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Eben-Ezer stellt Jahresbericht vor 30.04.2013

Heute wurde der Jahresbericht 2012 in der Kunstwerkstatt im Haus der Vielfalt der Presse vorgestellt. Das letzte Jahr stand natürlich voll und ganz im Zeichen des 150-jährigen Jubiläums und war geprägt durch zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen, Konzerte und natürlich das große Innenstadtfest in Lemgo am 9. September, das weit über die Grenzen von Lippe von sich reden machte. Im Jahresbericht ist alles ausführlich und reich bebildert dokumentiert.
Das Jubiläumsjahr hat deutlich gemacht: Eben-Ezer ist mit der Region, der Stadt, den Geschäftsleuten, Schulen und Vereinen eng verbunden. Denn ohne die Unterstützung von so vielen Seiten hätte insbesondere die Organisation eines solchen Innenstadtfestes, das es so in Lemgo noch nicht gegeben hat, nicht funktioniert. Nicht nur nach außen wurden Beziehungen geknüpft und gefestigt auch innerhalb der Stiftung ist im Jahr 2012 einiges in Bewegung gekommen. Kollegen, die vorher nichts oder wenig miteinander zu tun hatten, trafen sich regelmäßig in Arbeitsgruppen, tauschten Ideen aus und stellten gemeinsam etwas auf die Beine. So etwas schweißt zusammen, und so kann festgestellt werden, dass das Jubiläumsjahr viele bereichsübergreifende Kontakte gestiftet hat. Kontakte, die weiterhin bestehen und gepflegt werden.
Die pralle Fülle des Jubiläumsprogramms bietet allein schon Stoff genug für ein ganzes Jahr. Das Alltagsgeschäft musste aber wie in anderen Jahren auch erledigt werden.

