Bethel - Digitale Tourenplanung

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Digitale Tourenplanung

Tourenplan bringt Fahrdienst der Stiftung auf Kurs

Vom 28. bis 30. Januar 2026 wurde der Campus Bielefeld zum Zentrum kreativer Problemlösung: Beim dritten Mittelstands-MAKERTHON NRW – Station OWL arbeiteten rund dreißig Studierende aus etwa zwanzig verschiedenen Fachrichtungen an konkreten Herausforderungen regionaler Unternehmen.

Auch die Stiftung Eben-Ezer brachte eine eigene Challenge ein. Ausgangspunkt war ein bekanntes Szenario: Die Tourenplanung für den täglichen Transport von Materialien und Personen erfolgt bislang über ausgedruckte Kalender und telefonische Absprachen. Dies führt immer wieder zu Leerfahrten und erhöhtem Koordinationsaufwand. Ein studentisches Team analysierte unsere bestehenden Abläufe, führte Gespräche mit Mitarbeitenden und entwickelte darauf aufbauend ein Konzept für eine zentrale, digitale Tourenplanung. Ziel ist es, Fahrzeuge effizienter einzusetzen und die Belastung für die Fahrerinnen und Fahrer zu reduzieren.

Fahrdienstleiterin ist beeindruckt

Sabine Grotegut, Leiterin des Fahrdienstes der Stiftung Eben Ezer, zeigte sich beeindruckt von der praxisnahen Herangehensweise: „Die Studierenden haben unsere Abläufe sehr genau analysiert und eine Lösung entwickelt, die mich überzeugt. Mit diesem Ansatz werde ich nun in den Austausch mit unserer IT gehen und prüfen, wie wir die Ideen des Teams umsetzen können.“ Begleitet wurde das Team von Professor Dr. Michael Römer von der Universität Bielefeld, der eine Weiterentwicklung des Projekts im Rahmen eines Masterstudiengangs in Aussicht stellte. So besteht die Möglichkeit, aus dem Konzept einen funktionsfähigen Prototypen zu entwickeln.

Fachjury bewertet Ergebnisse

Neben unserer Challenge bearbeiteten die Studierenden weitere Aufgaben aus der regionalen Wirtschaft – unter anderem entwickelte das Gewinnerteam für den Freizeitpark Potts Park ein KI-gestütztes Prognosetool zur Vorhersage von Besucherzahlen. Organisiert wurde der Makerthon vom Bielefeld Research + Innovation Campus in Zusammenarbeit mit der Mittelstandsplattform der NRW.BANK. Die Abschlusspräsentationen fanden vor einer Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule Bielefeld, der Universität Bielefeld, der Stadt Bielefeld und der Wirtschaft statt.

Für die Stiftung Eben-Ezer zeigt das Projekt, welchen Mehrwert die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis bieten kann: In kurzer Zeit entstanden konkrete, umsetzungsnahe Ideen, die langfristig zur Verbesserung interner Abläufe beitragen können.