Die Ostschule - Grundschule mit inklusiven Bildungsangebot

Die Schule, 2014 gegründet, ist offen für alle Kinder und orientiert sich am Leitbild der Stiftung "Leben in Vielfalt". Das Ja zur Vielfalt gilt uneingeschränkt für die kulturelle, nationale, geistige und konfessionelle Vielfalt aller Menschen. Im Mittelpunkt stehen der Bedarf und die individuellen Entwicklungspotenziale jedes einzelnen Kindes. Gerade auch Kinder ohne besonderen Förderbedarf finden in der Schule mit inklusivem Unterrichtsangebot beste Bedingungen. Die Kinder lernen gemeinsam auf vielfältigen Lernniveaus. In jeder Klasse der zweizügig geplanten Schule werden bis zu 20 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, davon bis zu fünf Kinder mit Förderbedarf.

Die Klassenleitung erfolgt im Team, bestehend aus zwei Personen, einem/-er Grundschullehrer/-in und einem/-er Sonderpädagogen/-in. Außerdem sind Integrationshelfer/-innen anwesend. Der Unterricht erfolgt auf der Basis des Schulgesetzes und der Rahmenlehrpläne des Landes NRW. Im Mittelpunkt steht die Förderung des selbstgesteuerten Lernens. Die Schülerinnen und Schüler lernen mit Materialien, die eigens auf sie zugeschnitten sind, unterschiedliche Lerngruppen und unterschiedliche Orte des Lernens ermöglichen ihnen eine optimale Förderung. Die Zeugnisse sind bis zur vierten Klasse in Schriftform als Lernentwicklungsberichte gehalten und dienen als Grundlage für verbindliche Elterngespräche. 
In der vierten Klasse erhalten die Kinder Notenzeugnisse. Die Räume sind barrierefrei gestaltet. Jede Klasse hat einen Nebenraum. Es gibt Fachräume z.B. für Musik, Kunst/Werken/Sachkunde sowie eine Bücherei und einen Snoezelenraum. Die Klassenräume sind mit digitalen Whiteboards und Schüler- PCs ausgestattet.

Interessierte Sonderpädagogen/-innen und Grundschullehrer/-innen können sich gerne an Klaus Hollmann (siehe nebenstehend) wenden.

Die Ostschule geht an den Start

Foto: Thomas Reineke, LZ

Die neue Grundschule der Stiftung Eben-Ezer in der Lemgoer Schultwete 5 geht an den Start. Ab Mittwoch den 20. August haben hier 24 Kinder, davon vier mit besonderem Förderbedarf, gemeinsamen Unterricht. Die Weichen Richtung Inklusion sind gestellt. Das Kollegium hat eine Woche vor Schulbeginn das neue Mobiliar aufgestellt und die beiden Klassen eingerichtet. Hell, freundlich, einladend: Im Flur ein farbenfrohes Streifenmuster, in den Klassen hellgrüne Vorhänge, die bunten Stühle mit Rollen sind ergänzt mit Hokkis für Kinder, die es mit dem Stillsitzen nicht so leicht haben.

Das Lehrerteam Stefanie Jakob, Oliver Krietemeier, Birgit Berger und Carina Hornig strahlen: "Das macht so viel Spaß, eine neue Schule mit aufzubauen. Die äußeren Bedingungen könnten nicht besser sein. Wir freuen uns riesig auf die Kinder. Es ist toll, diesen Neustart mit zu gestalten." Birgit Becker und Carina Hornig sind Grundschullehrerinnen. Sie bilden mit den Sonderpädagogen Stefanie Jakob und Oliver Krietemeyer je ein Klassenteam. Zu den Klassen gehören zwei Differenzierungsräume, ein Therapieraum, ein rollstuhlgerechtes WC mit Dusche und barrierefreier Zugang zum ersten Trakt der neuen Schule. Alles erweckt den Eindruck : Herzlich Willkommen, schön, dass ihr da sein.

Klaus Hollmann, kommissarischer Leiter der neuen Grundschule und Marion Höcker, Konrektorin der Topehlen-Schule und als Projektleiterin verantwortlich für den Aufbau der neuen Schule, blicken zusammen mit dem Kollegium voller Vorfreude auf den Schulstart und gute Kollegialität mit der städtischen Ostschule. Diese ist noch mit fünf Klassen am Standort vertreten und zieht nach und nach in das Schulgebäude in Lemgo Brake. Die Grundschule der Stiftung in der Schultwete wird sukzessive barrierefrei. Bis zum Schuljahr 2015/2016 wird z.B. ein Aufzug in Betrieb sein. Bis voraussichtlich 2017 sind Kinder der städtischen Grundschule und der Grundschule der Stiftung unter einem Dach. Sie verbringen die Pausen zusammen, nutzen gemeinsam die Mensa und die Angebote der Offenen Ganztagsschule durch das Rote Kreuz. Die Lehrerinnen und Lehrer haben ein gemeinsames Lehrerzimmer.

Bei der Einschulung am 20. August begrüßt der Chor der Ostschule die Kinder der Grundschule der Stiftung Eben-Ezer musikalisch. "Wir sind froh und dankbar, dass sich der Übergang mit allen organisatorischen Belangen in Kooperation und Abstimmung mit der Schulleitung und dem Kollegium der städtischen Ostschule gut anlässt," so Pastor Dr. Haase, Vorstand der Stiftung Eben-Ezer.

Eröffnung und aktuelle Entwicklungen

Artikel Forum 4-2014.pdf (957,4 KiB)