Besonders herauszustellen sind einige Entwicklungen…Da einige Bauvorhaben im stationären Bereich, wie zum Beispiel der Ersatzbau für das Haus Hohensonne, noch nicht bewilligt worden sind, ist es hier gewissermaßen zu einem Investitionsstau gekommen, der das im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringer ausgefallene Investitionsvolumen erklärt. Allerdings wurden in den Vorjahren auch sehr große Investitionen getätigt.
Der Ausbau des ambulant betreuten Wohnens geht weiter voran: Mit der Fertigstellung einer Apartmentwohnanlage am Spiegelberg, in der 12 Klienten ein neues Zuhause gefunden haben, konnte hier neuer Wohnraum geschaffen werden, der zum planmäßigen weiteren Abbau des stationären Bereichs beiträgt. Die Finanzierung erfolgte mit Hilfe der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltungsgesellschaft (WLV), diese ist auch Bauträger des Objektes. Wie bei der Apartmentanlage in Entrup, Kleine Knopheide, die ebenfalls die WLV gebaut hat, werden die Wohnungen an die Klienten der Stiftung Eben-Ezer vermietet. Ein weiteres gemeinsames Projekt in Bad Salzuflen ist in Planung.
Im Jahr 2012 kamen drei neue Kindertageseinrichtungen zur Trägerschaft der Stiftung Eben-Ezer hinzu. Der Bereich Kindertageseinrichtungen wuchs damit auf 16 Einheiten an (alle integrativ, für Kinder mit und ohne Behinderung) und bildet mit den 860 Kindern, die von 200 Mitarbeitenden betreut werden, eine starke Säule im Stiftungsgefüge. Ein großer Impuls in Richtung Inklusion geht damit ebenfalls einher. Besonders in der Arbeit der Familienzentren in den Kindertageseinrichtungen wird das Inklusionskonzept der Stiftung sehr deutlich, das mit Inklusion ausdrücklich nicht nur die gemeinsame Förderung behinderter und nicht behinderter Kinder meint, sondern auch die Inklusion verschiedener soziokultureller Hintergründe. Ein Fachdienst, interdisziplinäre Entwicklungsgespräche und das mit seinen Diensten und Möglichkeiten für alle Kitas nutzbare Therapeutische Zentrum runden ein komplexes, niederschwelliges Angebot für Kinder mit individuellen Förderbedarfen und deren Familien ab. Gern würde Eben-Ezer dieses Konzept auch für den schulischen Bereich entwickeln und planen. Der innerstädtische Standort Ostschule wäre ideal, um eine Grundschule mit inklusivem Unterrichtsangebot aufzubauen. "Die Schule soll offen sein für alle Kinder", so Pastor Adam. "Die Kinder werden sehr von dieser neuen Schule profitieren. Sie erhalten dort viel Aufmerksamkeit, die Klassen sind höchstens 20 Kinder stark und die Lehrer sind besonders ausgebildet."
Insgesamt gesehen werden die finanziellen Spielräume in der Arbeit mit behinderten Menschen enger, was auch an der sich immer weiter öffnenden Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben liegt, darauf wies der Kaufmännische Vorstand Udo Zippel hin. Steigenden Löhnen stehen eher stagnierende Vergütungssätze der Eingliederungshilfe, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe den Einrichtungen der Freien Wohlfahrtpflege zubilligt, gegenüber. Auch lässt die Finanzierung des ambulant betreuten Wohnens, das ja kontinuierlich ausgebaut wird, deutlich weniger finanzielle Spielräume zu. Die Stiftung steht somit im Spannungsfeld zwischen Kostendruck einerseits und sozialem Selbstverständnis einer diakonischen Einrichtung andererseits, für die Tariftreue und gerechte Entlohnung der Mitarbeiter ein hohes Gut darstellen. "Mittel- bis langfristig haben wir große Aufgaben zu schultern", stellte Udo Zippel fest. Dem Theologischen Direktor Pastor Hermann Adam ist die Einordnung daher sehr wichtig, dass rund 80 Prozent des Personals der Stiftung im stationären oder ambulanten Betreuungsdienst eingesetzt werden. Der Löwenanteil der entstehenden Ausgaben kommt also direkt den Bewohnern zu Gute. Auch Spenden spielen eine wichtige Rolle bei der Finanzierung größerer und kleinerer bewohnernaher Projekte. Die Kunstwerkstatt, in der die Pressekonferenz statt fand, wird von Spendengeldern zweckgebunden unterstützt. "Das Spendenaufkommen im Jubiläumsjahr war höher als sonst. Das kann an der erhöhten Aufmerksamkeit liegen, die uns zu teil wurde", vermutete die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit Christine Förster.
Wirtschaftlichen Druck spürt ebenfalls die Werkstatt für behinderte Menschen. Hier ist der Anteil der schwerst- und mehrfachbehinderten Menschen auf über 30 Prozent angestiegen. Udo Zippel wies darauf hin, dass die Mitarbeiter mehr Zeit für intensive Betreuungs- und Pflegeleistungen aufbringen müssten. Die Werkstatt sei aber auch gehalten, regelmäßig mit hochwertigen und neuen Produkten an den Markt zu treten, was mehr Vorbereitungs- und Einarbeitungszeiten voraussetze – ein weiteres Dilemma, das zu lösen sein wird.
Sehr positiv ist die Entwicklung der Mitarbeiterstruktur zu bewerten: Dafür, dass der Stiftung in allen Bereichen weiterhin qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen wird, sorgen die Angebote des Berufskollegs, die neuerdings auch den Bildungsgang "Berufliches Gymnasium" mit dem Schwerpunkt "Erzieher" umfassen. "Im zweiten Schuljahr des zum Schuljahr 2011/2012 gestarteten Angebotes läuft dieser Bildungsgang inzwischen zweizügig", so Pastor Adam.

Herausforderungen in der ZukunftMenschen mit schwersten Behinderungen eine Möglichkeit zu bieten, in den ambulant betreuten Wohnbereich zu wechseln, wird eine Herausforderung der Zukunft sein. "Das gilt sicherlich nur für einen kleinen Personenkreis, aber wir sehen es als unsere Aufgabe an, dieses Angebot zu schaffen", so Udo Zippel.
Ein weiterer, drängender Bedarf besteht an betreuten Plätzen für psychisch langfristig erkrankte Menschen, die aus der Finanzierung der Krankenkassen heraus gefallen sind und für die nun die Eingliederungshilfe greift. "Wir haben die Bedarfsankerkennung für 24 Plätze und suchen nach einem Platz für einen Neubau. Das Ganze soll so schnell wie möglich umgesetzt werden, denn der Bedarf in Lippe ist groß", machte Udo Zippel deutlich.

