruppen mit ein", rückte der Theologische Vorstand Pastor Hermann Adam die Verdichtung des Verknüpfungsnetzes der Stiftung in den Blickpunkt, die beispielsweise in dem Aufbau eines Angebotes für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zum Ausdruck kommt.
Die neue Wohnanlage in der Boelckestraße in Detmold ist ein Beispiel für gelungene Inklusion. Hier leben Menschen mit Behinderungen barrierefrei und Tür an Tür mit den Nachbarn in einem jungen, familienfreundlichen Stadtviertel ganz in der Nähe von Detmolds Innenstadt. Des Weiteren steht auf der Liste erfolgreicher Inklusionsprojekte die moderne Zweifachsporthalle, die im November in Dienst gestellt werden konnte, und die auch von den Vereinen in der Umgebung gerne genutzt wird.
Und noch mehr gibt es aus der "Inklusionswerkstatt" zu berichten:
-die Topehlen-Schule bietet jetzt den Ganztagesbetrieb für externe Schüler an
-das Berufskolleg ermöglicht jungen Menschen die Erlangung des Allgemeinen Hochschulabschlusses gleichzeitig mit dem Abschluss der Ausbildung als staatlich anerkannte/r Erzieherin/Erzieher. Der neue zweite Schulstandort des Berufskollegs, der Fachbereich "Heilerziehungshilfe" in der ehemaligen Schule in Lüerdissen, führte zu einem engen Kontakt und regem Austausch mit der dortigen Dorfgemeinschaft.
-Indienststellung der drei Häuser am Volkeningweg in Neu Eben-Ezer und der Seniorenwohnanlage in Alt Eben-Ezer
- Das Angebot der Tagespflege für alte Menschen in der Region in der Förderstätte der Stiftung
- Das Angebot individueller Baugrundstücke auf dem Gelände von Neu Eben-Ezer für private Bauherren
-Trägerschaft von mittlerweile 16 integrativen Kindertageseinrichtungen mit über siebenhundert Kindern, davon fünfzig Kinder mit Behinderungen.
Inklusion und Finanzierung. Für den Begriff Inklusion gibt es viele Definitionen. Die Stiftung Eben-Ezer versteht darunter "Arbeit für eine gemeinsame Lebenswelt". In eine gemeinsame Lebenswelt muss investiert werden, damit sie sich entfalten kann. Die Finanzierung des Investitionsvolumens von rund 11 Millionen Euro in 2011 erfolgte über ein Drittel durch Eigenmittel, die sich wiederum zu einem großen Teil aus Spenden zusammen setzten. Rund 80 Prozent des gesamten Personals der Stiftung arbeitet in der direkten Betreuung der Bewohner.
Die finanziell angespannte Situation der Kommunen und damit einhergehend der Landschaftsverbände, die als Kostenträger für Einrichtungen der Behindertenarbeit zuständig sind, erlauben kaum Spielräume für die erforderlichen Leistungen der Eingliederungshilfe. Die Zahl der behinderten Menschen und die Personalkosten steigen jedoch weiter an. Mittelfristig werden die Kommunen die Last der Eingliederungshilfe nicht mehr allein schultern können. Eine Mitfinanzierung des Bundes ist hier gefragt.
Zufrieden sind die beiden Vorstandsmitglieder damit, dass insbesondere die jüngeren Mitarbeitenden in der direkten Betreuung besser als nach den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes für ihre anspruchsvolle Arbeit bezahlt werden. Die tarifliche Anhebung insbesondere der Gehaltsstufen für die jüngeren Mitarbeitenden hat jedoch zu einer Mehrbelastung der Stiftung von rund 900.000 Euro geführt.


Das integrative Musical "Samuel" 23.04.2012

am 19. und 20. Mai, mehr dazu hier

Workshop: Erinnerungskulturen 19.04.2012

Die Stiftung Eben-Ezer in der Erinnerung von Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitern und Mitbürgern sowie in der Wahrnehmung von Selbsthilfeorganisationen
Im Rahmen der Vortragsreihe zur Geschichte der Stiftung Eben-Ezer erwartet die Besucher am Donnerstag, den 19. April um 19:30 Uhr, in der Kapelle Alt Eben-Ezer an der Lageschen Straße ein lebendiger Workshop zum Thema "Erinnerungskulturen". Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter werden zu Fragen und Anregungen von Dr. Frank Konersmann, Historiker und Archivar der Stiftung, ihre Erinnerungen schildern. Dabei werden schöne und schwierige Zeiten angesprochen. Wie sah der Alltag früher in Eben-Ezer aus? Welche Wandlungen haben Mitarbeitende in ihrer Berufstätigkeit und im Umgang mit behinderten Menschen erlebt und woran werden Veränderungen fest gemacht?
Gefragt sind auch Beiträge von Lemgoer Bürgern, die sich an besondere Ereignisse in und mit der Stiftung Eben-Ezer erinnern. Auch im Umgang mit behinderten Menschen erfahrene Experten wie Vertreter der Lebenshilfe und des Vereins Das Dach e.V. werden anwesend sein. Insgesamt bietet der Abend die Chance, sich die Lage behinderter Menschen zu verschiedenen Zeiten gemeinsam bewusst zu machen und darüber nachzudenken, ob man aus der gemeinsamen Betrachtung der Geschichte lernen kann.


