Gruppen

Spatzen, Eulen, Schlaraffenland, Abenteuerland und Farbenland

Spatzennest

Liebe Spatzeneltern!

Die Spatzenkinder haben sich mittlerweile alle gut eingelebt. Sie haben sich als Gruppe gefunden und bilden jetzt eine kleine Gemeinschaft und schließen kleine Freundschaften. Vielen Kindern fällt es sofort auf, wenn ein Kind nicht anwesend ist.

Die Spatzen haben ihr Nest nun immer mehr erobert und angenommen. Immer mehr Materialien und Spiele werden ausprobiert. Bewegung ist für die Kinder besonders wichtig und nimmt viel Raum ein. Sie haben Freude an der Bewegung und machen währenddessen von ganz allein viele neue Erfahrungen. Beim Springen, Klettern, Rutschen usw. erfahren die Kinder viel über ihren Körper und die Beschaffenheit der Materialien. Da unser Turnraum schon gar nicht mehr ausreicht, weichen wir gerne in die große Turnhalle aus.

Kreativität spielt ebenfalls eine große Rolle. Die Kinder üben sich täglich beim Kneten, Malen, Schneiden und Kleben in ihrer Feinmotorik. Am Knettisch entstehen die tollsten Gegenstände. Schnecken, Schlangen, Schneemänner usw.

Wir werden auch immer mutiger und trauen uns immer mehr das Spatzennest zu verlassen und im großen Flur zu spielen und auch die großen Gruppen zu besuchen. Das ist ganz schön aufregend, vor allem, weil dort so viele ältere Kinder sind und wir viele neue Eindrücke bekommen. Manche Kinder machen sich schon von ganz allein auf den Weg, andere benötigen noch etwas Unterstützung und guten Zuspruch.

Es ist Winter. Wir haben Februar. Es ist kalt. Aber wo ist der Schnee? Die Spatzenkinder wünschen es sich so sehr, dass es schneit. Täglich stehen wir am Fenster und warten auf die ersten Schneeflocken. Bis jetzt vergeblich. Trotzdem wollen wir uns den Schnee in die Gruppe holen. Von der Decke hängen kleine Schneebälle und Eiskristalle. Wenn sie an das rechte Fenster schauen, können sie schon individuell gestaltete Schneemänner und Schneefrauen Ihrer Kinder bewundern. Eine Schneefrau hat z.B. pinke Haare, ein Schneemann einen riesen Hut. In der Gruppe steht auch eine große Kiste mit Schneebällen und Schneeflocken. Diese werden von den Kindern fleißig von einem Gefäß ins andere verlagert und zu Boden rieseln lassen. Im Flur können Sie unsere Schneebilder in Augenschein nehmen. Besonders viel Freude bereitet den Kindern unser neues Fingerspiel:

 „Schneeflocken fallen 2x

Ich forme einen Ball 2x

Ihhhh nasse Hände 2x

Wisch und weg“ 2x

Bald kommt die Faschingszeit. Am Rosenmontag und auch in der Zeit danach wird es wild im Spatzennest. Wir gestalten einen Dschungel. Mitten in der Gruppe wird es einen großen Tunnel zum Durchkrabbeln und -kriechen geben. Die Kinder werden den Tunnel aus Kartons gemeinsam bemalen und bekleben, ganz getreu dem Motto Dschungel. Sie können gespannt sein, was für wilde Tiere sie im Tunnel entdecken. Im täglichen Popokreis erfahren die Kinder, welche Tiere im Dschungel leben, wie sie aussehen und was für Geräusche sie machen. Auch eine kleine selbstgeschriebene Dschungelgeschichte samt tollen Bildern wartet auf die Kinder. Ebenfalls werden Dschungel Mitmachgeschichten im Popokreis erzählt und können bewusst durch das Mitmachen der Kinder erlebt und weiterentwickelt werden. Gemeinsam mit den Kindern überlegen wir, welche Tiere ins Spatzennest einziehen werden.