Wechsel im VorstandGanz entspannt sehen Pastor Hermann Adam und Udo Zippel auf die kommenden Tage und Wochen. Am 2. Mai ist der erste Arbeitstag von Pastor Dr. Bartolt Haase, der Nachfolger von Pastor Adam wird. Am 5. Juli wird er nach einer zweimonatigen Einarbeitungszeit den Stab übernehmen. "Zwischen uns dreien besteht schon jetzt eine enge Abstimmung, alles Weitere wird sich entwickeln", sagt Udo Zippel und stimmt Pastor Adam voll darin zu, dass man den Wechsel unaufgeregt nehme.


Flohmarkt im Innenhof 25.04.2013

Am kommenden Samstag, den 27. April, findet im Innenhof des Café Vielfalt, Mittelstraße 6, in der Zeit von 9:00 bis 14:00 Uhr wieder ein kleiner Flohmarkt statt. Im Angebot sind Geschirr, Trödel und vieles mehr. Ina Meise-Laukamp und Team laden herzlich zum Stöbern und Kaufen ein, weitere Infos unter Tel.: 05261-215-4301.


Frühlingskonzert am 21. April 16.04.2013


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Gemeinsames Lernen - Leben in Vielfalt: Infoveranstaltung zur Grundschule mit inklusivem Unterrichtsangebot 11.04.2013

Die Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Konzept zur Betreibung einer Grundschule mit inklusivem Unterrichtsangebot war gut besucht. Rund 120 Teilnehmer, viele davon pädagogische Fachleute, aber auch Eltern und Vertreter aus der Politik sowie Mitarbeitende der Stiftung Eben-Ezer waren ins Kirchliche Zentrum der Stiftung Eben-Ezer gekommen und beteiligten sich mit Fragen. Udo Zippel, Kaufmännischer Direktor der Stiftung, Klaus Hollmann, Schulleiter der Topehlen-Schule und Marion Höcker, Konrektorin, stellten die Ziele der Schule vor und gingen dann ins Detail u.a. zur Personalbesetzung und Qualifikation sowie zur Unterrichtsgestaltung und zum Raumkonzept. Die Stiftung will mit der neuen Schule zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beitragen und das Miteinander behinderter und nicht behinderter Kinder stärken. Die Schule in der Trägerschaft der Stiftung wird ein aktiver Beitrag zu einer vorurteilsfreien Gesellschaft und zur Weiterentwicklung des Schulangebotes der Stadt Lemgo sein und die Selbstverständlichkeit des gemeinsamen Lebens und Lernens weiter entwickeln. "Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Großprojekt mit wenig Antworten und vielen berechtigten Interessen", sagte Klaus Hollmann. Einige Antworten konnten aber durch die detaillierte Vorstellung gegeben werden. Es wurde deutlich: Eltern von behinderten Kindern und Eltern von Kindern ohne Einschränkungen haben die gleichen Fragen und Sorgen: "Wird mein Kind an der neuen Schule so gefördert und unterrichtet, dass es sich gut entwickelt und bekommt, was es braucht?"
Die Stiftung würde zunächst mit der ersten Klasse an den Start gehen. Die Klassenstärke beträgt bis zu 20 Kindern, davon maximal fünf mit einem Förderbedarf. Der Unterricht erfolgt klassenübergreifend und im Team, das heißt, Kinder der 1. bis 4. Klasse werden gemeinsam von jeweils einem Grundschullehrer bzw. eine -lehrerin und einer sonderpädagogischen Fachkraft unterrichtet. Zusätzlich wären Integrationshelfer , Lehramtsanwärter und Langzeitpraktikanten im Einsatz. Das Angebot der Offenen Ganztagschule soll erhalten bleiben. Die Kinder lernen nach einem individuellen Wochenplan, der viel Freiraum für selbst gesteuertes Arbeiten lässt. Die klassische 45-Minuten-Schulstunde wird es nicht mehr geben, stattdessen Unterrichtsblöcke und morgens ein offenes Forum. "Woher sollen denn die qualifizierten Grundschullehrer kommen", fragte eine Mutter, die argwöhnte, dass alle Spitzenkräfte den öffentlichen Dienst vorziehen. Klaus Hollmann und eine Schulleiterin aus dem Publikum antworteten, dass es viele gut ausgebildete Fachkräfte gebe, die nur darauf warteten, an einer solchen Schule unterrichten zu dürfen. Es gebe auch etliche, die dafür eine Stelle im öffentlichen Dienst aufgeben würden", sagte die Schulleiterin und ergänzte "Diese Schule ist eine riesengroße Chance. Eben-Ezer befindet sich damit in der Mitte einer gesellschaftlichen Diskussion"
Falls Eben-Ezer die neue Schule am Standort Ostschule einrichtet, würde sie mit einem Aufzug ausgestattet. Die Anfangsklasse und die später folgenden hätten jeweils einen Klassen- und einen Klassennebenraum sowie Fachräume u.a. für eine Bücherei, für Musik, Kunst, Werken und Sachkunde. Pflegeräume sind ebenso vorgesehen wie Therapieräume. Außerdem ist die Ausstattung der Klassenräume mit Whiteboards und Schüler-PCs vorgesehen.
Udo Zippel erläuterte, dass man sich in der Stiftung schon seit rund zwei Jahren mit dem Gedanken beschäftige, eine Schule mit inklusivem Unterricht aufzubauen. Es wäre neben der Topehlen-Schule und dem Berufskolleg mit beruflichem Gymnasium die dritte Lehreinrichtung im Portfolio Eben-Ezers. Der Theologische Direktor Pastor Hermann Adam betonte, dass diese Schule ausdrücklich für alle Kinder offen ist. "Dem Kriterium der Vielfalt werden wir, entsprechend unserem Leitbild, so viel Raum wie möglich geben", so Pastor Adam. Zur Gestaltung des Übergangsprozesses äußerte ein Elternvertreter der Ostschule seine Sorge. "Insbesondere zum Umstellungsverfahren von der öffentlichen auf die inklusive Schule, das im laufenden Betrieb erfolgen soll, wird noch Erklärungsbedarf bestehen", so Udo Zippel. Der Dialog wird in weiteren Veranstaltungen fortgesetzt werden.
Konzeptpapier zur Gestaltung einer inklusiven Grundschule der Stiftung Eben-Ezer