Kita Schötmar wird inklusives Familienzentrum - Ministerin Ute Schäfer informierte sich vor Ort 28.03.2012

Das evangelische Familienzentrum "Schötmar" in der Trägerschaft der Stiftung Eben-Ezer soll zu einem "inklusiven Familienzentrum" ausgebaut werden. Bisher gehört zu den Angeboten des Familienzentrums beispielsweise eine kontinuierliche Lese- und Sprachförderung durch gezielte Sprachangebote für Kinder. Auch bietet es Elternsprechnachmittage, Elternabende, Eltern-Kind-Nachmittage sowie therapeutische Angebote, Erziehungsberatung und Elternbildung an. Das Modellprojekt "inklusives Familienzentrum" sieht nun viele weiter führende Fördermöglichkeiten für alle Kinder vor, die zusätzlich zu den Bildungs-, Betreuungs- und Beratungsangeboten der Kita auch medizinische, psychologische, therapeutische und pädagogische Angebote und Hilfen enthalten. Und zwar für jedes Kind - ob behindert oder nicht, sozial benachteiligt oder nicht, mit Migrationshintergrund oder ohne - maßgeschneidert je nach Bedarf. Die Stiftung hat bereits einen Fachdienst mit einer Sozialpädagogin, einer Kinder- und Jugendpsychotherapeutin und einer Motopädin eingerichtet. "Inklusionsorientierte Kompetenzen werden bedarfsgerecht eingebunden und weiter entwickelt, dadurch schaffen wir die Voraussetzungen für die bestmögliche Entwicklungsförderung eines jeden Kindes", so Sabine Menzel, Bereichsleitung Kindertageseinrichtungen in der Stiftung Eben-Ezer.
Von großem Vorteil ist dabei, dass die Stiftung über jahrzehntelang bestehende, gut funktionierende Strukturen im medizinisch-psychologisch-therapeutischen Bereich zurück greifen kann. "Hier sind wir interdisziplinär gut aufgestellt und machen einen nachweisbar guten Job", sagt der Kaufmännische Direktor Udo Zippel.
Als NRW-Familienministerin Ute Schäfer von dem Modellprojekt in Bad Salzuflen hörte, beschloss sie spontan, dem Familienzentrum einen Besuch abzustatten und sich vor Ort zu informieren. Die Lagenserin traf sich in den Räumlichkeiten der Kita Schötmar mit Vertretern der Gemeinde, der Stiftung Eben-Ezer und der Stadt Salzuflen.
"Die Erzieherinnen und Erzieher leisten hier eine sehr gute engagierte Arbeit. Frühe Bildung ist der Grundstein für mehr Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Dazu leistet die Kita einen wichtigen Beitrag. Sie begleitet die Kinder auf den ersten Metern ihres Lebens- und Bildungsweges", sagte Schäfer. In der Kita werden zwei Kinder unter drei Jahren und 65 Kinder über drei Jahren betreut. Und im Hinblick auf das inklusive Familienzentrum ist Schäfer sich sicher: " Perspektivisch gesehen gehen Sie hier absolut den richtigen Weg. Das passt alles genau ineinander. Wir brauchen Familienzentren, weil unsere Gesellschaft sich verändert hat. Wo früher Großeltern und Nachbarschaft junge Familien unterstützten, helfen heute die Familienzentren. Sie begleiten nicht nur Kinder bei der Betreuung und Bildung, sondern gerade auch die Eltern in Alltags- und Erziehungs­fragen", sagte Schäfer. Möglichst früh bei Kindern, aber auch bei den Eltern mit Bildung, Hilfe und Unterstützung anzusetzen sei die Aufgabe der Familienzentren. "Nur so können wir – besonders in sozial benachteiligten Stadtteilen - wirklich gezielt vorbeugen und fördern, damit alle Kinder die gleichen Chancen erhalten. Gerade hier haben die Familien oft keinen Zugang zu den gängigen Angeboten."
Im Kreis Lippe gibt es laut Angabe des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalens 20 Familienzentren, die mit 273.000 Euro allein im Kindergartenjahr 2011/2012 gefördert werden.

Foto (von links): Pfarrer Andreas Gronemeier, E.-ref. Kirchengemeinde Schötmar, Udo Zippel, Kaufmännischer Direktor Stiftung Eben-Ezer, Sabine Menzel, Bereichsleitung Kitas Stiftung Eben-Ezer, Heike Volmer, Leiterin Kita Schötmar, Ute Schäfer, NRW-Familienministerin, Dr. Wolfgang Honsdorf, Bürgermeister Bad Salzuflen




Vortrag mit Filmvorführung 22.03.2012

um 19:30 Uhr in der Kunstwerkstatt im Haus der Vielfalt. Im Rahmen der Vortragsreihe zur Geschichte Eben-Ezers erwartet die Besucher ein besonderes Filmereignis:

Stätten und Werke der Liebe im schönen Lipperland. Der lippische Diakoniefilm aus den Jahren 1927/28 und die Anstalt Eben-Ezer

Nach einer Einführung von Jürgen Scheffler, Historiker und Leiter des Museums Lemgo, steht der halbstündige Film "Stätten und Werke der Liebe im schönen Lipperland" im Mittelpunkt, der in den Jahren 1927/28 im Auftrag der Anstalten der Inneren Mission in Lippe und der von Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel entstand. "Stätten und Werke der Liebe" ist ein frühes Filmdokument zur Arbeit der Anstalten und Vereine der Inneren Mission in Lippe, in dem auch die Arbeit der Anstalt Eben-Ezer vorgestellt wird. Ausgehend von diesem Film soll der Blick auf die Öffentlichkeitsarbeit Eben-Ezers im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert gelenkt werden.
Achtung: Der Vortrag findet in der Kunstwerkstatt im Haus der Vielfalt, Mittelstraße 6 in Lemgo statt und nicht, wie ursprünglich angegeben, in der Volkshochschule. Der Eintritt ist frei



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Stiftung Eben-Ezer, Diakonie für ein Leben in Vielfalt, Lemgo