Bethel - Azubis fahren ins Ahrtal
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Azubis fahren ins Ahrtal

Fünf Jahre nach der Flut: Azubifahrt ins Ahrtal
Gemeinsam mit den Auszubildenden von den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel haben wir, eine Gruppe von die Auszubildenden der Stiftung Eben-Ezer, vom 11. bis 13. März an einer Azubifahrt ins Ahrtal teilgenommen.
Ziel war das Bethel-Hotel „Zum Weinberg“ in Bad-Neuenahr, das sich mitten im ehemaligen Katastrophengebiet befindet. Nach dem Bezug unserer Zimmer und einer kleinen Stärkung in dem als Inklusionsbetrieb geführten Hotel wollten wir uns vor Ort ein Bild machen und machten uns auf den Weg in das Gymnasium im Containerdorf. Die Schülerinnen und Schüler werden seit der Flut im Jahr 2021 immer noch in engen, dunklen Containern unterrichtet. Der Wiederaufbau der alten Schule kann frühsten in zwei Jahren beginnen. Trotz der erschwerten Bedingungen halten die Schüler und Lehrer zusammen, was sich auch in steigenden Anmeldezahlen ausdrückt.

Ahrtal noch von Narben der Katastrophe gezeichnet
Gemeinsam mit Stephan Zöllner, dem Geschäftsführer des Hotels, fuhren wir mit unseren Ausbilderinnen im Anschluss mit dem Bus durch die Orte des Ahrtals und bekamen einen Einblick von der jetzigen Gegend. Auch fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe ist das Ahrtal noch von bleibenden Narben geprägt.
Zurück im Hotel stand ein Vortrag mit anschließendem Austausch zum Thema „Was hat Bethel im Ahrtal geleistet?“ auf dem Programm. Es war sehr beeindruckend, von den spontan geleisteten Hilfsmaßnahmen und dem Engagement der Mitarbeitenden vor Ort zu hören.
„Jetzt werden die Wanderschuhe geschnürt!“, hieß es am zweiten Tag. Gut gestärkt machte sich die Gruppe auf zu einer Wanderung durch die Weinberge. Alle genossen die tollen Ausblicke und die wunderschöne Landschaft. „Bei der Wanderung haben wir uns lebhaft unterhalten und uns über unsere Erfahrungen und Eindrücke der Ausbildung ausgetauscht“, erzählt eine der Teilnehmerinnen. Nach einer kurzen Mittagspause folgte eine unternehmerische Aufgabenstellung zur Teamförderung. Am späten Nachmittag endete das Tagesprogramm mit einem Rundgang durch Bad-Neuenahr und Ahrweiler.
Besuch des besonders stark betroffenen Ortes Mayschoß
Für den nächsten Tag war schon die Abreise eingeplant. Vorher sollte noch Mayschoß ein Besuch abgestattet werden. Es war einer der Orte, die am stärksten von der Flut betroffen und zu Beginn von der Außenwelt abgeschnitten waren. In einem alten Schulgebäude, was zu der Zeit als Krisenbüro genutzt wurde und heute als Treffpunkt für Betroffene dient, kamen wir mit diesen ins Gespräch. Sie berichteten von ihren Erfahrungen und wie sie durch ehrenamtliche Tätigkeiten mitwirken konnten. Diese Begegnung hinterließ einen besonders bleibenden Eindruck, den wir mit nach Hause nahmen. Gegen 16:00 Uhr waren wir zurück in Bielefeld.

Eindrucksvolles Resümee gezogen
In ihrem Abschlussbericht zogen die Azubis folgendes Resümee: „Das Ziel der Reise war es mehr über die Flutkatastrophe und ihre Folgen zu erfahren. Wir konnten von der Hilfsbereitschaft vieler Menschen beim Wiederaufbau hören. Die Reise ins Ahrtal war für uns alle eine eindrucksvolle Erfahrung, die uns nicht nur die Schönheit der Region, sondern auch den Zusammenhalt der Betroffenen Menschen gezeigt hat.“