Konzept für inklusive Grundschule wird vorgestellt 08.04.2013

Die Stiftung Eben-Ezer lädt für Mittwoch den 10. April um 18:00 Uhr ins Kirchliche Zentrum Neu Eben-Ezer, Alter Rintelner Weg, Lemgo ein, um ihr Konzept für eine Grundschule mit inklusivem Unterrichtsangebot vorzustellen und zu erläutern. Nach dem erfolgreichen Ergebnis der Verkaufsverhandlungen zwischen Eben-Ezer und dem Verwaltungsvorstand der Stadt ist eine solche Grundschule am Standort Ostschule ein Stück wahrscheinlicher geworden. Bevor es zur Schulgründung kommen kann, sind jedoch noch einige Voraussetzungen zu berücksichtigen. Es sind dies die Zustimmung des Rates der Stadt und des Aufsichtsrates der Stiftung, die Genehmigung der Bezirksregierung zur Auflösung des Schulstandortes und der Ausgang des laufenden Bürgerbegehrens bzw. des Bürgerentscheids.
Bei der Informations- und Diskussionsveranstaltung am 10. April um 18:00 Uhr im Kirchlichen Zentrum der Stiftung geben der Vorstand der Stiftung Udo Zippel und Pastor Hermann Adam sowie die Schulleitung der Topehlen-Schule Klaus Hollmann und Marion Höcker detaillierte Informationen zum Konzept der Schule und werden im offenen Dialog Fragen klären. Konkret geht es um barrierefreie Gebäudeausstattung und Klassenstruktur, zeitgemäße Unterrichtskonzepte und individuelle Förderung. Auch die Themen Elternarbeit, Offene Ganztagsschule, Übergang von der Kita zur Grundschule und der Übergang auf weiterführende Schulen stehen auf der Tagesordnung.
Die Grundschule, die die Stiftung anstrebt, ist eine Schule für alle Kinder. Sie setzt auf Vielfalt in kultureller, nationaler, konfessioneller und geistiger Hinsicht. Die Stiftung sieht in der Gründung der Schule große Chancen zur Stärkung des Miteinanders behinderter und nicht behinderter Kinder durch professionelle Begleitung. Eine Schule, wie Eben-Ezer sie anstrebt, wäre ein Fortschritt auf dem Weg zu einer vorurteilsfreieren Gesellschaft. Außerdem würde die neue Schule die Wahlmöglichkeiten beim Schulangebot erweitern. Für die Veranstaltung am 10. April freut sich Eben-Ezer auf eine rege Beteiligung. Parkplätze sind ausreichend vorhanden, der Weg zum Kirchlichen Zentrum ist ausgeschildert.

