Die Stiftung Eben-Ezer ist Teil der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.
Als rechtsfähige kirchliche Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Lemgo leisten wir unsere Dienste in der Region Lippe. Auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes begleiten, fördern und unterstützen wir Menschen jeden Alters – verlässlich, professionell und nah am Leben.
Bethel - Über Uns

Starkes Vertrauen. Christliches Menschenbild. Gelebte Nächstenliebe.
Eben-Ezer heißt „Stein der Hilfe“. In der Bibel ist Eben-Ezer ein Ort, an dem Gott Leben schützt und bewahrt (1. Samuel 7,12). Die Stiftung Eben-Ezer hat demnach den Auftrag, Leben zu schützen und zu bewahren.
Eben‑Ezer erfüllt diesen Auftrag seit ihrer Gründung im Jahr 1862. Die Stiftung versteht sich als Diakonie für ein Leben in Vielfalt. Sie steht für die Anerkennung und Förderung unterschiedlicher Lebensentwürfe in einer inklusiven Gemeinschaft. Wir sind im christlichen Menschenbild verankert und handeln aus dem christlichen Verständnis von respektvollem Umgang miteinander.

Werte mit klarer Orientierung
Unsere Arbeit ist getragen von Glaube, Würde und Nächstenliebe sowie von einem tiefen Verständnis für Gerechtigkeit und Fairness. Wir handeln aus Überzeugung, nicht aus Notwendigkeit allein. Unsere Dienste sollen Wärme, Hoffnung und praktische Hilfe miteinander verbinden. Freiwilligkeit, Respekt und Mitgefühl prägen unser Miteinander, intern ebenso wie in der Zusammenarbeit mit Partnern und Unterstützenden.

Verlässlichkeit schafft Vertrauen
Eben-Ezer steht für Vertrauen und Verlässlichkeit. Transparenz in Entscheidungen und im Umgang mit Ressourcen, ein empathischer und wertschätzender Umgang mit Menschen sowie klare Standards in unserer Arbeit schaffen Orientierung und Sicherheit.
Unsere sozialen Dienstleistungen sind bedarfsgerecht und langfristig angelegt. Ziel ist es, Menschen in ihrer selbstbestimmten Lebensführung zu begleiten und zu stärken. Für die Menschen, die wir unterstützen, für Angehörige und für professionelle Partner ist transparent und nachvollziehbar erkennbar, wofür Eben-Ezer steht, welche Haltung uns leitet und woran wir uns messen lassen.
7 Sätze für ein Leben in Vielfalt
Unser Leitbild
-
Menschenbild -
Nächstenliebe Gott gibt den Auftrag, Liebe zu teilen. Deshalb begegnen sich Menschen in Eben-Ezer mit Offenheit und Wertschätzung. Jeder Mensch wird in seiner Einzigartigkeit angenommen. Mittelpunkt des Handelns in Eben-Ezer ist die Entwicklung persönlicher Lebens entwürfe und die Begleitung der Menschen auf ihren je eigenen Lebenswegen.
-
Gemeinschaft Jeder Mensch lebt in gemeinschaftlichen Beziehungen und hat das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe am Leben der Gesellschaft. Eben-Ezer wirkt an der Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft mit und versteht sich selbst als inklusive Gemeinschaft. Die Angebote, Strukturen und Fachlichkeit der Stiftung sind darauf ausgerichtet.
-
Transparenz -
Fachlichkeit -
Ressourcenbewusstsein -
Leitungsverständnis Achtsamkeit und Wertschätzung bestimmen das kollegiale Miteinander in Eben-Ezer. Leitungskräfte praktizieren einen kooperativen Führungsstil. Sie begründen Entscheidungen und treffen klare Vereinbarungen. Das Leitungsverständnis in Eben-Ezer basiert auf Verlässlichkeit und Vertrauen in das verantwortungsvolle Handeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Geschichte von Eben-Ezer

Begründet wurde die Arbeit der Stiftung Eben-Ezer durch den aus Wüsten/Lippe stammenden Lehrer Simon August Topehlen (1832-1904). Seine entscheidende Prägung erfuhr er durch die Erweckungsbewegung seiner Zeit. Als um die Mitte des 19. Jahrhunderts die Not behinderter und dadurch auffälliger Kinder zunehmend in das Blickfeld von Kirchen und Behörden geriet, erhielt er den Auftrag, sich neben seiner Tätigkeit an der Schule von St. Marien in Lemgo im Rahmen eines Schulversuchs um die Bildung und Erziehung eines "blödsinnigen"- nach heutigen Begriffen geistigbehinderten - Mädchens (Henriette Ludolph, 1854-1876) zu bemühen. Er stellte sich mit Hilfe seiner Schwester Lina Topehlen seit 1862 im Nebenberuf dieser Aufgabe.
Als die Ergebnisse den Erwartungen der Behörden nicht entsprachen - das Mädchen lernte weder Rechnen, Lesen noch Schreiben - wurde Topehlen von seinen Verpflichtungen entbunden; die finanziellen Zuwendungen entfielen. Topehlens zu diesem Zeitpunkt bewusst und aus christlicher Verantwortung und Liebe gefällte Entscheidung zur Fortführung der Arbeit begründete die weitere Entwicklung von Eben-Ezer. Zunächst leitete Lina Topehlen die schnell wachsende "Anstalt", bis Simon-August Topehlen dann 1887 im Hauptamt die Leitung übernahm. Die Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung der Stiftung Eben-Ezer trägt seinen Namen.

