Konzept


Pädagogisches Profil

Der Waldkindergarten oder Naturkindergarten ist eine Form des Kindergartens, die aus Skandinavien stammt. In der Natur-und Waldkita erfahren Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Eintritt in die Schule Erziehung, Bildung und Betreuung.

Waldkindergärten sind zunächst, wie jede andere Kindertageseinrichtung auch, eine Bildungseinrichtung, in denen die Kinder analog der Bildungsgrundsätze des Landes Nordrheinwestfalens spielen, lernen, basteln, toben und singen. Der Unterschied zur Regeleinrichtung besteht darin, dass der Waldkindergarten bei Sonne, Wind und Wetter draußen im Freien stattfindet. Lediglich bei extremer Witterung wird ein Schutzraum aufgesucht.

Der Wald bietet aufgrund seiner Struktur schier unerschöpfliche Möglichkeiten zum Spielen, Entdecken und Lernen.

Das Spiel hat als Urbedürfnis einen sehr hohen Stellenwert in der Entwicklung des Kindes. Das Spiel ist die Urform des Lernens. Vor allem das freie Spiel ohne vorgefertigtes Spielzeug hilft dem Kind seine Fantasie und Kreativität zu entwickeln.

Gemeinsame Zeit bedeutet für uns

Zeit zum

  • Entdecken
  • Forschen
  • Entdecken motorischer Fähigkeiten
  • Experimentieren
  • Rollenspiel
  • Klettern
  • Tiere beobachten
  • Pflanzen kennenlernen
  • Wetter entdecken
  • Gewässer, Abhänge, Steinbrüche erforschen
  • Schätze sammeln, auf Spurensuche gehen
Inklusion

Gerade Kindern mit besonderem Entwicklungsbedarf z.B. im Bereich der Motorik, der Sprache, der Sinneswahrnehmung oder im Sozialverhalten bietet der Wald eine optimale Umgebung, um ihren ganz eigenen, individuellen Bedürfnissen nachzugehen. In der Natur- und Waldkita lernen die Kinder voneinander, erfahren Gemeinschaft und empfinden Verschiedenheit als normal.

Partizipation

Partizipation ist ein wesentliches Element im Waldkindergarten. Die Erzieher*innen  unterstützen die Kinder, in möglichst vielen Entscheidungen, die ihr Anliegen betreffen, mit einzubeziehen. Die Kinder lernen ihre Bedürfnisse in Worte zu fassen und Möglichkeiten der Konfliktlösungen kennen.

Alltagsintegrierte Sprachförderung

  • Geschichten erzählen
  • Lieder singen
  • Kinderbücher vorlesen
  • je weniger vorgefertigtes Spielsachen, desto mehr Kommunikation unter den Kindern
  • Rollenspiele = Sprach-, Kommunikation-, Konfliktspiele
  • Gespräche bei den Mahlzeiten, Spaziergängen- in Kleingruppen oder mit Einzelnen
  • Eigene Handlung und die des Kindes sprachlich begleiten
Vorbereitung auf die Schule

Im letzten Jahr vor der Einschulung gibt es für die zukünftigen Schulkinder besondere Angebote. Sie haben das Ziel, mit und für die Kindern einen gelungenen Übergang zu gestalten.

  • Besondere Orte - mit besonderen Materialien, z.B. Schnitzmesser, Schulkindermappe
  • Verkehrserziehung
  • Besondere Orte - mit besonderen Herausforderungen, z.B. Besuch der Stadtbibliothek, der Feuerwehr, der Poizeit; Erste-Hilfe-Kurs
  • Kooperationen mit den zukünftigen Grundschulen
  • Elterngespräche und Bildungsdokumentation anhand des Münsteraner Entwicklungs- Begleitbigebs (MEB)