Konzeptpapier zur Gestaltung einer inklusiven Grundschule der Stiftung Eben-Ezer(251 KB)


Diskussionsveranstaltung zum Thema inklusive Grundschule 21.03.2013

Eben-Ezer lädt ein zur öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema inklusive Grundschule am Standort Ostschule am 10. April um 18:00 Uhr im Kirchlichen Zentrum Neu Eben-Ezer. Der Rat der Stadt Lemgo hat in seiner Sitzung am 18. März die Schließung des Standorts Ostschule beschlossen. Die Stiftung ist als potenzielle Trägerin einer inklusiven Grundschule an diesem Standort im Gespräch. Am 10. April um 18:00 Uhr im Kirchlichen Zentrum Neu Eben-Ezer wird die Stiftung die geplante inhaltliche Ausrichtung und das zugrunde liegende Konzept der Grundschule mit inklusivem Unterrichtsangebot in diakonischer Trägerschaft vorstellen und möchte dazu mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern in einer öffentlichen Veranstaltung ins Gespräch kommen, das inklusive Konzept erläutern, diskutieren und offene Fragen klären.
Die Grundschule, die die Stiftung anstrebt, ist eine Schule für alle Kinder. Sie setzt auf Vielfalt in kultureller, nationaler, konfessioneller und geistiger Hinsicht. Ein Schulgeld wird nicht erhoben.
In dem offenen Informations- und Diskussionsforum werden der Vorstand der Stiftung und die Schulleitung der Topehlen-Schule auf die bauliche und räumliche barrierefreie Ausgestaltung der Schule eingehen. Auf der Tagesordnung stehen außer der Erläuterung des Konzepts der Schule auch das des differenzierten Unterrichts, Fragen der Klassengröße und der individuellen Förderung. Die Anzahl der Lehrer pro Klasse sowie Möglichkeiten und Chancen jahrgangs- und klassenübergreifenden Unterrichts sind ebenfalls Gesprächspunkte.

