Bethel - Teilhabemanagement bei Bethel.regional und Eben-Ezer

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Teilhabemanagement bei Bethel.regional und Eben-Ezer

Besuch aus Bethel.regional: Ein Blick auf gemeinsame Wege der Teilhabe

Am 13. Mai 2026 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Teilhabemanagements der Stiftung Eben-Ezer und von Bethel.regional  Paderborn zu einem intensiven Austausch in der Cafeteria Stapelage. Drei Stunden lang wurde diskutiert, verglichen, nachgefragt und gemeinsam nach Wegen gesucht, wie Teilhabeplanung in beiden Organisationen weiter gestärkt werden kann. Zu Beginn stellten Mitarbeitende aus dem Geschäftsbereich Wohnen die unterschiedlichen Wohnangebote Eben-Ezers vor. Die Gäste zeigten großes Interesse an den Konzepten, Strukturen und Besonderheiten der Einrichtungen und nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Rückfragen.

 

Umsetzung der Planungen und Ziele im Wohnen

Ein zentrales Thema des Treffens war die Rolle des Teilhabemanagements und die Frage, wie Ziele und Maßnahmen aus der Teilhabeplanung im Alltag tatsächlich umgesetzt werden.   

  • „Wie wird sichergestellt, dass die Planungen und Ziele auch im Wohnen umgesetzt werden?“-

Anhand dieser Leitfrage wurden verschiedene Aspekte beleuchtet – darunter die Aufgaben der koordinierenden Bezugsperson, die Arbeit mit der entsprechenden Software sowie die Abbildung der aktuellen Lebenssituation der jeweiligen Klienten. Auch die Unterschiede in der Dokumentation zwischen beiden Trägern wurden deutlich.

 

Gemeinsamkeiten beider Organisationen

Weiterhin wurde besonders intensiv über die aktuellen Herausforderungen gesprochen, die beide Organisationen zunehmend beschäftigen:

  • steigende Anfragen von Menschen mit komplexen Bedarfen, etwa psychische Erkrankungen in Kombination mit Sucht. 

  • die wachsende Bedeutung von neurodiversen Diagnosen in der Eingliederungshilfe

  • fehlende spezialisierte Angebote im ländlichen Raum

  • lange Wartezeiten für junge Erwachsene, weil passende Wohnformen fehlen oder nur eine begrenzte Anzahl an Wohnplatzangeboten zur Verfügungen stehen. 

Diese Entwicklungen führten zu einem lebhaften Austausch über Bedarfe, Versorgungslücken und mögliche Lösungsansätze. Zum Abschluss wurde das Haus am Wald vorgestellt und vor Ort besichtigt. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt das Tierprojekt, das als innovatives Beispiel für alltagsnahe Teilhabe hervorgehoben wurde. Mit einem gemeinsamen Foto endete der Besuch. Beide Seiten betonten den hohen Wert des Austauschs und vereinbarten einen Gegenbesuch in Paderborn in etwa zwei Jahren.