Erziehung und Förderung

In komfortabel eingerichteten und modern ausgestatteten Häusern des Wohnbereichs für Kinder und Jugendliche finden die Bewohner ein Zuhause, in dem sie sich wohl fühlen und entwickeln können. Dabei werden sie begleitet, lernen eigene Bedürfnisse und Möglichkeiten wahrzunehmen und diese in der sozialen Gemeinschaft angemessen einzubringen und umzusetzen.

Sie werden in Gruppen mit jeweils 9 bis 10 weiteren Personen betreut. In den Wohngruppen sind bis zu  4 Mitarbeiter (Erzieher, Heilerziehungspfleger, Heilerziehungshelfer z. T. auch in Ausbildung)  tätig, wobei in Gruppen mit einem höheren Pflegeaufwand Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes oder eines Freiwilligen Sozialen Jahres die Mitarbeiter unterstützen. Die Häuser werden von Verbund- bzw. Teamleitungen geleitet, die neben ihren Leitungsaufgaben auch bei Bedarf besondere pädagogische Funktionen innerhalb der Häuser wahrnehmen.

Neben der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit der Schule nimmt auch die Kooperation mit Ärzten, Therapeuten und Psychologen einen hohen Stellenwert ein: Diagnostische Abklärung, spezielle Verordnungen und Therapien sowie Beratung bei auffälligen Verhaltensmustern bilden in vielen Fällen die Grundlage für die notwendigen pädagogischen Maßnahmen.

Ein wichtiger Teil des strukturierten Tagesablaufs ist die individuelle Freizeitgestaltung durch die Gruppenmitarbeiter in den Wohngruppen. Darüber hinaus werden einmal jährlich in der Regel 14-tägige Freizeiten von den Gruppen organisiert und durchgeführt. Für weitere Freizeitaktivitäten steht gruppenübergreifend eine Mitarbeiterin zur Verfügung. Diese Angebote umfassen sowohl die Einzelbetreuung als auch Gemeinschaftsprojekte in den Bereichen Spiel, Sport, Theater, Ausflüge und integrative Maßnahmen.

In der Trainingswohngruppe leben zur Zeit 5 leicht geistig behinderte junge Erwachsene, die eine neue Wohnform erfahren. Diese soll ihnen die Möglichkeit eröffnen, nach der Entlassung aus dem Wohnverbund für Kinder und Jugendliche und der Topehlen-Schule, in eine Wohngruppe der Stiftung zu ziehen, in der sie selbständig nur noch unter sporadischer Betreuung leben können.

Sie lernen in dieser Gruppe Verantwortung für sich selbst und ihr Verhalten zu übernehmen, ihre Freizeit zu gestalten und in diesen Zusammenhängen Bedarfe zu erkennen und Hilfen anzufordern. Zur Förderung des Sozialverhaltens ist es wichtig, mit den Mitbewohnern verbindliche Absprachen über den Tagesablauf, die anfallenden Aufgaben im Haus sowie über gemeinsame Aktivitäten zu treffen. Neben der eingeschränkten Selbstversorgung werden auch die erforderlichen Besuche bei Geldinstituten, Behörden und Ärzten schrittweise trainiert oder bei Eignung selbständig übernommen.