Ab Frühling möchten wir uns mit dem Element Wasser auseinandersetzen. Was kann man mit Wasser alles machen? Kann man es nur trinken? Wie viel Wasser passt in den Eimer? Welche Farbe hat Wasser eigentlich? Kann Wasser auch mal grün, pink oder lila sein? Ist Wasser immer kalt oder kann es auch warm sein?

Wir freuen uns auf eine weiterhin tolle und spannende Zeit.

Die Spatzen

Eulennest

Liebe Eltern der Eulennestkinder,

langsam finden sich die Kinder im Gruppengeschehen zurecht. Das Ankommen in der Gruppe fällt den wenigsten Kindern schwer.

Themen wie Freundschaft, was kann ich, was kannst du und was können wir gemeinsam? beschäftigen uns zurzeit sehr. Das Zurechtkommen in einer ungewohnten Umgebung bedeutet auch zugleich ein Einlassen auf Neues.

Es gibt vieles zu entdecken, langsam werden die Fühler ausgestreckt und die Interessen der Kinder kommen zum Vorschein.

Während des Freispiels suchen sich die Kinder ihre Spielorte, Spielpartner und Spielmaterialien selbst aus und entscheiden ebenso, wie lange sie dort verweilen möchten. Mit wem spiele ich gerne? Was kann ich spielen bzw. tun? Wie möchte ich was machen? Wie mache ich mich bemerkbar, wenn es nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe?! Was tue ich, wenn der andere etwas anderes will? Wie gehe ich mit Widerstand um? Wie gehe ich mit Wut um?

Die Kinder werden immer mutiger! So gibt es bereits kleinere Aufgaben, die zusammen mit einem Erzieher gemeistert werden können, beispielsweise neue Gruppen besuchen, Dinge aus anderen Räumen der Einrichtung  holen oder den Essenswagen aus der Küche schieben.

Das Gruppengefühl zu stärken und sich darin wohl zu fühlen, liegt uns sehr am Herzen. Jedes Kind ist individuell, aber auch ein Teil der Gruppe. Gemeinsame Popo-Kreise laden die Kinder ein, sich einzubringen, Sprache zu nutzen und etwas von sich mitzuteilen. Kreisspiele machen Spaß und versetzen alle in freudige Stimmung.

Zurzeit entdecken die Kinder die Tierwelt. Das passt auch zur nahenden Karnevalszeit, zu dem Thema „Dschungel“. Was ist dieser Dschungel? Wer wohnt im Dschungel? Gemeinsam haben wir angefangen, Dekorationen für unsere Gruppe herzustellen, jeder nach seinen Möglichkeiten.

Wir freuen uns auf eine muntere Zeit miteinander                                                

Herzlich grüßen                                     
Annette, Natalie, Ute und Saki

Schlaraffenland

Liebe Eltern,

Dschungel, tropischer Regenwald – für viele von uns haben diese Worte einen besonderen Klang. Wir denken an wilde Tiere, sehen bunte Pflanzen, schmecken exotische Früchte und riechen feucht-warme Luft, aber der tropische Regenwald erscheint uns fern und unerreichbar. Doch ist er wirklich nur “auf der anderen Seite der Erde“? Wir trinken Kaffee, bestreichen unsere Brote mit Schokoladenmus, lieben Bananen, sitzen gerne bei Kerzenschein, knabbern Cashewnüsse, und nicht selten stammt unser Toilettenpapier aus den tropischen Wäldern. Kunstgegenstände, Musik, Kleidung, Gemüse, Obst und Gewürze aus vielen Ländern gehören ebenfalls dazu.

Ein Teil des tropischen Regenwaldes hat schon den Weg zu uns gefunden und gehört zu unserem Lebensalltag und dem unserer Kinder, auch wenn es uns nicht immer bewusst ist.

Es gibt also genügend Anhaltspunkte um die nahe Welt der Kinder mit der “fernen Welt“ zu verbinden.