Eben-Ezer auf der Werkstattmesse in Nürnberg vom 14.3. bis zum 17.3. 15.03.2013

Rund 240 Aussteller präsentieren ihre Produkt- und Dienstleistungspalette sowie Leistungen rund um die Arbeit der Werkstätten für behinderte Menschen auf der Werkstättenmesse in Nürnberg. Mit doppelt so großer Ausstellungsfläche wie in den Vorjahren erfährt der selbst konzipierte, gebaute und wirkungsvoll illuminierte Stand der Stiftung Eben-Ezer viel Aufmerksamkeit.
Auf 80 qm hat sich die Ausstellungsfläche verdoppelt. Markus Toepffer, Leiter der Werkstatt für behinderte Menschen und sein Team mit Urs Werner als Projektverantwortlicher, Tischlermeister Emanuel Gottschick und Michael Teiting vom Bereich Arbeitsvorbereitung beraten das Fachpublikum und erklären die ausgestellten Möbel. Die Möbel überzeugen in Design und Qualität, was man daran merkt, dass gleich auf der Produktneuheit Platz genommen wird und die Hände andächtig über die Flächen aus massiver Eiche streichen. "So schön kann Eiche sein", sagt eine Besucherin und ergänzt: "Wie eine Klappgarnitur sieht das aber gar nicht aus." Zu dem Klapptisch gehören zwei Bänke, die auch bei asymmetrischer Belastung nicht das Gleichgewicht verlieren. Die Garnitur, für den Außen- und den Innenbereich geeignet, ist die Neuvorstellung auf der diesjährigen Messe.
Der neue Messestand ist zum Teil aus Resten gefertigt, was man bei dem edel wirkenden Auftritt nicht vermutet. Den Fachmännern der Stiftung war wichtig, dass der Stand von allen Seiten begehbar ist, die ausgestellten Möbel einander die Wirkung lassen und genug Platz zum Ausprobieren bleibt. Klar, übersichtlich: den Blick auf das Wesentliche lenken, dafür stehen auch die Möbel der Werkstatt: Das Sortiment an Kita-Möbeln, der Hochtisch mit den dazugehörenden Stühlen, Stehtischen, Notenständern, das "Regalsystem drei" und kleinere Teile wie Zeitungsständer luden die Besucher ein. Während der Vorstellung der Messe für geladene Pressevertreter wurde der Stand der Werkstatt Eben-Ezer übrigens als besonders gelungen hervorgehoben.

Inspiration und Deutungen: Ausstellung "Vom Zeichen zum Licht" ging zu Ende 04.03.2013

Am letzten Tag des Februars ging auch die große Werksaustellung mit Arbeiten des russischen Künstlers Wladimir Naumez zu Ende. Rund 50 Gäste hatten sich im locker bestuhlten Kirchlichen Zentrum eingefunden, um noch einmal die großflächigen, expressionistischen Bilder auf sich wirken zu lassen, die hier seit Mitte November ihre temporäre Heimat gefunden hatten. Die über zwanzig Werke wurden der Stiftung vom Bielefelder Sammler und Freund Eben-Ezers Dr. h.c. Lutz Teutloff übereignet. Entstanden sind sie in der Dekade von 1980 bis 1990 in der Sowjetunion. Naumez gehörte zu einer Gruppe junger Avantgardisten, die ihre Werke verstecken mussten, da sie der autoritäre Sowjetstaat als Provokation verstand. Wladimir Naumez studierte an der Moskauer Höheren Kunstschule für Industrie. Seit 1988 werden seine Werke international ausgestellt, unter anderem in New York, Paris, Bern, Hamburg und London. Ebenfalls seit 1988 lebt der aus Odessa in der Ukraine stammende Künstler mit seiner Frau Irina in Köln.
Dem Theologischen Direktor Pastor Hermann Adam war diese Finissage, der letzte Tag der Ausstellung, eine Herzensangelegenheit. Seine Gedanken und Gefühle zu den Bildern - häufig nahm er sich in den letzten Monaten die Zeit, sie eingehend zu betrachten - stellte er in einem sehr persönlichen Vortrag vor und gab Anleitungen zur Deutung der Kunst, die der Künstler selbst nie kommentiert hat. In dem einen Bild, in Farbton und Struktur dem Turiner Grabtuch ähnelnd, meinte er das Antlitz des leidenden Jesu Christi zu erkennen. Komponiert ist es aus unzähligen kleinen Zahlen und Kreuzen, was man aber nur bei genauem Hinsehen erkennen kann. Das Kreuz ist die Obsession von Wladimir Naumez. Seine abstrakten, expressionistischen Bilder haben durchweg das Kruzifix zum Thema. "Vom Zeichen zum Licht" lautete denn auch der bezeichnende Titel der Ausstellung. Sowohl Pastor Adam als auch der anwesende Spender Dr. Teutloff gingen in ihren Ausführungen darauf ein, wie gut Kunst und Kirche zusammen passen würden. Der Glaube sei ein Quell künstlerischen Schaffens, so Pastor Adam, ob russisch-orthodox oder protestantisch – die Konfession spiele dabei keine Rolle. Also kein Zufall, dass die Bilder wie gemacht für das Kirchliche Zentrum wirkten und man sie eigentlich nicht mehr hier missen möchte.
Über die leicht wehmütige Abschiedsstimmung trösteten die eindrucksvollen musikalischen Beiträge von Stiftungskantorin Anna Ikramova an der Orgel und am Klavier in Begleitung der Saxophonistin Martina Ebert aber schnell hinweg.