Beginnen möchten wir mit der Vielfalt des tropischen Regenwaldes als Biotop und Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Fragen wie z.B.: „ In welchen Ländern liegt der Regenwald?“, „Gehört unser Wald auch dazu?“, „Woher hat er seinen Namen?“, „Warum regnet es da so viel?“ werden wir zusammen erforschen.

„Wie leben die Kinder dort und was machen sie?“, „Haben sie keine Angst vor den gefährlichen Tieren?“

Die Geschichte von “Kandida“, einem Mädchen aus dem Amazonas-Regenwald in Guyana, erzählt aus ihrem Alltag. Unser Anliegen ist es hierbei, unseren Kindern auf spielerische Weise zu vermitteln, dass Kinder im tropischen Regenwald mit anderen Lebenssituationen konfrontiert sind, aber dass sie über Fähigkeiten verfügen und das sie genauso lachen und spielen können wie wir.

Natürlichen dürfen die vielen köstlichen Früchte (Ananas, Bananen, Mango, Papaya, Physalis, Kokosnuss…) nicht vergessen werden.

Je nach Verfügbarkeit bereichern diese unser Dschungelfrühstück. Lustige, gefährliche sowie schmackhafte Tiere aus Obst, Gemüse und Gebackenem laden zum Essen ein.

Doch wie kommen sie nach Deutschland? Mit dem Flugzeug, Schiff oder LKW? Bleiben die Früchte auf ihrer langen Fahrt denn noch frisch? Spannende Fragen, die beantwortet werden wollen. Also machen wir uns auf den Weg, um herauszufinden, wie z.B. die Banane zu uns in den Supermarkt kommt.

 

Auf eine erlebnisreiche Zeit mit Ihren Kindern freut sich

Ihr Schlaraffenlandteam

Farbenland

Liebe Eltern,

auch im Farbenland wollen wir an Rosenmontag den Dschungel in die Gruppe holen. Die Kinder sind schon fleißig am Vorbereiten, es werden Tiger, Schlangen, Affen und Kokosnüsse gebastelt, Mogli und Balu werden Einzug halten. Gemeinsam werden wir die Geschichte lesen und uns Gedanken machen zum Thema Nachhaltigkeit, Artenvielfalt und der Regenwaldabholzung. Wir sind gespannt, welche Ideen die Kinder zum Thema Nachhaltigkeit haben. Weiter werden wir selber Papier schöpfen und dieses zum Malen verwenden.

Passend dazu singen wir das Dschungellied, die Affen rasen durch den Wald und überlegen, welche Musikinstrumente wir dazu basteln und später spielen können.

Für die geplanten Aktionen sammeln wir Zeitungspapier, Toiletten-, Küchen-, Teppichrollen, Tontöpfe, Lederreste, Nägel und Gummibänder.

Auf eine tolle Zeit im Dschungel freut sich das Farbenland!

Abenteuerland

Liebe Eltern!

Nach der Erholungsphase in den Weihnachtsferien haben wir erlebt, wie gerne und ausgeglichen die Kinder wieder in die Kita gekommen sind und das Spielen miteinander an diesem Ort genossen haben.

Das Spielverhalten der Kinder ist Ausdrucksverhalten und lässt Rückschlüsse zu auf das innere Erleben und Fühlen der Kinder. Es gibt Kinder auf Freundschaftssuche, die am liebsten hätten, dass jemand anderes immer genau das tut und hergibt, was man selber gerne hätte. Es gibt Kinder, die sich mit Pistole, Schwert und Stock  „bewaffnen“, die sich wehren und abgrenzen wollen, die scheinbar im Kampf, auf jeden Fall in Auseinandersetzung sind, mit sich und anderen. Da sind Kinder, die aufpassen, dass alles mit rechten Dingen zugeht, Kinder, die dominieren und führen wollen, andere, die sich anpassen oder damit aufhören wollen.