28.02.2013 Finissage der Bilder von Wladimir Naumez 11.02.2013

Noch bis Ende des Monats sind im Kirchlichen Zentrum die großformatigen Bilder des Malers Wladimir Naumez zu sehen, die in dieser Umgebung besonders gut zur Geltung kommen.

Virtueller Austellungsrundgang


Wladimir Naumez stammt aus Odessa in der Ukraine und hat sich ausschließlich mit dem Thema Kreuz und Kreuzigung befasst. Seit 1988 lebt er in Köln.
Die Finissage am 28.2. beginnt um 17:00 Uhr mit Impressionen und Deutungen durch Pastor Hermann Adam. Stiftungskantorin Anna Ikramova an der Orgel und die Saxophonistin Martina Ebert gestalten den Abend musikalisch.
Im Anschluss ist ein Imbiss vorbereitet und Gelegenheit zum Gespräch. Unter den Gästen wird auch der Stifter der Bilder, der Kunstsammler Lutz Teutloff sein. Lassen Sie sich inspirieren und genießen Sie Stiftungskultur und - kunst im KIZ.
Aus Planungsgründen melden sich Interessierte bitte bis zum 25.02. unter 05261 215 201 oder info@eben-ezer.de an.


Fachtag in Eben-Ezer: Theorie und Praxis, Impulse für den Weg zur Inklusion 30.01.2013

Das Berufskolleg und der Bereich Kindertageseinrichtungen der Stiftung pflegen eine enge Zusammenarbeit und den Austausch auf theoretischer und praktischer Ebene. Das Ziel: die fundierte, aufeinander abgestimmte Erziehung, Bildung und Förderung von Kindern. Alle Kindertagesstätten der Stiftung betreuen und fördern behinderte und nicht behinderte Kinder. Standortbestimmung und Ziele, praktische Ansätze in den Kitas und das dahinter stehende Konzept der Stiftung waren Inhalt des Fachtages, den die Leitungen des Bereichs Kindertageseinrichtungen Sabine Menzel und der Leiter des Berufskollegs Klaus R. Berger kürzlich in der Stiftung organisierten. Teilgenommen haben Mitarbeiterinnen der 16 Kindertageseinrichtungen der Stiftung, angehende Heilerziehungspfleger und -pflegerinnen sowie Schülerinnen und Schüler, die gleichzeitig mit der Ausbildung zum Erzieher auch das Abitur am Berufskolleg der Stiftung anstreben. Außerdem besuchten Eltern und Vertreter lippischer Jugendämter die Veranstaltung mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops.
Der Erziehungswissenschaftler und Lehrer am Berufskolleg Eben-Ezer Kai Züchner hob Zeitpunkte hervor, an denen das Menschenbild und der Umgang mit behinderten Menschen jeweils eine deutliche Wandlung erfuhr. Seit vier Jahren etwa steht der Begriff Inklusion im Zentrum, also die Zugehörigkeit von Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Bereichen des Gemeinwesens. Klaus R. Berger und Kai Züchner gingen auf den dafür notwendigen Prozess des Umdenkens in der Gesellschaft ein und die Notwendigkeit, Vorurteile und tendenziell ablehnende Vorbehalte auch bei sich selbst zur Kenntnis zu nehmen. Erst dann könne man mit diesen arbeiten und sie reflektieren.
Hans Joachim Maier, Referatsleiter beim Diakonischen Werk Rheinland/ Westfalen Lippe (DWRWL) ist dort für den Schwerpunkt "Gemeinsame Erziehung" zuständig. Maier sah insgesamt die Entwicklung der Kindertageseinrichtungen in Richtung gemeinsame Erziehung auf einem guten Weg, bemängelte aber die unzureichende finanzielle Ausstattung, warnte die Politik, Inklusion als Tarnkappe für Sparvorhaben zu benutzen und empfahl den Verantwortlichen in der Landespolitik, Gesetzesvorlagen erst nach dem Gespräch und der Beratung mit den Beteiligten und Fachleuten auszuarbeiten. Pauschalfinanzierung sei nicht die Lösung, meinte der engagierte Referent.
Sabine Menzel stellte in ihrem Vortrag das "inklusive" Konzept des Bereichs Kindertageseinrichtungen der Stiftung zur gemeinsamen Erziehung vor. Kernstück ist die Zusammenarbeit und Abstimmung aller, die an der Förderung und Erziehung der Kinder beteiligt sind .Seit einem Jahr gehört zum Bereich Kindertageseinrichtungen in der Trägerschaft Eben-Ezers ein eigener Fachdienst. Dieser setzt sich aus einer Motopädin, einer Kunsttherapeutin, die sich zur Zeit in der Ausbildung zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin befindet, und einer Sozialpädagogin zusammen. Der Fachdienst steht allen Kitas zur Beratung, Diagnostik und Durchführung von Angeboten zur Verfügung. Eine weitere Säule des Konzepts sind die interdisziplinären Fallgespräche, in denen alle Förderangebote aufeinander abgestimmt werden. Im Mittelpunkt steht das Kind. Alle Beteiligten - Eltern, Kita-Mitarbeiterinnen, der Fachdienst sowie externe Therapeuten und Ärzte - arbeiten mit dem Ziel zusammen, das Kind bestmöglich zu fördern. Die Kindertageseinrichtungen greifen dabei auch auf die Förder- und Therapieangebote der Dienste Eben-Ezers zurück. Alle Kitas verstehen sich als niederschwelliges Angebot im Sozialraum, die das Zusammenleben bereichern und gemeinsam mit den Eltern nach Lösungen suchen, wenn es Probleme gibt.
Aus allen Vorträgen ging hervor: Inklusion als gesellschaftliche Entwicklung braucht ebenso wie die Umsetzung im Alltag viel Zeit, Geduld und die Bereitschaft, Dinge auszuprobieren. Professionalität und eine gute finanzielle Ausstattung sind unverzichtbar, wenn der Weg zur Inklusion langfristig gangbar gestaltet werden soll.
Auf dem Podium diskutierten die Referenten/Referentinnen gemeinsam mit der Kita-Leiterin Monika Fabri aus Bad Salzuflen und Katja Koch, Mutter eines Kita-Kindes, mit Beteiligung aus dem rund 160-köpfigen Publikums. Anhand eines konkreten Beispiels wurden Chancen und Risiken anschaulich. Die Kita Bad Salzuflen besucht auch ein Junge mit frühkindlichem Autismus, der nicht spricht, sondern mit Körpereinsatz Kontakt sucht. Frau Koch bemerkte, dass ihre Tochter ängstlich reagierte, wenn der Junge in Erscheinung trat. Die Mutter sprach die Mitarbeiterinnen in der Kita darauf an und war bereit, den Prozess der Inklusion dieses Jungen mit zu tragen. "Meine Tochter ist daran gewachsen, der Junge ist heute ein Freund meines Kindes", sagt sie. Dieser Prozess ist nicht einfach und noch nicht abgeschlossen. Angelika Fabri leitet die Kita seit 23 Jahren und schilderte die Forderung, verschiedene Positionen und Interessen auszugleichen und zu verbinden: das Bedürfnis der Eltern, ihren Jungen in einer Kita mit anderen Kindern aufwachsen zu lassen, die Interessen der Eltern, die Sorge um ihre Kinder haben, die Beanspruchung der Mitarbeiterinnen, die Berücksichtigung der Aufsichtspflicht und die Gewährleistung, dass alle Kinder unversehrt bleiben
In sieben Workshops am Nachmittag des Fachtages hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich über Konzepte und Techniken auszutauschen und Bewegungsangebote kennenzulernen, die das Zusammenspiel von behinderten und nicht behinderten Kindern fördern.
Diese Fachveranstaltung mit Fortbildungscharakter kam bei den Teilnehmenden sehr gut an. Weitere Fachtage zu verschiedenen pädagogischen Themen sollen folgen.

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Stiftung Eben-Ezer, Diakonie für ein Leben in Vielfalt, Lemgo