All diese und viele andere  Verhaltensformen sind willkommen und wichtig auf dem Weg, ein eigenständiger und gemeinschaftsfähiger Mensch zu werden. Jeden Tag neu geht es bei uns um das Suchen und Finden von Einzigartigkeit, Selbstwert, Zugehörigkeit, Gruppengefühl, Annahme und Sicherheit.

Das Erleben der eigenen Gefühle und das gelingende Aushandeln im Zusammenleben mit anderen sind Teil des täglichen Lebens in unserer Kita. Das kennen Sie sicherlich auch aus ihrer Familie und erleben es auch bei der Arbeit, beim Sport und im Freundeskreis.

Da hat man manchmal das Gefühl, „den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen“….so wie in einem Dschungel.  In letzteren wollen wir unseren Gruppenraum in nächster Zeit auch kreativ verwandeln und anhand von praktischem Tun, dem Erfühlen des Raumes und dem Eintauchen in die Geschichte vom „ Dschungelbuch“  Licht in den Dschungel der eigenen Gefühle bringen.

Die Charaktere der Geschichte bieten eine wunderbare Grundlage zur Identifikation und zum Ausleben der eigenen Gefühle, die alle grundsätzlich zum Leben gehören und sein dürfen und einer Einordnung und Regulation bedürfen.

Wen werden wir kennenlernen?

Die fauchende Schlange Kaa mit ihrem Wunsch, sich durchzusetzen und andere einzulullen…lädt ein klug zu prüfen, wer ist Feind und wer ist Freund?

Den aggressiven und brüllenden Tiger Shir Khan – die Angst vor ihm rät zu Achtsamkeit und Vorsicht.

Der geschmeidige Panther Baghira, der sich wendig und klug verhalten kann. Ein Vorbild?

Die Wölfe, die auch dem zur Familie werden können, der so ganz anders ist.

Der Menschenjunge Mogli auf der mutigen und abenteuerreichen Suche nach Selbstbestätigung und Freundschaft, in Ähnlichkeit und Fremdheit.

Freundschaft erleben  und Orientierung finden – dies  bietet der Charakter des Bären Balu – wie ein Fels in der Brandung, ein gemütliches Ruhekissen, ein verlässlicher Hafen, ein starker Schutz..

Die Eigenschaften und Gefühle der Charaktere in dieser Geschichte finden sich in jedem von uns, einander annehmend wachsen die Kinder und wir als Gruppe immer mehr zusammen.

Bis ins Körperliche hinein wollen wir den Kindern Gelegenheit bieten, Dschungel zu erleben und die Bewegungen der Tieren nachzuempfinden: losgehen, suchen, etwas bewegen, ziehen, schieben, sich winden und hindurch schlängeln, stark auftreten, sich zurückziehen, einander ansehen, nah kommen, Freundschaft finden…

Das Lernen mit allen Sinnen führt dazu, dass Kopfwissen zur eigenen Erfahrung und damit verinnerlicht wird.

Und all dies getragen von der Botschaft des Liedes von dem Bären Balu:

„Probier`s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit vertreibst Du Deinen ganzen Sorgenkram. Und wenn Du stets gemütlich bist und etwas appetitlich ist, dann nimmst Du`s Dir egal woher es kam….“

Mit Gemütlichkeit und innerem Frieden auf alles, was mir im Leben begegnet, reagieren zu können, mag als Wunschdenken unmöglich erscheinen – aber erstrebenswert und Gott sei Dank immer wieder erlebbar !

Denn beides fördert Wahrnehmungsoffenheit – eine wunderbare Grundlage für nachhaltiges Lernen.

Sie hilft im täglichen Dschungel der Gefühle im Inneren und der Anforderungen im Außen  zurechtzukommen und sich als wertvolles Mitglied der Gruppe auf dem Weg des Lernens zu erleben.

Dies gilt für Kinder und Erwachsene...in diesem Sinne auf dem Weg grüßen die Abenteuerland MA